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Zweck und Aufgabe einer Terminbörse

Als Terminbörse bezeichnet man den Ort, an dem Terminmarktinstrumente, wie Futures und Optionen auf Waren sowie Finanzinstrumente von zugelassenen Personen nach den Richtlinien der Geschäftsordnung gehandelt werden.

Der Zweck einer Terminbörse ist die zeitliche und örtliche Konzentration des Handels mit standardisierten Rechten durch Bündelung von Angebot und Nachfrage. Des Weiteren sind Aufgaben einer Terminbörse die Steigerung der Marktliquidität als eine wichtige Bedingung für effizient arbeitende Märkte sowie der Schutz vor Manipulationen.

Auf ihrem Weg zur Erfüllung ihrer Aufgaben und Ziele wandeln sich Terminbörsen immer mehr zu vollelektronischen Börsen. Diese sind ausgestattet mit einem integrierten Clearing- und Settlement-System, wodurch sich nicht nur Synergie- und Kosteneinsparungseffekte, sondern auch höhere Transaktionsgeschwindigkeiten im Handel und bei der Abwicklung erzielen lassen.

Bestimmungen und Regelungen an Terminbörsen

Der Erfolg von Transaktionen mit Futures und anderen Derivaten an den internationalen Terminmärkten („Futures Markets“) ist untrennbar verknüpft mit Vertrauen der Marktteilnehmer in einen ordnungsgemäßen Handel.

Zur Sicherstellung geregelter Geschäftsabläufe und zur Stärkung des notwendigen Vertrauens erlassen die Terminbörsen im Rahmen der durch gesetzliche Bestimmungen (Börsengesetz) vorgegebenen Ordnung ein einheitliches Regelwerk mit Richtlinien, wonach der Zugang zu gewähren und der Handel mit Finanzmarktinstrumenten abzuwickeln ist.

Die Abrechnungsstelle der Terminbörse („Clearinghouse“) steht für eine genaue Einhaltung von Verträgen, sodass eine vorschriftsmäßige Abwicklung und Erfüllung von Termingeschäften unter Beachtung von Börsengesetz und Börsenordnung zu keiner Zeit in Frage steht.

Die Risiken, die in der Person des Marktpartners begründet sind, werden durch Regeln beim Terminhandel so weit wie möglich ausgeräumt. Terminbörsen handeln nie auf eigene Rechnung oder greifen eigenmächtig in die Preisbildung der von ihnen angebotenen und vor Ort gehandelten Derivate ein.

Terminbörsen finanzieren sich gleichzeitig aus mehreren verschiedenen Quellen: Zu einem großen Teil aus Clearing-Gebühren ihrer Mitglieder („Clearance fees“), dazu aus Zinseinnahmen unverzinslich gehaltenen Bareinlagen sowie aus dem Verkauf von Echtzeit-Kurs- und anderen Marktdaten.

Der Betrieb einer Terminbörse bedarf der staatlichen Zulassung und steht unter der Börsenaufsicht des jeweiligen Landes. Nach den Geschäftsregeln der verschiedenen Börsen ist der Personenkreis zur Betreibung von Handel auf dem Börsenparkett bzw. zur Nutzung der elektronischen Handelsplattform begrenzt auf registrierte und lizenzierte Börsenmitglieder.

Im Einzelnen gehören dazu Vertreter von Geschäftsbanken, Brokerfirmen und anderen Handelshäusern. Zum Teil zählen dazu auch private Händler, die in persönlicher, fachlicher, wirtschaftlicher und technischer Hinsicht die notwendigen Voraussetzungen erfüllen.

Allen übrigen Interessenten, die nicht über eine eigene Börsenzulassung verfügen, ist die direkte Nutzung der Börseneinrichtungen verwehrt. Sie sind zur Durchführung ihrer Termingeschäfte auf die Dienste eines der Börse angeschlossenen Clearing-Mitglieds (Banken, Broker und sonstige Finanzdienstleistungsunternehmungen) angewiesen. In diesem Zusammenhang spricht man von einem „Sitz an der Börse“, der nicht selten einen beachtlichen Vermögenswert darstellt.

Geschichte der Terminbörse

Die Anfänge der modernen Terminbörse reichen zurück bis in die Antike. Erste frühzeitliche Termingeschäfte tätigten Phönizier und Römer angesichts einer unsicheren Welt. Diese Termingeschäfte waren Seeversicherungen auf Schiffsladungen und auf andere wichtige Handelsgüter.

Zunehmende Unsicherheiten über die Zukunft, schwankende Marktpreise und ein stetig wachsender Welthandel, mit saisonalen Preiszyklen, mündeten in der Schaffung organisierter Zukunftsmärkte.

