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Das Underlying beim CFD und seine Bedeutung

Wer das erste Mal sich an den Handel per CFD oder anderen Derivaten heranwagt, wird schnell mit einer Reihe von Fremdwörtern konfrontiert, die nicht jedem Anfänger sofort klar sind. Ein bei Derivaten dabei sehr häufig auftretender Ausdruck ist der des Underlying.

Underlying: Was ist das?

Beim Underlying eines CFD handelt es sich, einfach übersetzt, um den Basiswert des CFDs. Jeder CFD folgt in seinem Kurs sklavisch dem Kurs eines Basiswerts. Dieser Basiswert heißt in der Fachsprache Underlying. Doch hier hört in den meisten Fällen das Wissen der meisten Anleger auch schon auf. Dabei kommt dem Underlying beim Handel mit CFDs eine große Bedeutung zu.

Kein CFD-Handel ohne vollständige Beherrschung des Underlying

Wenn Sie beim CFD-Handel erfolgreich sein wollen, müssen Sie zunächst lernen, das Underlying Ihres CFDs zu beherrschen. Dies bedeutet nicht nur, einfach ein paar Widerstandslinien in den Preischart des Underlying einzuzeichnen, sondern den Wert wirklich kennen zu lernen und dabei auch alle seine Eigenheiten und Verhaltensweisen in bestimmten Situationen. Dies mag auf den ersten Blick übertrieben klingen, doch stecken hinter jedem Underlying durchaus menschliche Faktoren.

Betrachten wir hierzu ein Beispiel:

Wir haben einerseits einen hochriskanten Biotechwert als Underlying eines CFD und einmal einen großen, am Markt etablierten Lebensmittelproduzenten. Bereits auf den ersten Blick dürfte damit klar sein, dass beide Underlyings völlig verschiedene Arten von Anlegern anziehen.

Der Biotechwert etwa dürfte eine deutlich höhere Attraktivität auf risikofreudigere Anleger und „Zocker“ haben, als das erwähnte Lebensmittelunternehmen. Folglich werden sich auch die Anleger in bestimmten Situationen bei beiden Unternehmen völlig anders verhalten.

Gibt es eine Marktschwäche und der „Zockerwert“ sinkt im Kurs, dürfte hier viel schneller auf den Verkaufsknopf gedrückt werden, was zu einem schnelleren Sinken des Underlying und somit des zugehörigen CFDs führt.

Anders hingegen unser Lebensmittelproduzent. Gehen wir hier davon aus, dass viele langfristige Anleger aufgrund der stetigen, jedoch deutlich weniger explosiven Entwicklung (verglichen mit dem Biotechwert) investiert sind, ist die Chance, dass größere Bestände panische abgestoßen werden, weitaus geringer. Im Falle der angenommenen Marktschwäche dürfte es also auch hier Kursverluste geben, diese jedoch weitaus geringer ausfallen.

Dies führt (als ein Beispiel von vielen) zu einem völlig unterschiedlichen Charakter des jeweiligen Underlying, der natürlich beim CFD-Handel berücksichtigt werden muss. Professionelle Trader gehen deswegen nicht selten sogar soweit, dass sie sich nur auf eine handvoll Werte beschränken, deren Kursverhalten sie extrem genau studieren bis ins letzte Detail.

Wählen Sie für den CFD-Handel ein Underlying, das zu Ihnen passt

Und damit wären wir auch schon bei einem entscheidenden Punkt. CFDs haben bekanntlich durch die geringe erforderliche Hinterlegungsleistung einen relativ hohen Hebel. Bewegungen im Underlying, die für Sie daher vielleicht im ungehebelten Aktienbereich durchaus tolerierbar sind, können sich so schnell zu einem nervenauftreibenden Horrortrip entwickeln, wenn am Ende das Resultat aus Bewegung und Hebel über Ihrer persönlichen Wohlfühlgrenze als Anleger liegt.

Es ist daher unerlässlich, bei einem CFD stets das gesamte Bild zu betrachten und sich zu überlegen, wie extrem die Ausschläge des Underlying (vervielfacht durch die Hebelwirkung) unter dem Strich tatsächlich sein können und welche Auswirkungen dies auf Ihre Margin haben wird.

Wenn Sie dies jedoch berücksichtigen, steht Ihrem Erfolg beim CFD-Handel nicht viel entgegen. Dies sollte also niemanden vom Handel mit CFDs abschrecken.

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