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Rohstoffe Wochenrück- und Ausblick 20.05.-27.05.2019: Gold – der Sichere Hafen steigt

Die Ölpreise sind in der vergangenen Woche eingebrochen. Grund dafür war zunächst die Veröffentlichung der US-Lagerbestandsdaten und hernach die wachsenden Konjunktursorgen aufgrund des US-chinesischen Handelskonflikts.

Wie das US-Energieministerium mitteilte sind die US-Rohöllagerbestände in der letzten Woche unerwartet deutlich um 4,7 Millionen Barrel gestiegen. Die Benzinbestände stiegen ebenfalls überraschend um 3,7 Millionen Barrel.

Als dann am Donnerstag vergangener Woche noch enttäuschende US-Einkaufsmanagerindizes veröffentlicht wurden, nahm der Ausverkauf am Ölmarkt noch einmal deutlich an Fahrt auf. Hierdurch wird deutlich, dass auch die US-Wirtschaft durch den Handelskonflikt negativ beeinträchtigt ist. Deshalb kam es dadurch zu einem spürbaren Anstieg der Risikoaversion an den Finanzmärkten.

Brent zur Lieferung im Juli handelt aktuell bei 69,26 US-Dollar pro Barrel an der ICE.

WTI zur Lieferung im Juli notiert aktuell bei 59,02 US-Dollar pro Barrel an der NYMEX.

Brent-Ölpreis in USD/Barrel in der letzten Woche

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Quelle: stockcharts.com

Ausblick: Viele Gründe sprechen für höhere Ölpreise

Trotz der wachsenden Konjunktursorgen gibt es gute Gründe, die für wieder höhere Ölpreise sprechen. Schließlich besteht im Ölmarkt weiterhin eine Angebotsknappheit. Dafür gibt es gute Gründe. Aufgrund der US-Sanktionen sind die iranischen Ölexporte gesunken und die Öllieferungen aus Russland sind aus Qualitätsgründen weiterhin gestört. Überdies verknappt die OPEC weiterhin das Angebot. Und ist es mehr als fraglich, ob Saudi-Arabien bereit ist die Produktion anzuheben, nachdem nun die Preise so gesunken sind.

Edelmetalle: Goldpreis steigt

Während der Ölpreis aufgrund der wachsenden Risikoaversion an den Finanzmärkten im Zuge schwächerer Konjunkturdaten aus den USA gesunken ist, konnte der Goldpreis dagegen im Rahmen seiner Funktion als Sicherer Hafen profitieren und legte bis auf über 1.285 US-Dollar pro Unze zu.

Dis Unsicherheit an den Märkten aufgrund der wachsenden Besorgnis bezüglich der Auswirkungen des US-chinesischen Handelskonflikts setzte auch den US-Dollar unter Druck, was dem Goldpreis ebenso Unterstützung brachte wie sinkende US-Anleiherenditen.

Gold handelt aktuell bei 1.284,60 US-Dollar pro Unze.

Goldpreis in USD/Unze in der letzten Woche

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Quelle: stockcharts.com

Ausblick: Gold erhält Unterstützung

Angesichts der wachsenden Risikoaversion an den Märkten, sowie generell der fundamentalen Ausgangslage dürfte der Goldpreis nun wieder mehr Unterstützung erhalten.

Industriemetalle: Kupfer zwischen Konjunktursorgen und Defizit

Der Kupferpreis ist auch in der vergangenen Woche weiter gesunken. Vor allem drückten die wachsenden Konjunktursorgen und die steigende Risikoaversion der Finanzmarktteilnehmer auf den Preis. Insbesondere schwächere US-Immobilienmarktdaten lösten Nachfragesorgen aus.

Dennoch bleibt der globale Kupfermarkt unterversorgt und der aktuell niedrige Preis dürfte zu sinkenden Investitionen der Produzenten in dringend benötigte neue Kupferprojekte führen.

Es droht sogar ein weiterer Rückgang des globalen Kupferangebots: Nach der Grasberg-Mine in Indonesien geht in den nächsten beiden Jahren auch die Chuquicamata-Mine in Chile in den Untertagebau über. Dadurch wird zwar die Lebenszeit der Mine zu verlängert, aber die Produktion wird deutlich sinken. Laut Daten des Minenbetreibers soll diese bis 2021 um gut 180.000 Tonnen sinken, das entspricht einem Rückgang um 40%.

Kupfer handelt aktuell bei 2,67 US-Dollar pro Pfund.

Kupferpreis in USD/Pfund in der letzten Woche

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Quelle: stockcharts.com

Ausblick: Kupferpreis reif für eine Erholung

Der Kupferpreis ist reif für eine Erholung. Wann diese einsetzt hängt wohl mit der Stimmung an den Märkten zusammen.

Agrarrohstoffe: Kakaopreis legt weiter zu

Der US-Kakaopreis hat auch in der vergangenen Woche weiter zugelegt.

Unterstützung erhält der Kakaopreis seit einigen Monaten durch rückläufige Ernteprognosen in Ghana. Ebenso wirkt die generell steigende Nachfrage unterstützend.

Kakao zur Lieferung im Juli handelt aktuell bei 2.461 US-Dollar pro Tonne an der ICE.

Kakaopreis in USD/Tonne in der letzten Woche

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Quelle: stockcharts.com

Ausblick: Erholung sollte sich fortsetzen

Der Kakaopreis setzte sich zuletzt erfolgreich gegen die Belastung durch den Handelsstreit zur Wehr. Die Erholung sollte sich fortsetzen.

 

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Über den Autor
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Miriam Kraus

Miriam Kraus ist eine freiberufliche Finanzanalystin, deren besondere Kennzeichen die hartnäckige Recherche und ein Gespür für wesentliche Aspekte sind.

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