Strukturierter Handel an Terminbörsen

Die erste Terminbörse, die den geregelten Handel mit Terminkontrakten möglich machte, führte anfänglich den Namen „Dojima-Reismarkt“ und entstand Ende des 17. Jahrhunderts auf japanischem Boden.

Gehandelt wurde in erster Linie mit Terminprodukten auf Reis und Seide. Der einzige augenfällige Unterschied zu den gegenwärtig existierenden Terminbörsen für Warenterminkontrakte (Commodities) bestand darin, dass eine physische Lieferung nicht vorgesehen war.

Alle übrigen Strukturmerkmale von Termingeschäften einschließlich des Vorhandenseins einer Clearing-Stelle waren in der Frühzeit des Terminhandels entwickelt. Weitere historische Beispiele für erste Ansätze eines geregelten Terminhandels finden sich in der Tulpenzwiebel-Spekulation in Holland von 1634 bis 1638 sowie Mitte des 16. Jahrhunderts in London mit der Bildung der „Royal Exchange“ und der späteren „London Commodity Exchange“.

Nicht nur börsliche Termingeschäfte der alten Mode wurden vor Ort abgewickelt, auch florierte die Spekulation mit Anteilen an staatlichen Kolonial-Schifffahrtsunternehmungen, wie z.B. der im Überseehandel tätigen Britisch- Ostindische-Kompagnie.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts verhalf in den Vereinigten Staaten erst der schwungvolle Handel mit landwirtschaftlichen Produkten sowie das gewaltige Fortschreiten der industriellen Produktion im Mittleren Westen zur Gründung und später zu einem weiteren Ausbau von Warenterminbörsen („Commodity Exchanges“).

Ihr Zweck bestand vornehmlich darin, Schäden abzuwehren, die von unkalkulierbaren Preisschwingungen in den Agrarmärkten ausgingen. Ähnliche Entwicklungen ließen sich zu jener Zeit auch im Raum New York City beobachten, wo von 1870 an erste Futures-Kontrakte an den Terminbörsen „New York Produce Exchange“ und „New York Cotton Exchange“ notiert sowie gehandelt wurden.

Finanzterminkontrakte („Financial Futures“) sind zu dieser Zeit noch unbekannt. Erst als 1972 auf der Grundlage von sieben der wichtigsten Währungen der Welt Devisen-Futures am International Monetary Market (IMM) in Chicago das Licht der Welt erblickten, markierte dies den Wendepunkt zur Ära der Financial Futures.

Wie entstehen Kurse an der Terminbörse, und wodurch werden sie beeinflusst?

Das Ergebnis des aktuellen Handelsgeschehens beim Terminhandel ist direkt zugänglich. Es tritt in Erscheinung als öffentlich bekannt gegebene Preise: Den laufenden Futureskursen, an denen sich die Marktentwicklung ablesen lässt. Futureskurse lassen sich über die unterschiedlichsten Quellen einsehen.

Veröffentlicht und verbreitet werden sie – vorzugsweise in Echtzeit: in „Real-Time“-Kursen – als „Data Feed“ via elektronischer Kursinformationssysteme der Terminbörsen. Zur Verfügung gestellt werden sie anschließend von Nachrichtenagenturen und von spezialisierten Marktdatenlieferanten. Des Weiteren werden Kurse über Rundfunk und Fernsehen bekannt gegeben, und von der Wirtschaftspresse veröffentlicht. Zeitverzögerte Kurse sind – und das häufig kostenlos – auch über das Internet einzusehen.

Als Futureskurse (oder auch als Futures-Preise) bezeichnet man börslich ermittelte Referenzpreise von Futures zu einem Abschlusszeitpunkt – und damit sind sie das zahlenmäßige Abbild des aktuellen Handelsgeschehens.

Denn immer dann, wenn in einem bestimmten Terminmarkt zu einem bestimmten Zeitpunkt, bspw. im fortlaufenden Handel, ein börslicher Kontraktabschluss durch Zusammenführung von Angebot und Nachfrage zu Stande kommt, geht im Resultat eine beteiligte Partei zum festgestellten Kurs „long“ D. h. Kauf von Kontrakten) und die andere Partei zum selben Kurs „short“ (D. h. Verkauf von Kontrakten).

Unterschied zwischen Kurs und Kontraktwert von Futures

Auch wenn ein Futureskurs mit Geld gemessen wird, ist er nicht zu verwechseln mit dem Preis bzw. Wert im Sinne des Kontraktwertes eines Futures. Futureskurs und Wert von Futures (Kontraktwert) sind immer auseinander zu halten. Der Kontraktwert eines Futures ergibt sich aus dem festgelegten standardisierten Währungsbetrag multipliziert mit dem Futureskurs.

