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Gebühren bald in jeder Bank

In den letzten Tagen habe ich Ihnen über die steigenden Bankgebühren in Deutschland geschrieben – und warum diese ein Frontalangriff auf Ihr Privatvermögen sind.

Außerdem habe ich Ihnen gezeigt, warum die Banken plötzlich Gebühren für Leistungen verlangen, die lange Zeit umsonst waren.

Heute werde ich Ihnen zeigen, wohin die Reise noch geht. Und worauf Sie als deutscher Sparer sich in Zukunft einstellen müssen.

Werden Bankgebühren wieder wegfallen, wenn die EZB die Zinsen anhebt?

Wie ich Ihnen gestern gezeigt habe, schieben die Banken der EZB den schwarzen Peter zu. Da die Banken inzwischen selber Negativzinsen kassieren, geben sie diese Kosten in Form von Gebühren an die Kunden weiter.

Vielleicht fragen Sie sich dabei, ob die Gebühren wieder abgeschafft werden, wenn die EZB die Zinsen wieder erhöhen sollte…

Keine Chance!

Wenn Gebühren, Steuern und Abgaben erst einmal eingeführt werden, dann werden Sie diese so schnell nicht mehr los.

Denken Sie an die deutsche Sektsteuer

Die Sektsteuer wurde 1902 vom Reichstag zur Finanzierung der kaiserlichen Kriegsflotte eingeführt. Heute haben wir keinen Kaiser mehr, keinen Reichstag und keine Kriegsflotte. Doch die Sektsteuer zahlen Sie immer noch.

Von 1933 bis 1939 wurde die Sektsteuer kurzfristig auf Null gesenkt. Aber abgeschafft wurde sie nie. Sie zahlen also mit jeder Flasche Sekt eine 100-jahre alte Steuer, deren Berechtigungsgrund längst nicht mehr existiert.

Ich garantiere Ihnen: Genau so wird es mit den Bankgebühren aussehen! Diese Kosten werden Sie so schnell nicht mehr los. Denn der Geldhunger der Banken wird nur noch weiter wachsen.

Basel III Reformpaket wird Banken zu höherer Eigenkapitalquote zwingen

Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht überarbeitet aktuell das Basel III Reformpaket. Dieses Reformpaket soll den globalen Bankensektor gehörig umkrempeln. Die Banken sollen dazu gezwungen werden, ihre Eigenkapitalquote zu erhöhen.

Denn zahlreiche Banken sind  nicht „flüssig“. Sie halten zu wenig Eigenkapital, geben zu viele Risikokredite aus und gefährden damit die Stabilität des globalen Finanzsystems.

Hier soll das Basel III Reformpaket ansetzen. Dies könnte europäische Banken schon bald dazu zwingen, ihr Eigenkapital drastisch zu erhöhen. Mit anderen Worten: Die Banken werden viel Geld brauchen.

Da die Hemmschwelle zu Bank- und Automatengebühren bereits durchbrochen ist, werden andere Banken nachziehen und die Gebühren schrittweise ausweiten und erhöhen.

Andreas Dombret, Vorstand der Bundesbank, kündigte bereits ein „Ende der Umsonstkultur“ an. Und Thomas Beutler von der Verbraucherschutzzentrale verriet in einem Interview mit dem Handelsblatt, dass zunehmende Gebühren „sehr realistisch“ wären.

Banken werden sich zunehmend an Ihrem Privatvermögen bedienen

Meine Prognose: Der Damm ist gebrochen. Die Banken haben Blut gewittert und werden diese neue Einnahmequelle ausnutzen. Rechnen Sie damit, dass mehr Banken nachziehen werden und dass die Bank- und Automatengebühren weiter steigen werden.

Wie hoch könnten die Gebühren aussehen?

Die Verbraucherschutzzentrale berichtet von einem Fall, in dem Sie als Kunde jetzt schon 9,90 € pro Abhebung bezahlen müssen. Es handelt sich dabei um einen Automaten eines „freien Anbieters“.

Wenn die Banken das Automatennetz weiter abbauen – und danach sieht es aus – können Sie sich darauf einstellen, dass mehr und mehr dieser freien Anbieter in den Markt drängen werden.

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