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Diese 7 unbekannten Fakten zum britischen Pfund sollten Sie kennen

Trotz des drohenden Brexits, also den Austritt von Großbritannien aus der Europäischen Union (EU), gilt das britische Pfund immer noch als eine der  beständigsten Währungen der Welt.

Zudem wird das britische Pfund (Währungszeichen £, Währungscode GBP (Great Britain Pound)) von vielen Staaten nach wie vor als Währungsreserve gehalten und gilt daher neben dem US-$, dem Euro und dem japanischen Yen als eine der wichtigsten Währungen der Welt. Ein Grund mehr auf die Geschichte und 7 unbekannte Fakten zum britischen Pfund zu blicken.

Unbekannte Fakten zum britischen Pfund

Die offizielle Bezeichnung Pfund Sterling geht auf das 11. Jahrhundert zurück. Damals bezeichnet Sterling eine bestimmte Silberqualität und wurde damit auch als Namensgeber für die ersten Silbermünzen (Sterlingsilber) herangezogen, glauben Historiker.

1. Das britische Pfund ist die älteste Währung der Welt

Insgesamt ist das britische Pfund etwa 1200 Jahre alt und gilt damit als die älteste Währung der Welt, die noch immer im Zahlungsverkehr im Einsatz ist. Ein Pfund entsprach damals 240 Pennies.

2. Seit 1971 in 100 Pence eingeteilt

Seit dem Jahr 1971 ist ein Pfund durch das Dezimalsystem in 100 Pence eingeteilt. Heute sind Münzen im Wert von 5, 10, 20 und 50 Pence im Umlauf, ergänzend zu Münzen im Wert von 1 und 2 Pfund – ältere Münzen wurden dagegen eingezogen. Gleichzeitig hat die Bank of England Geldscheine mit einer Stückelung von 5, 10, 20 und 50 Pfund ausgegeben.

3. Nicht nur Notenbanken, auch Geschäftsbanken dürfen Geld drucken

Im Zusammenhang mit dem britischen Pfund gibt es einen Fakt, der weitgehend unbekannt ist. Während in Deutschland zum Beispiel nur die Bundesbank (Bundesdruckerei) das Geld drucken darf, gibt es in Großbritannien die Besonderheit, dass neben der britischen Zentralbank (Bank of England), auch die Geschäftsbanken in Schottland und Nordirland Geldscheine drucken dürfen.

4. Geldscheine der Bank of England nicht überall gesetzliches Zahlungsmittel

Vor allem für Geschäftsreisende und Touristen gut zu wissen: Die von der Bank of England gedruckten Banknoten sind nicht überall in Großbritannien gesetzliches Zahlungsmittel, sondern nur in England und in Wales. In anderen Regionen (Schottland) obliegt es dem Zahlungsempfänger, ob er die Banknoten annimmt.

5. Nur Geldscheine der Bank of England werden getauscht, keine Münzen

Auch Großbritannien-Urlauber, die nach Deutschland zurückkehren, sollten gewarnt sein. Die deutschen Banken tauschen in der Regel nur Banknoten um, die von der Bank of England stammen – Münzen werden allgemein nicht mehr umgetauscht.

6. Britisches Pfund ist nicht an andere Währung gebunden

Der 16. September 1992 ging als „schwarzer Mittwoch“ in die Geschichtsbücher ein. Der Hedgefonds-Manager George Soros hatte im großen Stil gegen das Pfund spekuliert und britische Pfund im Wert von etwa 10 Mrd. US-$ in andere europäische Währungen (D-Mark, französischen Franc) getauscht.

Daraufhin geriet das Pfund so stark unter Druck, dass sich im September 1992 die Bank of England als auch der damalige Premier John Major entschieden, das britische Pfund aus dem Europäischen Währungssystem (EWS) zu nehmen und frei „floaten“ zu lassen. Daher schwankt das britische Pfund heute je nach Lage am Devisenmarkt.

7. Britisches Pfund – keine SEPA-Überweisung möglich

Auch diese Tatsache gehört zu den eher unbekannten Fakten zum britischen Pfund: Da es sich beim britischen Pfund um eine Fremdwährung handelt, kann die preisgünstige SEPA-Überweisung nicht genutzt werden. Überweisungen in Pfund Sterling müssen daher über die klassische Auslandsüberweisung abgewickelt werden, wodurch unter Umständen Gebühren anfallen.

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Über den Autor
Alexander Mittermeier

Alexander Mittermeier kennt sich aus: Mit Aktien, High-Tech-Unternehmen und Geld- und Wirtschaftsthemen. Sein Wissen bringt er bei uns ein.

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