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Wirtschaftlich ist der Brexit eine Katastrophe. Kommt er dennoch?

Wie wir Ihnen schon vor einiger Zeit geschildert haben, ist die Volksabstimmung über einen Brexit eine freiwillige Tat gewesen. Diese Abstimmung stellt keinerlei rechtliche Grundlage dar. Sie sollte dem Volk das Gefühl der Mitbestimmung geben. Aber es gibt da noch einige Hürden zu nehmen.

Die rechtlichen Grundlagen

Formaljuristisch kann ein möglicher Brexit nur vom Parlament beschlossen werden und nicht vom Volk. Es war ein „good will“, die englische Bevölkerung zu befragen. David Cameron wollte mit dieser Aktion seinen politischen Kopf retten, was ihm aber nicht gelungen ist. Fakt ist, dass die Mehrheit des Parlamentes aber gegen einen Brexit ist. Daher ist es mehr als fraglich, ob dem Antrag für einen Austritt stattgegeben wird.

Die wirtschaftlichen Konsequenzen eines Brexits

Eine Abspaltung aus einer starken Gemeinschaft hat immer zwei Seiten. Der Engländer ist stolz und stark. Aber in unserer globalisierten Welt kann sich auch diese Insel nicht dem Bündnis entziehen.

Zu groß ist der Schaden für die Bevölkerung. Zugegeben, auf lange Sicht hat England die richtige Entscheidung getroffen. Es ist aber nun einmal ein Fakt, dass Schottland und Irland sich auch mit im Boot befinden.

Zudem müsste England eine enorme Milliardensumme an die EU überweisen, um wieder mit weißer Weste dastehen zu können. Unterhält man sich mit einem Londoner, dann wird schnell klar, dass manche Viertel der Stadt besucht werden können, manche besser nicht. Dass in solchen Entwicklungen die Zuwanderung nicht noch gefördert werden soll, ist klar. Das Volk hat einfach die Notbremse gezogen.

Wirtschaftlich ist der Brexit für alle eine Katastrophe. Diese fängt an bei Zöllen und geht weiter über die Isolation.

Die BaFin spielt eine Rolle

Sie werden sich sicherlich fragen, was die „Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht“ mit dem Brexit zu tun hat. Sicherlich nicht sehr viel, aber sie spielt eine Rolle. Da die Schreibtischtäter täglich neue „Auflagen“ den deutschen Finanzdienstleistern aufbürden, die nicht mehr zu bezahlen sind, ist unsere Finanzwelt nach England, Irland etc. abgewandert.

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Denken Sie an unsere Bankenlandschaft vor 10 Jahren und zählen Sie heute noch 10 deutsche Banken auf. Es wird schwer werden. Jegliche Finanzdienstleister mussten abwandern. Spaltet sich England von Europa ab, dann befindet sich unter Umständen Ihr Kapital im Ausland und nicht mehr im Inland. Das hat rechtliche Konsequenzen.

Wie wird sich das „Cable“ entwickeln?

Seit dem Votum für den Brexit ist das Britische Pfund fast ins Bodenlose gefallen. Seit der Nachricht, dass das Parlament befragt werden muss, ist es aber wieder im steigenden Modus. Mehr ist dazu nicht zu sagen und beantwortet alle Fragen.

Wann eine mögliche Abstimmung stattfinden könnte, ist noch nicht entschieden, aber dass diese kommen wird, ist nicht mehr strittig. Sollte das Parlament dagegen stimmen, dann wird das GBP enorm an Wert gewinnen. Kursziele in GBP/USD von 1,45 sind dann absolut realistisch.

 

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Über den Autor
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Daniel Fehring

Daniel Fehring entdeckte schon in frühen Jahren seine große Leidenschaft für die Finanzwelt und hat das Traden als Börsenhändler von der Pieke auf gelernt.

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