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Manchmal ist weniger mehr

Es gibt einen alten Händlerspruch: Wer am Freitag handelt, möchte betrügen. Der Hintergrund ist ein ganz einfacher.

Der 24-Stunden-Handel

Wir haben an fünf Tagen die Woche jeweils 24 Stunden Zeit, eine neue Position einzugehen. Aber keiner der Händler möchte eine Position über das Wochenende halten. Daher ist es nur so verständlich, dass der Handel am Freitag kritisch zu sehen ist.

Meist möchten sich die Händler von einer bestehenden Position so schnell wie möglich vor dem Wochenende trennen, erst recht nicht eine neue Position eröffnen. So denken aber alle und daher kommt es oft zu unlogischen Marktbewegungen.

Unter der Woche kann eine Position über die Nacht gehalten werden. Dies ist aber am Freitag nicht möglich. Jeder möchte seine Position „loswerden“.

Teufel komm raus!

Es kommt daher oft zu einer wahren Kurslawine, weil große Umsätze nicht mehr vorhanden sind und weil viele Stopps ausgelöst werden können. Es erinnert ein wenig an das „Teufel-komm-raus-Prinzip“.

Chart

Zudem kommen am Freitag meist auch noch wichtige Wirtschaftsdaten aus den USA heraus – heute, am Tag nach Thanksgiving ausnahmsweise nicht. Jetzt treffen wenig Umsatz und kaum Wirtschaftsdaten aufeinander. Zudem wollen viele Händler aus ihrer Position aussteigen. Dies ist eine Konstellation, die den Markt nicht mehr berechenbar macht.

Weniger ist (manchmal) mehr

Unsere Leser haben es vielleicht schon bemerkt: Wir versuchen am Freitag keine Positionen einzugehen. Nur wenn die Marktlage am Vormittag wirklich eindeutig ist, kann ein Trade am Vormittag gemacht werden. Ansonsten, ist es manchmal klüger, den Freitag ausklingen zu lassen.

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