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Deshalb müssen Sie Ihre deutschen Aktien jetzt sofort überprüfen

Die deutsche Wirtschaft hängt maßgeblich von zwei Stützen ab: Konsum und Exporte.

Zuletzt waren die Exporte wegen der bekannten Probleme in China (Abschwung, platzende Immobilienblase) und Europa (neue Wirtschaftsbeschränkungen wegen Corona) rückläufig. Nun scheint es auch den Konsum zu erwischen.

Konsum leidet unter Lieferengpässen

So haben die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland im Oktober nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes kalender- und saisonbereinigt real 0,3 Prozent weniger und nominal 0,2 Prozent mehr umgesetzt als im September.

Die Differenz zwischen realer und nominaler Umsatzentwicklung ergibt sich dabei hauptsächlich aus der Inflation der Einzelhandelspreise. Diese hat das Mini-Wachstum in eine Schrumpfung verwandelt. Gegenüber dem Vorjahresmonat Oktober 2020 sank der Umsatz real um 2,9 Prozent und nominal um 0,4 Prozent. Der Einzelhandel stand also schlechter da als vor einem Jahr.

Als eine mögliche Ursache für diesen Umsatzrückgang machen Experten Lieferengpässe im Einzelhandel aus. An diesen dürfte sich so schnell nichts ändern. Das heißt, die Lage wird nicht besser. Das war allerdings noch in einer Zeit, als es dem Einzelhandel relativ gut ging. Es kommt aber noch eine Hiobs-Botschaft hinzu:

Politisch verordneter Dauernotstand wird zum massiven Insolvenzbeschleuniger

“2G”, wie der willkürliche Ausschluss von Millionen von Menschen ganz überwiegend gesunder Menschen ohne Impfung im Jargon heißt, soll jetzt bundesweit im Einzelhandel (ausgenommen Läden des täglichen Bedarfs), in der Gastronomie sowie bei Kultur- und Freizeitveranstaltungen auf Dauer gelten – unabhängig vom Infektionsgeschehen (Quelle: n-tv.de). Es geht hier wohl nicht um den Schutz vor einer saisonal stärkeren Infektion. Für mich sieht das eher nach Willkür aus. Mit fatalen Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft.

Durch dieses „2G“ werden beim Einzelhandel massiv Umsätze wegbrechen, da Baumärkte und Fachgeschäfte ohne Waren des täglichen Bedarfs massiv Kunden verlieren werden. Noch verheerender wirkt aber die Tatsache, dass es keine staatlichen Ausgleichszahlungen gibt, solange offiziell kein Lockdown für alle verhängt wurde (etwa ab einer bestimmten Inzidenz-Zahl wir in früheren Wellen). Dieses Vorgehen treibt zehntausende Unternehmen blitzschnell in die Pleite.

Handel läuft Sturm gegen 2G Diskriminierung

Der Handel läuft Sturm gegen diese Beschlüsse, die mit einem Rechtsstaat kaum noch vereinbar sein dürften. Der Handelsverband Deutschland (HDE) hält denn auch die beschlossene bundesweite Einführung der 2G-Regel für große Teile des Einzelhandels für rechtswidrig.

In einem Brief an die amtierende Bundeskanzlerin Angela Merkel und den voraussichtlichen nächsten Bundeskanzler Olaf Scholz schrieb HDE-Präsident Josef Sanktjohanser, die 2G-Regel verletze die Berufsfreiheit der Einzelhändler und verstoße außerdem gegen den allgemeinen Gleichheitsgrundsatz.

Wenn Händler lediglich geimpften und genesenen Verbrauchern den Zugang zu ihren Läden gestatten dürften, sei dies „unverhältnismäßig und daher rechtswidrig“.

Ob solche Appelle an die Politik jedoch fruchten, wage ich zu bezweifeln. Die Politik hat sich zuletzt völlig verrannt. Anstatt zur konstruktiven Lösung der Probleme beizutragen wird sie immer mehr selbst zum Problem.

Deshalb müssen Sie Ihre deutschen Aktien jetzt sofort überprüfen

Als Anleger in deutschen Aktien müssen Sie jetzt sehr aufpassen, damit Sie nicht direkt in den nächsten großen Crash geraten. Denn diese Krisen sind nicht nur eine kurze Episode, sondern eine ernste Bedrohung vor allem für das kommende Börsenjahr. Deutsche und europäische Aktien gehören jetzt auf jeden Fall auf den Prüfstand!

Achtung: Warum Sie als Anleger beim Thema China jetzt auf der Hut sein müssen!Die chinesische Wirtschaft bleibt 2022 ein Sorgenkind. Das hat Auswirkungen auf die gesamte Welt. Lesen Sie hier die wichtigsten Hintergründe – und wie Sie sich als Anleger jetzt positionieren können. › mehr lesen

 

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Über den Autor
170407 Invest Voigt 72 04
Henrik Voigt

Henrik Voigt hat an der renommierten TU Dresden Wirtschaftsingenieurwesen studiert und als einer der Jahrgangsbesten sein Studium abgeschlossen. Seit Februar 2009 obliegt ihm die Chefredaktion für den überaus erfolgreichen Börsenbrief DAX Profits.

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