MenüMenü

Wie der Dollar die Mittelschicht auslöschte…

Dublin

In der heutigen Ausgabe des Tagebuchs geht es weiter um die Linie, die den neuen Dollar mit der Verarmung der Mittelschicht verbindet. Wir haben ja versprochen, an dem Thema dran zu bleiben.

Wie schlimm das ganze System in die Irre geführt wurde, war auch der wohl unbeabsichtigte Hintergrund eines kürzlich in der Financial Times erschienenen Artikels.

„Die globalen Eliten müssten überall populistische Wut hinnehmen“, schreibt das Sprachrohr der Elite und der Parasitokratie, Herr Martin Wolf.

Im besten Fall stagnatierendes Realeinkommen

Armer Herr Wolf. Er übergeht elegant die wirkliche Ursache für die „Wut“ – das falsche Geldsystem, das von den Eliten etabliert wurde. Aber er zeigt ohnehin kein Interesse an unserem perversen Geldsystem. Derweil schäumt er lieber vor Wut.

Der Kern der Warnung von Herrn Wolf liegt darin, dass die Eliten besser auf folgendes achten sollten: „Die Stagnation der Realeinkommen, und zwar länger als in allen anderen Zeiträumen seit 1945, ist eine grundlegende Tatsache,“ schreibt Herr Wolf weiter.

Er erwähnt, dass von 2005 bis 2014 zum Beispiel fast 100 % der italienischen Haushalte mit fallenden oder bestenfalls stagnierenden Realeinkommen auskommen mussten.

In den USA erlitten 80 % der Haushalte das gleiche Schicksal. Die privaten Haushalte in Großbritannien, Frankreich und der Niederlande sind nur geringfügig besser dran.

Seit 1980 ist die Beschäftigung in der Produktion – der Haupt-Quelle für gute Löhne für die mittleren und unteren Gesellschaftsschichten – in allen wichtigen Industrieländern gefallen. Selbst in Deutschland und Japan.

Globale Ordnung und unsere Zivilisation selbst stehen auf dem Spiel

In den meisten Volkswirtschaften ging die Beschäftigung in der Produktion um die Hälfte zurück.

Wir sind nicht sicher, ob es an diesen Tatsachen liegt … oder an der gefürchteten populistischen Wut … aber im Anschluss daran beginnt selbst der arme Herr Wolf damit, Kreide zu essen.

„Die Kombination aus längerer Stagnation, kultureller Umbrüche und politischer Versäumnisse erschüttern die Balance zwischen der demokratischen Legitimität und der globalen Ordnung.“

„Die Kandidatur von Herrn Trump ist ein Ergebnis dieser Entwicklung. Diejenigen, die die chauvinistische Antwort ablehnen, müssen sich jetzt aus der Deckung wagen. Und zwar mit einfallsreichen und ehrgeizigen Ideen, um das Gleichgewicht wiederherzustellen.“

Und zu guter Letzt merkt er an:

„Unsere Zivilisation selbst steht auf dem Spiel steht.“

Da liegt er völlig richtig…

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten
Über den Autor Bill Bonner

Im Jahr 1978 gründete Bill Bonner das Unternehmen, welches heute als Agora Inc. bekannt ist.

Regelmäßig Analysen über Devisen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Anleger-Informationen von Bill Bonner. Über 344.000 Leser können nicht irren.