Was Sie als Anleger über den Juli wissen sollten

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Zuletzt hatte ich Ihnen über Börsenzyklen berichtet, mit deren Hilfe Sie Ihre Gewinne mit Aktien deutlich steigern können. Beispielsweise mit dem Wissen, welche Börsenmonate traditionell die besten oder auch die schwächsten sind (hier handelt es sich um so genannte saisonale Muster).

Mit diesem Wissen könnten Sie beispielsweise Ihre Investitionsquoten sinnvoll steuern. Oder gerade schlecht laufende Märkte meiden. Gerade hat ein neuer Monat begonnen. Schauen wir doch mal, was Ihnen der Juli (im Durchschnitt) so bringt.

Was Sie als Anleger über den Juli wissen sollten

Hier müssen wir nach verschiedenen Aktienmärkten differenzieren. Manche Börsen legen nämlich sehr deutlich zu, andere weniger.

Deutschland & Europa: im Sommer schwach – außer im Juli!

Der DAX kommt in einem durchschnittlichen Juli auf einen Monatsgewinn von +0,9 %. Somit ist dieser Sommermonat der einzige mit einem Gewinn.

Andere deutsche Indizes schneiden jedoch völlig anders ab, deutlich besser etwa der TecDAX (+1,7 %), gleich gut der MDAX (+0,9 %) und klar schwächer der SDAX (+0,4 %). Die europäischen Standardwerte im Euro Stoxx 50 schaffen sogar nur +0,2 %.

US-Indizes glänzen den ganzen Sommer lang

Im Durchschnitt durchweg stärker präsentieren sich dagegen die US-Börsen im Juli. Der Blue-Chips-Index Dow Jones Industrial Average kommt im Durchschnitt auf +1,2 %, der marktbreite S&P 500 Index immer noch auf +1,1 % und der Nasdaq 100 sogar auf +1,3 %.

Die verbreitete Börsenregel vom schwachen Aktiensommer gilt in den USA übrigens überhaupt nicht mehr. Hier sind nämlich Juni, Juli und August tendenziell gute Monate. Erst der September ist, ebenso wie in Europa, der mit Abstand schwächste Monat des Jahres.

Hongkong ist im Juli globaler Spitzenreiter, Japan Schlusslicht

Es gibt allerdings eine noch bessere Börse im Juli als die USA: der Hang Seng Index in Hongkong. Dieser bringt es im Juli auf satte +1,8 %! Doch glauben Sie nicht, dass mit allen asiatischen Börsen in diesem Monat Geld zu verdienen ist. Der japanische Nikkei 225 etwa ist mit -0,3 % sogar das Schlusslicht der großen Indizes.

Fazit: Juli – eine rühmliche Ausnahme im Sommerhalbjahr

Mein Rat an Sie

Im tendenziell schwachen Aktiensommer ist der Monat Juli statistisch gesehen ein echter Lichtblick für Anleger. Bei deutschen Technologieaktien im TecDAX, US-Aktien generell (hier auch wieder vor allem Technologie-Aktien) und dem HangSeng-Index aus Hongkong stehen die Chancen auf Gewinne dabei besonders gut.

Solche Statistiken allein sind jedoch keine ausreichende Anlagestrategie. Sie erlauben lediglich eine Aussage, ob Rücken- oder Gegenwind bei Aktien herrscht. Echte Kauf- oder Verkaufssignale liefert Ihnen dagegen die Charttechnik in Verbindung mit weiteren Techniken, wie ich sie in meinem Börsendienst sehr erfolgreich verwende.