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Devisen Signale: Alle Märkte sind auf Kauf gestimmt

Es ist schon erstaunlich, wie schnell die Medienwelt die allgemeine Stimmung an den Märkten drehen kann. War es gestern noch bewölkt, so scheint von einem Tag auf den anderen die Sonne.

Traue keiner Statistik

Statistiken und Wirtschaftsdaten sind ein wesentlicher Bestandteil für die Entwicklung unserer Finanzmärkte. Aktuelles Beispiel: Am letzten Freitag drehten die Finanzmärkte mit der Bekanntgabe des Arbeitsmarktberichtes der USA ins Plus – es wurden 225.000 Stellen neu geschaffen.

Es gilt aber zu überdenken, ob alle Daten und Statistiken auch immer die Realität widerspiegeln. Es ist auch vollkommen unerheblich, ob in einem Land wie in den USA, mit einer Einwohnerzahl von über 200 Mio. Menschen, 10.000 Stellen mehr oder weniger geschaffen werden. Dennoch wird es für die Märkte als richtungsweisend angesehen.

Wie unterscheiden sich die Handelsinstrumente?

Für einen Investor, der gerne in Aktien und längerfristigen Handelsinstrumenten investiert ist, wurden am letzten Freitag wieder die Ampeln auf Grün gestellt.

Plötzlich läuft die deutsche Wirtschaft unangefochten gut, Frankreich ist auch von der Intensivstation entlassen worden und von den restlichen Schmerzpatienten wie Italien, Griechenland, Spanien, Portugal etc. las man nichts mehr.

Der Devisenhandel läuft aber anders als der Aktienhandel. Es ist ein Tauschgeschäft. Steigt die eine Währung, dann fällt die andere. Daher stellt sich immer dann, wenn die Meldungen sowohl für Europa wie auch für die USA gut sind, die Frage, wie sich das Währungspaar EUR/USD verhalten wird.

Die USA hatten die Wahlen

Einen Vorteil haben die USA. Die große politische Führungsentscheidung ist bereits gefallen. Trump regiert und kämpft. In Europa stehen noch viele Wahlen in den maßgeblichen Ländern an. Die Ungewissheit bleibt damit im Euroraum bestehen, wohingegen der US-Dollar seinen Weg in dieser Zeit finden kann.

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Wir gehen nach wie vor von einem stärkeren Greenback im Jahresverlauf aus. Die Zinsen werden in den USA weiter angehoben werden und die EZB schließt nach wie vor eine Zinsanhebung aus. Es mag sein, dass kurzfristig wieder der EUR eine kleine technische Korrektur erfahren wird, aber mittelfristig wird der USD von uns favorisiert.

Der Vorteil des Daytradings

Als Analyst macht man sich in jedem Zeitfenster seine Gedanken und verfolgt die Geschehnisse dieser Welt. Im Tagesgeschäft ist es aber für uns nicht ganz so wichtig. Wir sind Händler und keine Investoren, daher ist das längerfristige Handelsbild nicht entscheidend für uns.

Genießen Sie einfach diesen Vorteil. Die Geschäfte sind kurzfristig und im Urlaub müssen Sie sich nicht mit Ihrem Portfolio beschäftigen. Am Abend sind wir meist „glatt“ und ansonsten ist die Position mit Limits abgesichert.

 

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Über den Autor
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Daniel Fehring

Daniel Fehring entdeckte schon in frühen Jahren seine große Leidenschaft für die Finanzwelt und hat das Traden als Börsenhändler von der Pieke auf gelernt.

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