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Devisenreserven: Muss Russland Gold verkaufen?

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Ob Russlands Präsidenten Wladimir Putin die Landesfinanzen schon seit geraumer Zeit auf den Kriegsfall vorbereitet, ist nicht bekannt. Ganz sicher aber zeigen die Daten der Zentralbank der Russischen Föderation, dass die Gold- und Devisenreserven des Landes seit geraumer Zeit zunehmen. Unter dem Begriff „Devisen“ werden auf fremde Währung lautende ausländische Zahlungsmittel verstanden.

Im eigentlichen Sinn beschränkt sich der Begriff auf in fremde Währung lautende Guthaben (bei ausländischen Kreditinstituten) sowie auf Schecks und Wechsel, die auf ausländische Währungen lauten und im Ausland zahlbar sind. Hier wird auch eine wichtige Frage sein, wie sich die massiven Sanktionen gegen die Banken in Russland auswirken.

Russland hat große Rücklagen aufgebaut

Beliefen sich die Devisenreserven Anfang 2018 auf fast 448 Milliarden US-Dollar, sind es aktuell rund 630 Milliarden US-Dollar – das entspricht einem Wachstum von 41 Prozent. Das würde reichen, um für ein Jahr alle Importe zu bezahlen, ohne dass Russland etwas exportieren müsste”, so Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer in einem von tageschau.de zitierten Artikel der Süddeutschen Zeitung.

Krämer ist nicht der einzige Experte, der skeptisch ist, ob Wirtschaftssanktionen kurzfristig ernsthafte Auswirkungen haben können. In diesem Zusammenhang sagte der Russland-Kenner Vasily Astrov dem Handelsblatt, dass Russland sei kaum auf Gelder aus dem Ausland angewiesen sei. Das Land habe eine extrem niedrige Staatsverschuldung und könne sich Geld von den eigenen Banken leihen. Eine weitere Frage ist in diesem Zusammenhang ebenso, was Russland mit seinen gigantischen Goldreserven macht. Müssen diese eventuell zur Finanzierung der Kriegsfolgen – zumindest in Teilen – verkauft werden?

Rohstoffe bergen hohe Risiken und bieten große Chancen!

Die Russland-Krise verstärkt den geopolitischen Kampf um Zugangswege zu strategischen Rohstoffen. Im Segment der Rohstoffe liegen für 2022 große Beschaffungsrisiken, die wiederum hohe Investitionschancen mit sich bringen. Gerade auch im Segment der Energierohstoffe.