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TRIN (Arms-Index): Die Börsenpsychologie dominiert die Kurse

In der letzten Woche hat die Börse wieder einmal bewiesen, wie sehr Psychologie die Märkte bestimmt. Die Euro-Krise hat über viele Monate negativ auf die Marktteilnehmer eingewirkt, so dass kaum noch Reaktionen auf schlechte Nachrichten zum Euro möglich waren. Man kann es wohl als Abstumpfen bezeichnen.

 

Nur ein saisonales Muster?

Ich glaube an die Wirkung sich wiederholender Börsenmuster. Saisonal ist der August und der September schwach. Da passt es doch zusammen, dass mit dem Syrienkonflikt nun ein neuer Grund existiert, auf den „Verkaufsknopf“ zu drücken. Die Syrienkrise überschattet jetzt das Börsengeschehen. Man darf durchaus darüber diskutieren, ob nur die zunehmende Angst vor einer Eskalation des Konfliktes die Weltbörsen kurzfristig in die Knie zwingt. Oder ob die saisonalen Umstände die Ängste multiplizieren. Unsicherheit war schon immer das Gift der Börse gewesen.

 

So war es damals beim Irakkrieg

Der Syrienkonflikt hat eine bedeutend kleinere Dimension als der damalige Irakkrieg. Können Sie sich noch an den Aktienverlauf während des Irakkrieges erinnern? Noch vor dem Start fielen die Kurse ins Bodenlose. Als dann tatsächlich der Angriff erfolgte, hatten die Börsianer die Gewissheit, und kauften die zuvor abgestoßenen Aktien wieder auf. Das klingt etwas irrational, aber das ist Börse.

 

Das Volumen zeigt die Stimmung der Börsianer

Umso interessanter ist es, die psychologische Seite des Marktes unter die Lupe zu nehmen. Ein sehr guter Indikator ist der TRIN (Arms-Index). Er verknüpft das Volumen mit dem Handelskurs und zeigt die extremen Stimmungsschwankungen der Marktteilnehmer. In den meisten Fällen lohnt es sich nach einem Extrem des TRIN eine Gegenposition einzunehmen.

 

Formel zur Berechnung des TRIN

Tipp: Den TRIN für die US-Börsen brauchen Sie nicht selbst zu berechnen. Googlen Sie nach dem Symbol . Sie werden einige Chart-Anbieter finden, die den TRIN für Sie bereits aufbereitet haben. Der TRIN wird übrigens auch von der NYSE berechnet.

Abbildung: Visualisierung des TRIN (Arms Index)

Der geglättete TRIN (5) als Indikator zum S&P. Die Angstspitzen sind grau markiert.

 

Analyse des S&P

Bei der Betrachtung des TRIN ist zu berücksichtigen, dass er umgekehrter Weise zum Chart verläuft. Das bedeutet, ein fallender TRIN ist bullish zu bewerten, bzw. ein steigender TRIN bearish. Zur optischen Vereinfachung des Indikators sind deshalb die bullishen Phasen grünlich und bearishen Phasen rötlich gekennzeichnet worden.

Der aktuelle Stand des TRIN (5) liegt bei 1,43. Der Grenzwert bei dem eine Marktumkehr zu erwarten ist, liegt zwischen 1,5 und 1,6 (siehe gestrichelte waagerechte Linie). Wir müssen damit rechnen, dass der US-Markt eine schnelle Gegenreaktion starten könnte.

In der jüngsten Vergangenheit gab es im Februar und im April ähnlich hohe Werte. Wie im Chart zu erkennen ist, entstanden aus den TRIN-Extremen gute Einstiegspunkte für Long-Positionen.

Zum Ausstieg hätte sich ein einfacher Gleitender Durchschnitt (MA20) geeignet. Sobald der Schlusskurs des S&P den MA20 von oben nach unten kreuzt, hätte man sichere Gewinne mitnehmen können.

Das ist das Prinzip des VolumenTrend-Traders: Einfaches Trading auf hohem Niveau.

 

Fazit:

Auch wenn der Chart einen nahen Einstiegspunkt für eine Long-Position suggeriert, darf man die Wirkung der saisonal schwachen Jahresphase nicht unterschätzen. Sollte in den nächsten Tagen der geglättete TRIN (5) über den Wert 1,5 steigen, dann ergibt sich die Long-Chance nur für wenige Tage. Solange der Syrienkonflikt die Ängste schürt, darf man die Panik unter den Börsianer nicht unterschätzen. Wer also einen schnellen Gewinn-Trade wagen möchte, der sollte mit kleinen Einsätzen arbeiten.

 

Viel Erfolg und herzliche Grüße,

Ihr Christian Lukas

Chefanalyst VolumenTrend-Trader

 

P.S.

Das Handelsvolumen entspricht nicht nur der gehandelten Aktienstückzahl. In Verbindung mit dem Handelskurs und der Bewegung des Kurses können Sie die Stimmung an der Börse ableiten. Das ist übrigens auch der Grund, warum es nach extremen Volumenspitzen oft zu einer Umkehrbewegung kommt. Auf diesen technischen „Naturgesetzen“ baut der Börsendienst „VolumenTrend-Trader“ seine Handelssysteme auf. Wenn auch Sie ab sofort von diesen „Naturgesetzen“ profitieren wollen, dann KLICKEN Sie hier.

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