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DAX Analyse: Zwischenerholung läuft an

Zu Wochenbeginn stehen die Zeichen an den Börsen ganz klar auf Erholung. Bereits am Freitag gab es eine Stabilisierung auf mittelfristig wichtigen Unterstützungen. Der vergangene Donnerstag war noch ein Paniktag, an dem ohne Rücksicht auf Verluste verkauft und geshortet wurde, was das Zeug hält.

Für gewöhnlich sind dies die besten Voraussetzungen für eine größere Kurserholung – wenn die Politik (Koreakrise) mitspielt. Diese bleibt das große Fragezeichen.

Zwischenerholung ausgehend von der 200-Tage-Linie

Nach 1000 Punkten Kursverlust in nur zwei Monaten setzte der DAX am Freitag auf seiner trendführenden 200-Tage-Linie auf und stieß sich von dort einigermaßen deutlich nach oben ab. Diese Gegenbewegung wird zu Wochenbeginn fortgesetzt.

Sie kann bis in den Bereich um 12.300 Punkte führen, wo dann allerdings kräftige Widerstände warten.

Es handelt sich sogar um ein ganzes Widerstandsnest bis hinauf auf 12.600 Punkte. Ob der Index dieses angesichts der Umstände (schwache Saisonalität/ Umsätze, latente Krisengefahr, angeschlagenes Chartbild, starker Euro) ohne Weiteres überwinden kann, wage ich zu bezweifeln.

Falls dies doch gelingen sollte, wäre es auf alle Fälle ein Zeichen außergewöhnlicher Stärke.

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Bullischer wird es wieder oberhalb von 12.300 Punkten

Eine solche Stärke würde für eine direkte Fortsetzung des Bullenmarktes sprechen. Auch ein leichtes Abprallen nach unten mit anschließender Fortsetzung der Kurserholung wäre bullisch zu werten. Nur sollte die 200-Tage-Linie dabei nicht erneut unterschritten werden.

Wichtig ist auch, dass der DAX die 12.300 in den kommenden Wochen wenigstens temporär knackt. Ich favorisiere derzeit die bullischen Szenarien. Es gibt jedoch auch eine strak bärische Variante, die ich auf dem Schirm habe.

DAX Tageschart: Zwischenerholung läuft an

dax

Weiterer 1000-Punkte-Absturz, wenn…

Ich muss Sie jedoch auch auf ein mögliches bärisches Szenario hinweisen. Sollte der DAX sich nur bis ca. 12.300 Punkte erholen und danach wieder kräftig einbrechen, dann würde eine große SKS-Trendwendeformation fertiggestellt werden.

Eine solche Umkehrformation hätte dann mindestens einen weiteren 1000-Punkte-Kursrutsch zur Folge (Mindestziel 10.900 Punkte). Mit dem dann stark angeschlagenen Chartbild wären weitere Kursverluste aber einzukalkulieren.

Besser, der DAX vermeidet diesen Weg. Die Chancen dazu sind durchaus gegeben.

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten dieser Ausgabe investiert.

 


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Über den Autor
Henrik Voigt

Henrik Voigt hat an der renommierten TU Dresden Wirtschaftsingenieurwesen studiert und als einer der Jahrgangsbesten sein Studium abgeschlossen.

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