Der Kryptomarkt erlebt Turbulenzen, da Bitcoin- und Ethereum-ETFs erhebliche Abflüsse verzeichnen
Marktschockwellen
Der Kryptowährungsmarkt erlebte am 30. Januar 2026 einen deutlichen Rückgang, als Bitcoin- und Ethereum-ETFs fast 1 Milliarde US-Dollar an Abflüssen verzeichneten. Damit war es eine der schlechtesten kombinierten Sitzungen des Jahres, wobei der Bitcoin-Preis unter 85 000 US-Dollar fiel, bevor er leicht zurückkehrte. Auch Ethereum erlitt an einem einzigen Tag einen Rückgang von 6 %. Die Abflüsse wurden durch zunehmende Volatilität und fallende Preise getrieben, was Institutionen dazu veranlasste, ihre Investitionen in Krypto‑ETFs zu reduzieren.
Kontext und Hintergrund
Bitcoin und Ethereum sind zwei der größten und einflussreichsten Kryptowährungen. Die Marktkapitalisierung von Bitcoin lag zum 30. Januar 2026 bei etwa 864,5 Mrd. US-Dollar. Trotz eines 52‑Wochen‑Hochs von 130 063 US-Dollar im August 2025 war der Bitcoin‑Preis volatil und erreichte im November 2025 ein 52‑Wochen‑Tief von 59 300,9 US-Dollar. Die jüngsten Abflüsse aus Krypto‑ETFs verdeutlichen die Sensibilität des Marktes gegenüber makroökonomischen Faktoren und Investorenstimmung.
Detaillierte Analyse
Der Ausverkauf von Krypto‑ETFs war erheblich: Bitcoin‑ETFs verzeichneten Abflüsse von 817,9 Mio. US-Dollar, die größte Summe seit November 2025. Auch Ethereum‑ETFs erlitten beträchtliche Rücknahmen und verloren 155,6 Mio. US-Dollar. BlackRock’s IBIT führte die Abflüsse an mit 317,8 Mio. US-Dollar und übertraf die kombinierten Abflüsse von Fidelity’s FBTC und Grayscale’s GBTC. Analysten führen den Ausverkauf auf einen möglichen hawkigen Wandel in der US‑Geldpolitik zurück, wobei die Nominierung von Kevin Warsh als möglicher Vorsitzender der Federal Reserve ein entscheidender Faktor ist. Dies hat zu einer massiven Deleveraging von Arbitrage‑Kapital geführt und den Marktabfall weiter verschärft.
Auswirkungen auf Stakeholder
Die jüngsten Abflüsse aus Bitcoin‑ und Ethereum‑ETFs haben erhebliche Auswirkungen auf Investoren und den breiteren Kryptomarkt. Die Korrelation zwischen Bitcoin und Technologiewerten hat sich wiederhergestellt, wobei Microsofts enttäuschende Prognosen für 2026 zu einer globalen Risiko‑Abwehr‑Stimmung beigetragen haben. Institutionen mussten ihre Positionen in Krypto‑Assets neu bewerten, was zu erhöhter Volatilität und Unsicherheit führte. Für Privatanleger unterstreicht die Marktschwankung die Bedeutung einer gut informierten Anlagestrategie, die sich auf Nachfrage‑Treiber wie Spot‑ETFs, Liquiditäts‑Proxies und regulierte Derivate konzentriert.
Ausblick
Während der Kryptomarkt diese turbulenten Zeiten durchläuft, sollten Investoren die wichtigsten Nachfrage‑Treiber beobachten und einen datenbasierten Anlageansatz beibehalten. Der potenzielle Wandel in der US‑Geldpolitik bleibt ein entscheidender Faktor, und weitere Entwicklungen werden voraussichtlich die Marktstimmung beeinflussen. Obwohl die jüngsten Abflüsse kurzfristige Störungen verursacht haben, bleibt die langfristige Perspektive für Bitcoin und Ethereum unsicher, während sich die Marktdynamik weiterentwickelt. Investoren sollten informiert bleiben und auf weitere Volatilität vorbereitet sein, während sich der Markt an diese makroökonomischen Veränderungen anpasst.