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Warum die Börse Corona schon endgültig abhakt

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Das neue Jahr beginnt auch mit ausgesprochen guten Nachrichten. Freilich gibt es ein Damokles-Schwert für uns Börsianer: Dies könnte eine erneute Überreaktion der Politik in Sachen Corona sein, die Wirtschaft und Gesellschaft endgültig zerstören könnte.

Bereits jetzt sehen wir die schlimmen Folgen der bisherigen Strategie: die größte Pleitewelle seit der Finanzkrise 2008 steht bevor, die höchste Inflation seit 50 Jahren ist Realität und der Schuldenberg von Staaten, Unternehmen und Privatleuten hat nie geahnte Rekorde erreicht. Noch mehr von alledem und das kritische Niveau zum Zusammenbruch könnte überschritten werden.

„Omikron“ offenbar harmloser als befürchtet – Exit aus der Krise?

Gerade in dieser misslichen Lage gibt es jedoch eine sehr erfreuliche Entwicklung. Die neue Omikron-Variante, die derzeit alle bisherigen Corona-Varianten verdrängt, scheint nur noch eine weitgehend harmlose Grippe zu sein. Jedenfalls nichts, was die präventive Lahmlegung einer ganzen Gesellschaft rechtfertigen würde.

Südafrika als bisheriges “Omikron-Epizentrum” hat alle Quarantäne-Maßnahmen für asymptomatische COVID-19-Fälle, jegliche Kontaktverfolgung sowie nächtliche Ausgangssperren eingestellt. Dies berichtete der südafrikanische Nachrichtensender SABC News am 24. Dezember.

Und das, obwohl Südafrika nur eine niedrige Impfquote von 27 % hat und zudem einen hohen Anteil an Menschen mit schweren Vorerkrankungen (AIDS, TBC). Dennoch kam es hier nicht zu einer Überlastung des Gesundheitswesens. Auch die Zahlen positiver Tests gehen nach nur wenigen Wochen des Anstiegs inzwischen stark zurück.

Auch in Großbritannien koppeln sich Infektionen und schwere Verläufe ab

Eine ähnlich erfreuliche Entwicklung sehen wir in Großbritannien. Dort ist die Zahl der Krankenhauseinweisungen mit Omikron nach vorläufigen Daten um satte 68 % gesunken, es gibt kaum Todesfälle – trotz rasant steigender Infektionsfälle.

Inzwischen scheinen die leichteren Verläufe durch Omikron auch im Laborversuch bestätigt zu sein, wie der renommierte deutsche Virologe Alexander Kekulè in einem neuen Tweet darlegt.

Selbst in der EU setzt inzwischen ein Umdenken ein

Auch in Spanien setzt ein Umdenken ein. So erklärte der spanische Ministerpräsident Sanchez am 10. Januar, dass es an der Zeit sei, die Situation „mit neuen Parametern zu bewerten“. Demnach wolle er in der EU dafür werben, „COVID-19 eher wie eine endemische Krankheit zu behandeln“. Also von dem Überwachungssystem abzurücken, das laut Sanchez für die Kontrolle der Pandemie erforderlich gewesen sei.

Laut einem Bericht der Zeitung El Pais bereiten die spanischen Gesundheitsbehörden derzeit ein System vor „das sich an dem System orientiert, das seit Jahren zur Kontrolle der Grippe eingesetzt wird.“ Das heißt im Wesentlichen, keine Massentestungen mehr, sondern Rückschlüsse „aus einer statistisch signifikanten Stichprobe“. Weitergehende Maßnahmen wie Zugangsbeschränkungen aufgrund fehlender Test- oder Impfnachweise dürften damit ebenfalls hinfällig werden.

Ist das der Ausweg aus der Coronakrise?

Um es kurz zu machen: Omikron könnte endlich der Ausweg aus der Coronakrise sein, den die Impfstoffe bisher leider vergeblich versprochen hatten. Überspitzt formuliert: Gegen ein Kratzen im Hals und ein bisschen Schnupfen braucht es keine besonderen Maßnahmen mit schwersten Folgen für die ganze Gesellschaft.

Die Preisfrage ist eigentlich nur noch, ob die Politik diesen Ausgang auch erkennt – oder ob sie diesen lieber verrammelt. Sei es aus Gewohnheit oder aus Inkompetenz.

Die Börse spielt offenbar jetzt das absehbare Ende der Pandemie!

Was die Börsen angeht, so scheint die Sache klar. Hier wird das Thema “absehbares Ende von Corona als Pandemie” bereits gespielt! Denn gerade als die positiven Nachrichten aus Südafrika und Großbritannien um die Weihnachtsfeiertage herum eintrafen, gingen die Notierungen durch die Decke.

Das ist sehr untypisch für die normalerweise ruhige Zeit an den Börsen zwischen den Feiertagen! Offenbar gab es doch einige größere Kauforders. Dabei waren die Käufe in den USA so massiv, dass ich die vor Weihnachten noch ernste Korrekturgefahr jetzt zu den Akten legen kann.

Ob die Börse damit richtig liegt, werden wir sehr bald sehen. Dabei gibt es jedoch große Unterscheide von Land zu Land. Einige Länder kommen besser und schneller aus der Krise als andere.