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Geldvermögen steigt erstmals auf über 7 Billionen Euro!

Das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland ist im ersten Quartal 2021 um 192 Milliarden Euro auf 7.143 Milliarden Euro gewachsen. Es überschritt damit erstmals die Marke von 7 Billionen Euro. Neben einem Zukauf von Geldvermögenstiteln trugen insbesondere Bewertungsgewinne bei Aktien und Investmentfondsanteilen zum Anstieg des Geldvermögens bei, was Zahlen seitens der Bundesbank belegen, die aktuell veröffentlicht wurden.

Die Geldvermögensbildung der privaten Haushalte belief sich per saldo auf 129 Milliarden Euro und fiel damit spürbar höher aus als in den Vorquartalen. Dazu trug mit 27 Milliarden Euro ein kräftiger Aufbau von Ansprüchen gegenüber Versicherungen bei. In Bargeld und Sichteinlagen flossen 47 Milliarden Euro und damit weniger als im Vorquartal. Insgesamt lässt sich bei privaten Haushalten nach wie vor eine ausgeprägte Präferenz für liquide oder als risikoarm wahrgenommene Anlageformen feststellen. Gleichzeitig spricht das weiter zunehmende Engagement am Kapitalmarkt für ein gestiegenes Renditebewusstsein.

So kauften die privaten Haushalte für 25 Milliarden Euro Anteile an Investmentfonds – so viel wie nie zuvor. Außerdem kauften sie per saldo Aktien und sonstige Anteilsrechte im Wert von 3 Milliarden Euro. Dabei investierten sie vorrangig in inländische Unternehmen. Der Bestand an Schuldverschreibungen wurde hingegen per saldo um 3 Milliarden Euro reduziert. Der bewertungsbedingte Zuwachs des Geldvermögens von 63 Milliarden Euro ergab sich im ersten Quartal 2021 vor allem durch Kursgewinne bei Aktien und Investmentfondsanteilen.

Die Verschuldungsquote der privaten Haushalte steigt weiter an

Die Verschuldung der privaten Haushalte stieg transaktionsbedingt um 17 Milliarden Euro und damit schwächer als zuvor. Zum Ende des ersten Quartals lagen ihre Verbindlichkeiten bei 1 978 Milliarden Euro. Die Verschuldungsquote der privaten Haushalte betrug 59,5% und war damit so hoch wie zuletzt im Jahr 2010. Sie wird definiert als Summe der Verbindlichkeiten in Relation zum nominalen Bruttoinlandsprodukt (gleitende Vierquartalssumme).

Damit setzt sich der Aufwärtstrend weiter fort. In jüngster Zeit ist diese Entwicklung sowohl auf die steigende Verschuldung der privaten Haushalte als auch auf das auf Jahressicht weiter rückläufige nominale Bruttoinlandsprodukt zurückzuführen. Das Nettogeldvermögen der privaten Haushalte betrug zum Ende des ersten Quartals 5.165 Milliarden Euro.

Starke Außenfinanzierung lässt Verschuldungsquote der Unternehmen erneut deutlich steigen

Die Außenfinanzierung der nichtfinanziellen Unternehmen hat mit 90 Milliarden Euro ihren höchsten Wert seit 2018 erreicht. Maßgeblich für diese Entwicklung waren die sonstigen Verbindlichkeiten, die hauptsächlich aus Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung bestehen und um 54 Milliarden Euro erhöht wurden. Die Kreditaufnahme gewann nach zwei schwachen Quartalen ebenfalls wieder an Bedeutung und lag bei 20 Milliarden Euro. Aktien und Anteilsrechte wurden im Wert von 15 Milliarden Euro emittiert, etwas mehr als im Durchschnitt der vorherigen vier Quartale.

Aufgrund der dynamischen Außenfinanzierung sowie erheblicher Bewertungseffekte stiegen die Verbindlichkeiten der nichtfinanziellen Unternehmen deutlich. Zum Ende des ersten Quartals 2021 betrugen sie 7 734 Milliarden Euro. Die Verschuldungsquote der nichtfinanziellen Unternehmen lag bei 82,2%. Sie wird berechnet als Summe der Kredite, Schuldverschreibungen und Pensionsrückstellungen in Relation zum nominalen Bruttoinlandsprodukt (gleitende Vierquartalssumme). Nachdem sie im vierten Quartal 2020 nur um 0,3 Prozentpunkte zugelegt hatte, war der Anstieg im Berichtsquartal mit 0,9 Prozentpunkten wieder deutlich höher.

Das Geldvermögen der nichtfinanziellen Unternehmen wuchs unter Berücksichtigung sämtlicher Transaktionen und Bewertungseffekte im ersten Quartal 2021 um 262 Milliarden Euro und somit so stark wie zuletzt 2015. Dadurch erreichte es 5.565 Milliarden Euro. Die transaktionsbedingte Geldvermögensbildung leistet hierzu einen nicht unerheblichen Beitrag von 86 Milliarden Euro. Nach vier Quartalen kontinuierlicher Auflösung bauten die nichtfinanziellen Unternehmen Finanzderivate und Mitarbeiteraktienoptionen nun deutlich um 22 Milliarden Euro auf.

Bedeutend für die Geldvermögensbildung waren mit einem ähnlichen Beitrag auch die sonstigen Forderungen, worunter Handelskredite und Anzahlungen fallen. Die Forderungen aus Bargeld und Einlagen nahmen mit 20 Milliarden Euro ebenfalls wieder deutlich zu. Bewertungsgewinne konnten hingegen vor allem bei den Aktien und sonstigen Anteilsrechten beobachtet werden. Da die Verbindlichkeiten aber noch stärker stiegen als das Geldvermögen, nahm das Nettogeldvermögen per saldo deutlicher ab als in der Vorperiode und lag bei minus 2.169 Milliarden Euro.

Fazit: Investieren mit Sachwerten statt sparen mit Geldwerten!

Die Geldmengen und Geldvermögen steigen ebenso wie die Verschuldungsquoten der privaten Haushalte, wie auch der Unternehmen. Intelligent in Sachwerte investieren, statt einfach in Geldwerte zu sparen muss weiterhin die Maxime der Stunde sein! Ich zeige Ihnen dafür wirkungsvolle Mittel und praxisnahe Wege! Von zukunftsfähigen und kostengünstigen ETF-Sparplänen – die bereits ab 25 Euro investierbar sind – über intelligente Kapitalschutz-Konzepte, die ab 5.000 Euro darstellbar sind, bis hin zu professionellen Anlagekonzepten und Vermögensverwaltungen im Fürstentum Liechtenstein, die ab 300.000 Euro Mindestvolumen umsetzbar sind.

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Über den Autor
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Markus Miller

Markus Miller ist ein gefragter Experte, wenn es um das komplexe Thema internationale Vermögensstrukturierung und die globale Steuerung von Vermögenswerten geht.

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