Besonderheiten bestehen immer dann, wenn der jeweilige Basiswert von Futures nicht in Geld ausgedrückten Marktpreisen, sondern in abstrakten Größen bewertet wird, wie dies beispielsweise von Aktienindex-Futures her bekannt ist. Die Maßzahlen für Aktienindizes und für die darauf gehandelten Aktienindex-Futures werden als Börsenkurse statt in Geld in Indexpunkten ausgedrückt.

Dementsprechend wird der in Indexpunkten gemessene Futures-“Kurs“ zuerst mit einem börsenseitig eindeutig festgelegten standardisierten Währungsbetrag gewichtet (Indexmultiplikator), beim Dow Jones-Future (Mini-sized) ist dieser festgelegt auf 5 USD pro Indexpunkt des Dow Jones-Index. Der Indexmultiplikator ist damit der Betrag pro Indexpunkt, der bei einer Positionierung als Gewinn oder Verlust pro Kontrakt bei Termingeschäften berechnet wird.

Ein Futureskurs im Dow Jones-Future von bspw. 12.500 Indexpunkten repräsentiert einen Gesamtwert des Futures von insgesamt 62.500 USD. Dieser Kontraktwert ergibt sich aus dem Indexstand des Futures von 12.500 Punkten und dem Indexmultiplikator von 5 USD. 12.500 x 5 USD = 62.500 USD

Die über einen börslichen Terminhandel zu Stande kommenden Futureskurse – zumindest in liquiden und effizienten Märkten – werden sich in bestmöglicher Weise auf dem fairen, tatsächlichen Wert des zugrunde liegenden Basiswertes einpendeln. Denn sämtliche Informationen über die aktuell bestehende bzw. zu erwartende wirtschaftliche Angebots- und Nachfragesituation fließen als Ergebnis weitgehend und schnell in die Kursbildung mit ein.

Die hierbei auftretende Transparenz des Preisgeschehens erleichtert über den damit verbundenen Neubewertungsvorgang die faire Bewertung von Terminkontrakten und folglich auch die Entscheidung, ob das Risiko einer Positionierung am Terminmarkt getragen bzw. abgegeben werden soll.

Tagegeschäfte an der Terminbörse

Wer an der Terminbörse agiert, will gewinnen. Beim Trading suchen Sie als Investor nach Unterschieden zwischen Kauf- und Verkaufspreis.

Ziel Ihrer Bemühungen ist es, nach Ihrer Markteinschätzung und der entsprechenden Positionierung einen finanziellen Vorteil zu erlangen. Der Erfolg Ihres Bestrebens aus dieser spekulativen Positionierung an den Terminmärkten beruht auf der Differenz zwischen Kaufkurs und Verkaufskurs.

Positionierung auf Future-Märkten

Gewinnbringende Geschäfte an den Terminmärkten sind zurückzuführen auf frühzeitiges Erkennen und Ausnutzen von Gewinnchancen, die sich aufgrund von Fehleinschätzungen des Marktes ergeben. Solche Fehleinschätzungen lassen sich in der Regel herleiten von Marktunvollkommenheiten, den dadurch bedingten Unsicherheiten sowie dem ungleich verteilten Wissen und Können unter den Käufern und Verkäufern.

Korrigiert der Markt nach Ihrer spekulativen Positionierung wie erwartet eine Fehleinschätzung, resultieren daraus unmittelbar Gewinne. Erweist sich Ihre Prognose als falsch, drohen Verluste. Gewinne oder Verluste sind das Ergebnis Ihrer Einschätzung und Positionierung sowie der daraufhin folgenden Kursentwicklung an den Märkten.

Das richtige Timing ist entscheidend

Es reicht nicht, nur die Kursrichtung und das mögliche Ausmaß der Kursänderung zutreffend zu prognostizieren. Auch ist der Zeitraum, innerhalb dessen die erhoffte Kursbewegung eintreffen soll, vorherzusehen. Dazu ist neben Erfahrung, Selbstdisziplin, Wissen sowie einer raschen Auffassungsgabe ein geschicktes und akkurates „Timing“ unerlässlich.

Trader an den Terminmärkten erfüllen eine wichtige volkswirtschaftliche Funktion. Erst die ständige Bereitschaft dieser ungleich großen Gruppe von Marktteilnehmern, betriebliche Risiken von Produzenten und von deren Abnehmern (Hedger) zu übernehmen, gewährleistet liquide und effiziente Märkte zum Nutzen aller. Zudem wird Tradern oft eine preisstabilisierende und dämpfende Funktion zugeschrieben, die bei überraschend eintreffenden Nachrichten ersichtlich wird.

