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Aufgedeckt: EZB kauft heimlich Schrott-Papiere aus Südeuropa

Eine neue Studie des Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hat schockierende Fakten aufgedeckt. Demnach kauft die Europäische Zentralbank vor allem Anleihen südeuropäischer Pleitestaaten… und vernachlässigt wirtschaftlich solidere Nationen.

Laut einem Bericht des Handelsblatt wird sich diese Situation in den nächsten Jahren nur noch verschlimmern. Es droht ein katastrophaler Euro-Crash, wenn diese Länder ihre Milliardenschulden nicht mehr zurückzahlen können.

Deutsche Ökonomen laufen seit Jahren Sturm gegen den EZB-Anleihenkauf

Seit rund drei Jahren kauft die EZB Unsummen an Staatsanleihen auf – rund 60 Milliarden Euro pro Monat sind es aktuell. Gerade deutsche Ökonomen gehen seit Jahren gegen die Umverteilung auf die Barrikaden.

Diese Woche hat sich Friedrich Heinemann vom ZEW mit neuen Vorwürfen zu Wort gemeldet. Laut dem Ökonom bevorzugt die EZB in ihrem Kaufprogramm südeuropäische Pleitestaaten… die Folgen könnten katastrophal sein.

„Von den Wertpapierkäufen der Europäischen Zentralbank (EZB) profitieren die Länder im Süden Europas überdurchschnittlich, allen voran Spanien und Italien“, ist das Urteil der ZEW-Analyse.

Für die Studie setzt das ZEW die Anleihenkäufe ins Verhältnis zum Bruttoinlandprodukt des jeweiligen Landes. In anderen Worten: Je höher das BIP eines Landes, desto mehr Anleihen sollte die EZB davon kaufen. Nur so lässt sich eine gleichmäßige Verteilung der Gelder garantieren.

Knapp 100 Milliarden Euro mehr gehen an Pleitestaaten

Die Realität sieht anders aus. Laut der ZEW-Studie hätten die Notenbanken und die EZB „für Spanien rund 43 Milliarden Euro und für Italien rund 51 Milliarden Euro mehr an Staatsanleihen aufgekauft, als des dem jeweiligen Bruttoinlandsprodukt der Länder entspricht.“

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Doch damit nicht genug. Die EZB hat jetzt bereits Probleme, Anleihen der weniger verschuldeten Länder aufzukaufen. Dank der riesigen Geldschwemme gehen ihr die Staatsanleihen zum Kauf aus. Deswegen wird die Zentralbank in Zukunft noch MEHR Anleihen hoch verschuldeter Pleitestaaten kaufen müssen.

„Setzt die EZB ihr Programm 2018, droht sich die ungleichgewichtige Begünstigung hoch verschuldeter Euro-Staaten weiter zu verstärken“.

EZB riskiert Kollaps der gesamten Eurozone

Die ZEW-Studie zeigt deutlich: Das Anleihenkaufprogramm der EZB ist nichts anderes, als eine massive Umverteilung von Vermögen. Wohlhabende Staaten wie Deutschland werden in Zukunft noch mehr geschröpft – dagegen wird die EZB nur noch MEHR Geld in Pleitestaaten wie Italien und Spanien pumpen.

Dabei stehen diese Länder wirtschaftlich am Abgrund. Und wenn die Pleitestaaten ihre Milliardenschulden nicht zurückzahlen können, ist damit die Stabilität der gesamten Eurozone gefährdet.

 

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