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Das wird der neue Krisenherd Europas

2016 wird das Jahr, in dem die Eurokrise wieder auferstehen wird.

Denn prominente Wackelkandidaten feiern ihr Comeback. Neben Griechenland ist Italien an der Reihe.

Zu Jahresbeginn hatte sich die EU mit Italiens Regierung in einer hektischen Aktion darauf geeinigt, eine „Bad Bank“ zu gründen, um die faulen Kredite italienischer Banken aufzufangen.

Nach bereits vier Bankenpleiten zum Jahreswechsel stehen offenbar noch mehr Banken vor der Abwicklung: Die italienischen Geldhäuser sitzen auf faulen Krediten in Höhe von 200 Milliarden Euro.

Damit stehen  17 Prozent aller italienischen Bank-Kredite im Feuer! Der Zusammenbruch von weiteren Banken stand offenbar kurz bevor – mit unkontrollierbaren Folgen für alle Banken Europas.

Auch deshalb kamen die Aktienkurse deutscher Banken in den vergangenen Wochen so stark unter Druck. Doch mit der neu gegründeten Bad Bank sind die Risiken nicht vom Tisch, sondern nur neu verpackt.

Die Zahlen von Staat und Wirtschaft sind deprimierend:

Mit beinahe 134,6 Prozent der Wirtschaftsleistung hat Italien die zweithöchste Staatsverschuldung in der EU. Nur handelt es sich hier nicht (wie etwa bei Zypern oder Griechenland) um eine kleine Volkswirtschaft.

Das Wirtschaftswachstum betrug im vergangenen Jahr gerade noch 1 Prozent im Gesamtjahr. Immerhin  – nach drei Minusjahren in Folge.

Doch die Wachstumsraten sind bereits im vergangenen Jahr von Quartal zu Quartal schwächer geworden. Es würde nicht verwundern, wenn im 1. Quartal 2016 wieder ein Minus verbucht werden müsste. Den Unternehmen geht es nicht gut. Daher dürften bei den Banken noch mehr faule Kredite hinzukommen.

Die italienischen Börsenkurse spiegeln genau diese schwachen Aussichten wider. Die Börse in Mailand gehört in diesem Jahr zu den schwächsten in Europa.

Doch wenn Sie sich den Langfristchart anschauen bekommen Sie nicht unbedingt das Gefühl, dass hier bald Besserung in Sicht wäre. Im Gegenteil: Ein neues 20-jahres-Tief schaffen die Italiener auch noch. Wir können ja dann wieder was retten.

MSCI Italy Index Langfristchart

Italien_Index

 


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Henrik Voigt

Henrik Voigt hat an der renommierten TU Dresden Wirtschaftsingenieurwesen studiert und als einer der Jahrgangsbesten sein Studium abgeschlossen.

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