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Rohstoffe Wochenrück- und Ausblick 18.06.-25.06.2018: OPEC schiebt Ölpreis an

Die Rohölpreise standen in der vergangenen Woche zunächst übergeordnet unter Druck, bevor es dann zum Ende der Woche eine deutliche Aufwärtsbewegung gab. WTI legte allein am Freitag um 5,5% zu.

Grund für die starke Bewegung zum Ende der vergangenen Woche waren die Ergebnisse der OPEC-Sitzung. Dort hat die OPEC zwar eine Anhebung der Produktion beschlossen, doch die Erwartungen im Vorfeld waren dennoch enttäuscht worden.

So waren verschiedene Beobachter davon ausgegangen die OPEC würde eine Produktionskürzung von bis zu 2 Millionen Barrel pro Tag beschließen. Dies war auch der Grund für den Druck auf die Preise im Vorfeld.

Tatsächlich hat die OPEC sich zwar geschlossen für eine Produktionsanhebung ausgesprochen, doch die Umsetzung erscheint äußerst unklar. Saudi-Arabien gab an die Anhebungen würden in etwa 1 Million Barrel pro Tag ausmachen bis zum Ende des Jahres. Von Seiten des Irak wurde aber verlautbar, dass die Länder voraussichtlich nur zu einer Produktionsanhebung in Höhe von 700.000 Barrel pro Tag in der Lage seien.

So oder so lässt dies den Schluss zu, dass der Ölmarkt in diesem Jahr somit weiterhin unterversorgt bliebe. So geht beispielsweise die Internationale Energie Agentur IEA davon aus, dass bis Ende des Jahres der Bedarf an OPEC-Öl um 1,5 Millionen Barrel höher liegen wird. Demzufolge wäre selbst bei einer Anhebung um 1 Million Barrel pro Tag der Bedarf nicht gedeckt.

WTI zur Lieferung im August handelt aktuell bei 69,14 US-Dollar pro Barrel an der NYMEX.

Brent zur Lieferung im August notiert aktuell bei 75,53 US-Dollar pro Barrel an der ICE.

WTI-Ölpreis in USD/Barrel in der letzten Woche

 

Quelle: stockcharts.com

Ausblick

Die Ölpreise dürften vorerst ihr hohes Niveau beibehalten.

Edelmetalle: Gold

Der Goldpreis stand in der vergangenen Woche unter Druck. Grund dafür dürfte am ehesten der Druck auf die Rohstoffpreise allgemein sein. Auch ein zwischenzeitlich etwas festerer US-Dollar übte Druck auf den Goldpreis aus.

Sowohl der sich verschärfende Handelsstreit ausgehend von den USA, als auch die hohe chinesische Nachfrage und andere politische Risikofaktoren in Deutschland und der EU konnten den Rückgang der Goldpreise nicht aufhalten.

Das ist erstaunlich und lässt nur den Schluss zu, dass hier derzeit spekulativ im großen Stil verkauft wird. Dieser Verkaufsdruck dürfte aber nicht von Dauer sein.

Gold handelt aktuell bei 1.268,90 US-Dollar pro Feinunze.

Goldpreis in USD/Unze in der letzten Woche

 

Quelle: stockcharts.com

Ausblick

Der Druck auf den Goldpreis dürfte nicht von langer Dauer sein. Dann sollten die Risikofaktoren wieder begünstigen für den Goldpreis wirken.

Industriemetalle: Kupfer

Die Industriemetallpreise standen in der vergangenen Woche generell unter Druck. Grund dafür ist der sich verschärfende Handelsstreit zwischen den USA und China aber auch zwischen den USA und der EU. Der drohende Handelskrieg ausgehend von den USA drückt auf die Stimmung der Marktteilnehmer.

Im Falle von Kupfer kamen noch fundamentale Entwicklungen hinzu, die weiteren Druck auf den Preis ausübten. So gab die International Copper Study Group bekannt, dass der globale Kupfermarkt im 1. Quartal saisonbereinigt einen Angebotsüberschuss in Höhe von 55.000 Tonnen aufwies.

Kupfer handelt aktuell bei 3,08 US-Dollar pro Pfund.

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Kupferpreis in USD/Pfund in der letzten Woche

 

Quelle: stockcharts.com

Ausblick

So lange die Stimmung auf die Märkte drückt, dürften auch die Metallpreise übergeordnet unter Druck bleiben.

Agrarrohstoffe: Kakao

Der Kakaopreis ist in der vergangenen Woche weiter gestiegen. Noch immer bleibt die fundamentale Ausgangslage die gleiche: Die Internationale Kakaoorganisation hat wie erwartet ihre Prognose für die Produktion in der laufenden Saison 2017/19 deutlich nach unten revidiert auf einen Überschuss in Höhe von nur noch 10.000 Tonnen. Nach einem massiven Überschuss in der vergangenen Saison.

Kakao zur Lieferung im September handelt aktuell bei 2.535 US-Dollar pro Tonne an der ICE.

Kakaopreis in der letzten Woche in USD/Tonne

Quelle: stockcharts.com

Ausblick

Der Fokus der Marktteilnehmer dürfe sich vornehmlich auf die kommende Saison richten. Diese beginnt aber erst im Oktober und verlässliche Prognosen sind schwer. Entsprechend volatil dürfte der Kakaomarkt bleiben.

 


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Über den Autor
Miriam Kraus

Miriam Kraus ist eine freiberufliche Finanzanalystin, deren besondere Kennzeichen die hartnäckige Recherche und ein Gespür für wesentliche Aspekte sind.

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