Bitcoin Preishalbierung – und kein Verkauf

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Sie sehen einen Kurssturz von fast 50 Prozent – und denken: Raus hier! Michael Saylor denkt das Gegenteil.

Doch wer ist dieser Mann überhaupt? Michael Saylor ist ein US-Unternehmer und Mitgründer von Strategy Inc., einem börsennotierten Softwareunternehmen. Früher entwickelte die Firma vor allem Analyseprogramme für Unternehmen. Heute ist sie vor allem für eines bekannt: riesige Bitcoin-Bestände.

Und was ist Bitcoin? Bitcoin ist eine digitale Währung, die ohne zentrale Bank funktioniert. Transaktionen werden in einer öffentlichen Datenbank, der sogenannten Blockchain, gespeichert. Viele Anleger sehen Bitcoin als „digitales Gold“ – also als Wertspeicher außerhalb des klassischen Finanzsystems.

Die Zwei-Regeln-Strategie

Saylors Ansatz ist radikal einfach:

1. Bitcoin kaufen.

2. Nicht verkaufen.

    Das nennt man „Buy and Hold“ – also kaufen und langfristig halten, egal wie stark die Kurse schwanken.

    Anfang Oktober 2025 notierte Bitcoin bei rund 126.000 Dollar. Wenige Monate später fiel der Kurs zeitweise auf etwa 63.500 Dollar. Eine Halbierung. Solche Schwankungen heißen Volatilität – also starke, schnelle Kursbewegungen.

    Strategy besitzt inzwischen über 700.000 Bitcoin – und hat selbst nach dem Absturz weiter zugekauft.

    Warum das so riskant – und so extrem – ist

    Das Unternehmen finanziert Teile der Käufe über Kapitalmarktinstrumente. Das erhöht den Hebel. Hebel bedeutet: Gewinne können sich verstärken – Verluste aber ebenfalls.

    Damit ist Strategy faktisch zu einer Art börsennotiertem Bitcoin-Vehikel geworden. Steigt Bitcoin stark, profitiert die Aktie überproportional. Fällt er dauerhaft, wird es gefährlich.

    Was heißt das für Sie?

    Hier prallen extreme Schwankungen auf extreme Überzeugung. Historisch wurden langfristige Halter oft belohnt – aber nur, weil sie massive Rückgänge ausgehalten haben.

    Die zentrale Frage lautet: Ist Bitcoin für Sie Spekulation – oder langfristiger Wertspeicher?

    Eines zeigt dieser Fall klar: An der Börse gewinnt nicht der mit den ruhigsten Nerven – sondern der, der seine Strategie auch im Sturm durchzieht.