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Bilanzen lesen: Die Eigenkapitalquote

Eigenkapitalquote
Unternehmen mit hoher Eigenkapitalquote sind in der Regel solider und weniger krisenanfällig, jedoch hat dies ebenso Nachteile. © Adobe Stock - SBH

Ein Unternehmen hat Besitz. Angefangen von Immobilien, Werkhallen, Grundstücken vielleicht, Vorräte, Cash-Bestände, Firmenwagen, Forderungen gegenüber anderen Unternehmen, Laptops, was weiß ich. Wenn man das alles addiert, dann wird die Summe als „Aktiva” des Unternehmens bezeichnet.

Was sagt die Eigenkapitalquote aus?

Von nichts kommt nichts und diese Aktiva müssen irgendwie finanziert sein. Im Wesentlichen gibt es diese Quellen: Mit dem Geld der Aktionäre, durch Gewinne aus den Vorjahren, durch Schulden (bei Banken oder Lieferanten oder am Kapitalmarkt). Letzteres – die Schulden – sind das Fremdkapital. Die anderen Quellen (Geld der Aktionäre, Gewinnrücklagen) werden Eigenkapital genannt. Und die Eigenkapitalquote sagt nun aus, wie viel Prozent der Aktiva durch Eigenkapital gedeckt bzw. finanziert sind.

Eine Eigenkapitalquote von 100 % würde besagen, dass die kompletten Aktiva durch Geld der Aktionäre und Gewinnrücklagen finanziert sind. Keinerlei Schulden. Eine Eigenkapitalquote von 0 % würde besagen, dass überhaupt kein Geld der Aktionäre mehr vorhanden ist, auch keinerlei Gewinnrücklagen. Alles ist mit Schulden finanziert.

 

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Über den Autor
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Michael Vaupel

Michael Vaupel ist Rohstoff- und Derivate-Experte. Der 40-jährige hat an der Rheinischen Friedrich-Wilhelm-Universität Bonn Volkswirtschaftslehre studiert.

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