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Die zwei wichtigsten Trading-Regeln für Investitionen

von Porter Stansberry, Geldanlage-Strategie

Was ich Ihnen im heutigen Beitrag zeigen werde, sind die meines Erachtens zwei wichtigsten Regeln bei der Geldanlage in Aktien bzw. Wertpapieren.

Wenn Sie diesem Grundsatz folgen, wie ich es bei meiner eigenen Geldanlage tue, werden Sie sich nie wieder über größere Verluste in einer einzelnen Position sorgen müssen. Sie werden immer wissen, wann Sie verkaufen sollten. Und Sie werden wissen, wie viel Geld Sie bei der ersten Investition anlegen sollten.

Viele Jahre lang habe ich immer wieder betont, dass 90 % meiner Gewinne aus dieser “Money Management”-Strategie resultieren. Die meisten Menschen denken, dass ich ein “Stock-Picker” bin, also dass meine guten Ergebnisse aus meinen fundamentalen Analysen resultieren

Die Marktstimmung einschätzen

Ein breites Wissen über eine Gruppe von Aktien oder eine Branche hilft Ihnen sicherlich, die richtigen Aktien dieser Gruppe zu finden; aber das wird im Laufe der Zeit nur ungefähr 10 % zu Ihren Gewinnen beitragen. Die meisten Gewinne in Aktien werden gemacht, in dem Sie die Schwingungen der Marktstimmung erkennen und ausnutzen.

Ich habe herausgefunden, dass diese Trends nicht eindeutig vorauszusagen sind. Durch die Anwendung einer einfachen, aber zuverlässigen Strategie (die ich unten zeige), habe ich herausgefunden, dass ich im Stande bin, von den Aufschwüngen des Marktes zu profitieren, während ich die Rückschlagrisiken strikt begrenze.

Diese Strategie beinhaltet zwei Punkte, die ich bei Aktien, Anleihen oder Währungen verfolge.

Geldanlage-Regel 1: Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen

Der erste und wichtigste Grundsatz der Spekulation ist: Gewinne laufen lassen und Verluste begrenzen. Und auch wenn der Grundsatz allgemein bekannt ist, nutzt ihn tatsächlich fast keiner. Er scheint emotional nicht zu bewältigen zu sein…

Wenn Sie im Gewinn liegen, sagt Ihr Bauchgefühl “mitnehmen”. Wenn Sie stark im Verlust liegen, sagt Ihr Gefühl, “halte aus – es sind keine Verluste, solange sie nicht realisiert sind.”

Tun Sie das nicht. Verkaufen Sie stattdessen früh und häufig Ihre Verlierer-Aktien. Erinnern Sie sich daran, dass Sie Kapital brauchen, um mehr Geld zu machen. Nichts blockiert Sie mehr als ein großer Verlust. Akzeptieren Sie viele kleine Verluste und keine großen, und Sie werden als reicher Mensch sterben. Sie können hier genau lesen, wie man Verluste mit “Trailing Stopps” begrenzt.

Geldanlage-Regel 2: Wieviel Sie bei einer einzelnen Investition anlegen sollten

Der zweite Grundsatz, der für jede Investition gilt, handelt von Money Management.

Es ist egal, mit was Sie traden, oder in was Sie investieren. Sie sollten nicht zu viel Geld auf eine Karte setzen. In der Regel lege ich nie mehr als 5 % meines gesamten Portfolios in eine einzelne Investitionsidee an.

Der einzige Zweck von Trailing Stopps ist der, zu verhindern, dass ein katastrophaler Verlust entsteht. Ein katastrophaler Verlust entsteht, wenn eine einzige Position in Ihrem Wertpapierbestand so weit im Verlust liegt, dass die anderen Gewinne pulverisiert werden und/oder Ihr Lebensunterhalt gefährdet wird.

Der Unterschied zwischen Amateur und Profi-Anleger

Einer der größten Unterschiede zwischen Berufs-Kapitalanlegern und Amateur-Kapitalanlegern ist die Größe ihrer Positionen in Bezug auf ihren Gesamtwertpapierbestand. Profis betrachten eine Positionsgröße, die 2 – 3 % des Gesamtbestandes einnimmt als riesig. 5 % in einer einzelnen Position zu haben, wird von den meisten Fachleuten als “selbstmörderisch” bezeichnet.

Wenn ich Kapitalanlegern auf Konferenzen rate, sie sollten nie mehr als 4 % ihres Wertpapierbestandes in eine Aktie investieren, gucken mich die Leute an, als ob ich einen Scherz machen würde.

Ich würde wetten, dass 99 von 100 einzelnen Kapitalanlegern nicht einmal genau wissen, wie viel Geld 4 % ihres Wertpapierbestandes ausmachen. Stattdessen messen fast alle einzelnen Kapitalanleger ihre Positionsgrößen in der Menge der Aktien, meist sind es runde Zahlen, d. h. “ich besitze 50 Aktien.”

Denken Sie wie ein Profi – berechnen Sie Ihre Positionen als ein Prozentsatz Ihres Wertpapierbestandes, nicht als die Anzahl der Aktien. Und behalten Sie die Stopps aller Ihrer Positionen im Kopf – zu jeder Zeit.

Das bedeutet nicht, dass Sie die Aktienkurse jeden Tag überprüfen müssen.

Folgen Sie diesem Zweipunkte-Grundsatz – indem Sie Ihre Verluste begrenzen und Ihre einzelne Positionsgröße auf höchstens 4 % Ihres gesamten Wertpapierbestandes minimieren – und ich verspreche Ihnen, Sie werden sofort bessere Investitionsergebnisse sehen.

Good Investing

Porter Stansberry

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Über den Autor Investor Verlag

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