Das treibende Motiv des Traders besteht darin, mit geringem Kapitaleinsatz kurzfristige Kursentwicklungen am Terminmarkt auszunutzen. Der Zeithorizont eines Traders kann extrem kurzfristig sein, angefangen von wenigen Sekunden („Scalping“), einigen Minuten bis Stunden („Daytrading“), aber auch längere Zeiträume abdecken, die sich über mehrere Tage, Wochen oder seltener über Monate erstrecken („Positiontrading“).

Voraussetzungen für erfolgreiche Termingeschäfte

Erfolgreiches Handeln an den Börsen setzt ein großes Maß an Selbstdisziplin, eine rasche Auffassungsgabe sowie ein sicheres Urteilsvermögen voraus. Sind diese Voraussetzungen gegeben, lassen sich hiernach zwei Wege beschreiten.

Ein erster Weg besteht darin, einfallsreiche Handlungen erfolgreicher Trader zu übernehmen. Obwohl einem solchen Vorgehen enge Grenzen gesetzt sind, kann sich ein Lernen aus vielfältigem Erfahrungswissen anderer in der Praxis bewähren. Ein zweiter Weg an den Börsen nachhaltig erfolgreich zu sein, ist – wie bei jedem wirtschaftlichen Handeln – findig zu sein und sich Fach- bzw. Detailkenntnisse verschiedenster Art anzueignen.

Darunter fallen ein finanz- und börsentechnisches Wissen einschließlich der Kenntnis der verschiedenen Börsenplätze mit ihren Handelsobjekten, dazu Feinheiten bei der Ordererteilung, Grundlagen der „Technischen Analyse“, das Beherrschen börsenpsychologischer Aspekte, aber auch Ihre persönliche Risikoneigung.

Hilfreich sind grundlegende wirtschaftspolitische Einsichten, damit Sie in der Lage sind, sich mit der Flut täglicher Börsennachrichten auseinander zu setzen und wichtige von unwichtigen Informationen zu trennen. Mit diesem Fundament lassen sich gut fundierte Kursprognosen und Anlageentscheidungen herleiten.

Auch wenn Sie das Genannte beherrschen, sind das Ausarbeiten einer vernünftig geplanten Anlagestrategie und deren entschlossene Umsetzung für Sie unverzichtbar.

Vorwissen und Vorerfahrungen: Ein betriebswirtschaftliches Studium oder eine Ausbildung bei einem Bankinstitut ist nicht notwendig. Die Vorgehens- und Sichtweisen von Tradern widersprechen häufig erlernten Mustern. Vernünftige Anlageentscheidungen setzen voraus, dass Sie sich über Ihre Anlageziele im Klaren sind. Dazu zählen Ihr Anlagehorizont, Ihr Kapitaleinsatz und Ihre Einstellung gegenüber dem „Risiko“.

Wenn Sie Daytrading betreiben wollen, sollten Sie Vorerfahrungen mit dem Handeln von Aktien haben. Sie sollten persönliche Erfahrungen mit Ihren Emotionen gemacht haben, die den Aktienhandel begleiten. Je mehr emotionale Erfahrungen Sie gemacht haben, desto besser sind Sie vorbereitet auf die Begleitumstände, die beim Trading verstärkt auftreten können.

Das Risiko bei einer Geldanlageentscheidung ist auf Unwissenheit über künftige Marktentwicklungen zurückzuführen. Der Unsicherheit über künftige Kursentwicklungen sollten Sie grundsätzlich durch planvolles Vorgehen begegnen, indem Sie sich börsentechnisches Spezialwissen aneignen.

Bevor der erste Trade durchgeführt wird, ist es Ihre Pflicht, sich als Daytrader Grundkenntnisse anzueignen, Strategien auszuarbeiten und einen professionellen Tradingplan zu entwickeln, der folgende Voraussetzungen beinhalten sollte: Geduld, Konzentration und Disziplin.

Geduld: Geduld ist eine individuelle Fähigkeit, ohne die ein Daytrader nicht auskommt. Nur geduldiges Warten auf die richtige Situation, in der die Chance auf Gewinne größer ist als die Gefahr des Verlustes, führt zu einem guten Timing der Handelsentscheidungen.

