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Kupferpreis hat noch viel Aufwärtspotenzial

Ein wachsendes Defizit im Kupfermarkt und sinkende Lagerbestände weisen kurzfristig auf steigende Kupferpreise hin. Langfristig gilt es weitere Faktoren zu bedenken. Diese nenne ich Ihnen heute.

Kupferpreis: der langfristige Aufwärtstrend ist intakt…

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Quelle: stockcharts.com

Hier sehen Sie die Kupferpreisentwicklung seit Anfang 2016. Wie Sie sehen ist der langfristige Aufwärtstrend noch immer voll im Gange.

…doch bleibt es auch dabei?

Der Grund für den übergeordneten Aufwärtstrend ist vor allem das wachsende Defizit im globalen Kupfermarkt. Wie Sie hier sehen können:

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Quelle der Daten: International Copper Study Group

Dieses wachsende Defizit ist das Resultat des Abwärtszyklus von 2011 bis 2016. In dieser Periode gingen die Rohstoffpreise auf Talfahrt, was zu vielen Minenschließungen in verschiedenen Sektoren geführt hat. Fataler für die Bergbauindustrie ist aber der massive Rückgang der Investitionen in die Exploration und Entwicklung. Das gilt auch und ganz besonders für den Kupferbergbau. 

Neue Kupferbergbauprojekte frühestens 2022-23

Tatsache ist, dass das Resultat dieses Mangels an Investitionen heute zu spüren ist, wo das Angebot mit der wachsenden Nachfrage nicht mehr Schritt halten kann. Erst seit der Kupferpreis wieder langsam steigt, beginnen die Bergbauunternehmen nun wieder in die Entwicklung bereits bestehender Projekte zu investieren. Daraus resultierend werden die nächsten großen Kupfer-Minen erst wieder ab 2022 in Produktion gehen.

Wird dann der Markt wieder ausgeglichen sein?

Obwohl die neuen Minen bis 2023 das globale Kupfer-Angebot um rund 1 Million Tonnen anheben werden, dürfte der Markt fatalerweise aber dennoch nicht ausgeglichen sein, aufgrund der massiv steigenden Nachfrage.

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Davon gehen sogar Marktbeobachter aus, die aktuell einen Überschuss für den globalen Kupfermarkt prognostizieren. Die Experten des Analyseinstituts CRU Gruppe beispielsweise gehen zwar davon aus, dass der globale Kupfermarkt bis 2020 einen Überschuss ausweisen dürfte, prognostizieren aber für die Jahre ab 2021 ein massiv ansteigendes Defizit.

Sehen Sie hier:

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Quelle: CRU Group

In der Realität dürfte das Defizit noch höher ausfallen

In den letzten Jahren waren die meisten Marktbeobachter viel zu optimistisch für den Kupfermarkt eingestellt. Die International Copper Study Group selbst erwartete Jahr für Jahr einen Überschuss, den man dann im Laufe des Jahres immer wieder in ein wachsendes Defizit revidieren musste. Dementsprechend gehe ich davon aus, dass die Darstellung der CRU Gruppe ebenfalls viel zu optimistisch sein dürfte.

Das Defizit im globalen Kupfermarkt wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auch über die kommenden Jahre noch ausweiten. Dies sollte den Kupferpreis auch langfristig unterstützen.

 

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Über den Autor
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Miriam Kraus

Miriam Kraus ist eine freiberufliche Finanzanalystin, deren besondere Kennzeichen die hartnäckige Recherche und ein Gespür für wesentliche Aspekte sind.

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