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Palladium in eisigen Höhen bereitet Kaufchance vor

Seit Jahren steigt der Palladium-Preis. Dafür gibt es zwei gute Gründe. Ein rückläufiges bzw. stagnierendes Angebot und vor allem eine massiv steigende Nachfrage. Aber geht der Höhenflug auch weiter?

Palladiumpreis in schwindelerregenden Höhen

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Quelle: stockcharts.com

Der Palladiumpreis befindet sich seit Jahren im Aufwärtstrend. Doch seit Beginn des Jahres ist ein zunehmender Hype erkennbar. Deutlich wird dies besonders im Chartbild ersichtlich. Der Palladiumpreis hat sich inzwischen stark von seiner 200-Tage-Durchschnittslinie entfernt. Und auch der MACD hat sich mittlerweile in eisige Höhen begeben.

Charttechnische Zwischenkorrektur ist möglich

Die Erfahrung zeigt, wenn ein Preis zu schnell sehr stark steigt, wächst das Risiko einer zwischenzeitlichen Korrektur.

Für diese braucht es natürlich einen Auslöser. Dieser könnte beispielsweise in einer stärker als erwarteten Abschwächung der globalen Konjunkturentwicklung bestehen. Insbesondere sind hier konjunkturelle Dämpfer in China und den USA zu nennen. Diese beiden Länder besitzen die größten Automobilmärkte der Welt. Sollte es hier zu deutlichen und unerwarteten Nachfrageschwächen kommen, belastet dies auch im Nachgang die Palladiumnachfrage. Immerhin ist die Automobilindustrie der weltweit größte Abnehmer von Palladium.

Sehen Sie sich in diesem Zusammenhang den folgenden Chart aus den Analysen der Schweizer Großbank UBS an:

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Quelle: UBS

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Besorgniserregend ist vor allem die Entwicklung in China. Denn während sich der US-Automarkt noch stabil hält und der europäische durch Vorschriften und Normen getrieben wird, sieht man in China deutlich eine Absatzschwäche.

Sollte sich diese ausweiten oder gibt es sonstige negativ besetzte News, könnte dies eine zwischenzeitliche Korrektur im Palladiumpreis auslösen.

Korrektur ist eine Kaufchance

Die aktuelle Charttechnik lässt den Schluss zu, dass der Palladiumpreis langsam etwas heiß gelaufen wirkt und eine zwischenzeitliche Korrektur möglich ist. Ein Auslöser könnte eine schwächer als erwartete Entwicklung im chinesischen Automarkt sein, aber auch eine andere negative Konjunkturmeldung ist möglich.

Der springende Punkt ist aber: jede Zwischenkorrektur im Palladiumpreis ist eine ausgezeichnete Kaufchance. Dafür spricht vor allem ein Faktor: die leeren Lagerbestände. Doch dazu morgen mehr.

 

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Über den Autor
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Miriam Kraus

Miriam Kraus ist eine freiberufliche Finanzanalystin, deren besondere Kennzeichen die hartnäckige Recherche und ein Gespür für wesentliche Aspekte sind.

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