Ungeduldige Trader neigen zum Übertraden (Overtrading), handeln häufiger, als es sinnvoll ist. Aus dieser Hyperaktivität werden schlechte Entscheidungen getroffen. Der einzige Schutz ist das geduldige Warten auf die richtige Situation. Die guten Situationen werden kommen. Sie kommen jeden Tag und wenn Sie diese Erfahrung gemacht haben, können Sie Ihre Geduld verbessern.

Konzentration: Geduldiges Warten auf die richtige Handelssituation während des Börsentages bedeutet für Sie nicht entspanntes Abschalten. Das Warten geschieht im Zustand der höchsten Aufmerksamkeit. Die Spannung und Konzentration über mehrere Stunden halten zu können, um im richtigen Moment blitzschnell zu reagieren, ist eine unverzichtbare Fähigkeit.

Aus diesem Grund ist ein aktives Zeitmanagement wichtig. Können oder möchten Sie die volle Konzentration nicht über sechs bis acht Stunden halten, macht es mehr Sinn, in den hochaktiven Handelsphasen, nach Börseneröffnung und vor Börsenschluss zu handeln und in der Zeit dazwischen zu pausieren. Auf diese Weise können Sie verlustbringende Konzentrationsfehler vermeiden.

Mit einer Reihe von Maßnahmen können Sie die Konzentrationsfähigkeit fördern. Wichtig ist es, während Ihrer Handelsaktivitäten ablenkende Einflüsse auszuschalten. Eine ausgeglichene geistig-körperlich-seelische Verfassung ist fördernd. Körperliche Fitness, gute Ernährung und ein intaktes Sozialleben können dazu beitragen, diese Verfassung zu erlangen.

Disziplin: Ein unerlässlicher Bestandteil für erfolgreiches Daytrading ist die individuelle Fähigkeit zu diszipliniertem Verhalten. Nur wenn Sie einen Tradingplan erstellen, die täglich notwendigen Vor- und Nacharbeiten verrichten und sich diszipliniert an Ihren Plan halten, haben Sie mittel- und langfristig Aussicht auf kontinuierlichen Erfolg.

Neue Trader scheitern oft, diszipliniert ihre Risiken mit der Realisierung von Verlustbegrenzungsstopps zu kontrollieren. Es ist wichtig, einen Verlust so klein wie möglich zu halten. Aus diesem Grund wissen professionelle Händler bei Beginn einer Handelsentscheidung, um wie viel sich eine Position gegen ihre Richtung entwickeln darf, bis sie den Verlust realisieren und kein weiteres Risiko mehr eingehen. Sie brauchen immer ein Ausstiegsszenario in Ihrem Tradingplan und in Ihrem Kopf.

Diszipliniertes Verhalten ist mit das schwierigste für Daytrader. So ist z.B. das Realisieren eines Verlustes das Eingeständnis einer Niederlage. Es gibt Menschen, denen solch ein Eingeständnis Schwierigkeiten bereitet. Ihr Ego ist zu stark und duldet keine persönlichen Fehler.

Fehler (sprich Verluste) zu machen ist das tägliche Brot des Traders. Diese Erfahrungen gehören unmittelbar zum erfolgreichen Daytrading dazu. Ein entscheidender Fehler bestünde darin, Ihren Tradingplan zu ignorieren und sich nicht an Ihre eigenen Strategien zur Risikokontrolle zu halten.

Finanzielle Voraussetzungen

Ihr Startkapital muss Risikokapital sein, um ein planvolles Agieren an den Terminbörsen zu ermöglichen. Gelegentlich bieten Broker eine Kontoeröffnung für 1.000 € an, was abwegig ist. Diese Summe erlaubt kein angemessenes Risiko- und Money- Management. Das Augenmerk professioneller Händler liegt weniger auf der Entwicklung des Marktes als auf der Bewertung und Steuerung der eingegangenen Risiken.

Mit geeigneten Risiko- und Money-Management-Regeln soll das vorhandene Kapital nicht nur erhalten, sondern vermehrt werden. Mit einem zu kleinen Konto sind die kleinsten Schwankungen gegen Ihre Position gefährlich und werfen Sie aus dem Markt. Wenn Sie den Grundstein für einen erfolgreichen Einstieg legen wollen, sollte Ihr Startkapital bei mindestens 10.000 € liegen.

Hiermit können Sie ein flexibleres Risiko- und Money-Management betreiben, ohne dass gleich Ihr Verlustbegrenzungsstopp ausgelöst wird. Auch überstehen Sie mögliche Verlustperioden besser und bleiben „im Geschäft“.

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Über den Autor Kay Menzer

Kay Menzer ist bereits seit 1996 aktiver Aktieninvestor. In den Eurex und US-Futurehandel stieg er im Jahr 2003 ein.

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