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Kurssturz: Welche Probleme hat Meta bzw. Facebook?

Inhaltsverzeichnis

Facebook, dass sich jetzt Meta Platforms nennt, ist ein bekanntes Internetunternehmen aus den USA. Es war bis vor kurzem auch bei vielen deutschen Anlegern beliebt. Ich betone „war“. Denn nach dem jüngsten Kurssturz dürfte sich das deutlich geändert haben. Hier die Fakten.

Meta: 237 Milliarden USD vernichtet – an einem Tag!

Meta Platforms schreibt Geschichte. Leider in einem sehr negativen Sinne. Das Unternehmen hat durch seinen Absturz am vergangenen Donnerstag so viel Kapital von Aktionären vernichtet wie noch kein anderes Unternehmen an einem einzigen Tag.

Die Aktien von Meta Platforms stürzten zeitweise um rund 25 Prozent ab, nachdem der Konzern am Vorabend im Zuge seines Quartalsberichtes einen schwachen Ausblick auf das erste Quartal 2022 gegeben hatte. Bei der sehr hohen Marktkapitalisierung des Facebook-Mutterkonzerns von rund 900 Milliarden Dollar sind 25 Prozent Tagesverlust eine Menge Holz: bis zu 237 Milliarden Dollar an Anlegergeld lösten sich an einem einzigen Tag in Luft auf.

Meta Tageschart: Plötzlicher Mega-Absturz – und nun?

Quelle: stockcharts.com

Brutaler Kurssturz: Welche Probleme hat Meta/ Facebook?

Wo liegen die Probleme bei Meta? Zuletzt konnte das Unternehmen seinen Umsatz zum Vorjahresquartal zwar um 20 Prozent steigern, gleichzeitig ging der operative und der Nettogewinn jedoch zurück. Das Umsatzwachstum ging also auf Kosten des Gewinns.

Auch bei den Nutzerzahlen gab es Enttäuschungen. Die Zahl der täglich aktiven Facebook-User legte gegenüber dem Vorjahresquartal zwar um fünf Prozent zu, bleib aber unter den Markterwartungen. Gegenüber dem Vor-Quartal nahm die Userzahl zudem in Nordamerika überraschenderweise deutlich ab.

Ich vermute, dass die Wellen automatisierter, oft ungerechtfertigter Profil-Sperrungen sowie der fragwürdige Umgang mit Nutzerdaten, daraus resultierend einer äußerst nutzerfeindlichen Unternehmenspolitik, inzwischen „Früchte“ tragen. Die Nutzer wandern ab. Facebook macht sich selbst unbeliebt, während es sich in seiner noch monopolähnlichen Stellung zu sicher fühlt.

Immer wieder gab es zuletzt in Deutschland für Facebook teure Gerichtsurteile, die den Konzern dazu verpflichteten, rechtswidrige Löschungen oder Sperrungen von Nutzern wieder zurückzunehmen. Der Ruf des Unternehmens ist dadurch inzwischen „im Eimer“.

Und zum Datenschutz: Die Apple-Maßnahmen für mehr Privatsphäre von App-Benutzern dürften Facebook innerhalb eines Jahres rund 10 Milliarden Dollar an Umsatz kosten.

Aber da gibt es noch ein Problem. Das Geschäftsmodell von Meta beruht auf einer exzessiven Nutzung der Daten von Kunden. Diese ist jedoch in Europa rechtlich umstritten. Sollte Meta künftig diese Daten nicht mehr in dieser Form nutzen und auf US-Servern verarbeiten können, könnte das Unternehmen sogar Facebook und Instagram in Europa abschalten. Dies berichtet die Internetseite cityam.com unter Berufung auf den jüngsten Quartalsbericht von Meta. Damit würde das Unternehmen dann auch jegliche Einnahmen und Marktmacht verlieren.

Tödlicher Mix aus Gewinnrückgang und fragwürdigen Investitionen

Während das Unternehmen mit Abwanderung und Umsatzausfällen zu kämpfen hat, tätigt es große Investitionen in ein aus meiner Sicht fragwürdiges Projekt zur digitalen Nutzerausbeutung namens Metaverse. Eine virtuelle Welt, in der Nutzer zu Käufen animiert werden sollen. Böse Zunge nennen es auch einen „virtuellen Gulag“.

Für mich stellt sich eher die Frage: wer braucht das? Verschwenden Menschen nicht schon zu viel Zeit mit „sozialen Medien“ und Computerspielen?

Auch die Börse sieht die Zukunft des Unternehmens seit einigen Tagen sehr kritisch. Die Börse hat meistens recht. Ob der Absturz nun attraktive Kaufkurse gebracht hat oder ob Sie die Aktie schnellstmöglich loswerden sollten, das erläutere ich Ihnen in meiner ausführlichen Chartanalyse morgen.