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Corona-Krise: Wachstum bricht ohne Staatsausgaben einfach weg

Zuletzt wurden in den USA die Coronahilfen für Arbeitslose – eine Art “bedingungsloses Grundeinkommen” – gestrichen. Hier kam es in der Folge zu einem drastischen Einbruch des (staatlich finanzierten) Konsums.

Da ist es nur logisch, dass viele Unternehmen keine neuen Leute einstellen. Prompt sahen wir einen Einbruch bei der Anzal der neugeschaffenen Stellen. In Europa sieht es übrigens nicht besser aus. Überall, wo Coronahilfen für Unternehmen und Privathaushalte gestrichen werden, bricht das Wachstum ein.

Jetzt zeigt sich das ganze Ausmaß des Problems: Sobald sich der Staat aus der Finanzierung der Wirtschaft zurückzieht, bricht das Wachstum ein, weil es sich zum großen Teil nur um eine schuldenfinanzierte Scheinblüte handelt.

Gleichzeitig wird der dadurch ausgelöste Abschwung die Notenbanken von einer allzu harten Straffung der Geldpolitik abhalten, die jetzt dringend zur Bekämpfung der ausufernden Inflation nötig wäre. Die geplante Verringerung der monatlichen Anleihenkäufe wird deshalb sowohl in Europa als auch in den USA schwächer ausfallen und/ oder später einsetzen als der Markt das bereits eingepreist hat. Das wiederum beflügelt die Inflation, auch die der Vermögenspreise.

Die Gefahr einer Stagflation wie in den 1970er Jahren wächst – so können Sie davon profitieren

Natürlich wächst mit dieser explosiven Gemengelage das Risiko, dass wir im kommenden Jahr eine Rezession oder zumindest eine Stagflation sehen. Die letzte ausgeprägte Stagflation sahen wir übrigens in den 1970er Jahren. Sie war von einem schwachen Wachstum, hoher Arbeitslosigkeit und Inflation geprägt. Viele Aktien liefen seinerzeit nur noch seitwärts.

Dafür ging der Goldpreis damals regelrecht durch die Decke und mit ihm stiegen die Kurse von Minen-Aktien in schwindelerregende Höhen. Edelmetalle waren damals nicht nur ein reiner Inflationsschutz, sondern eines der wenigen Marktsegmente, wo Unternehmen noch ein herausragendes Gewinnwachstum verzeichnen konnten. Deshalb explodierten die Kurse so stark.

Wiederholt sich jetzt die große Gold-Rally der 1970er Jahre?

Interessanterweise sehen wir heute eine ähnliche Ausgangssituation wie damals. Der Goldpreis versucht in diesen Tagen erneut, seine über einjährige Konsolidierung nach oben zu verlassen und eine langfristige Rally zu starten, deren Kursziel ich bei heute noch utopischen 15.000 USD sehe. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis der große Befreiungsschlag in diesem Segment kommt.

Gold Tageschart: Gold vor wichtigen Widerständen – darüber folgt die nächste Mega-Rally!

gold (5)

Quelle: stockcharts.com/ eigene Darstellung

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Über den Autor
170407 Invest Voigt 72 04
Henrik Voigt

Henrik Voigt hat an der renommierten TU Dresden Wirtschaftsingenieurwesen studiert und als einer der Jahrgangsbesten sein Studium abgeschlossen. Seit Februar 2009 obliegt ihm die Chefredaktion für den überaus erfolgreichen Börsenbrief DAX Profits.

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