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US-Notenbank: Weitere Zinsschritte. Koste es, was es wolle?

Inhaltsverzeichnis

Die Zinsentwicklung gehört zu den entscheidenden Einflussgrößen, die Wirtschaft und Aktienkurse beeinflussen. Die US-Notenbank Fed versucht deshalb sicherlich, ihre Pläne bei den Zinsen klar zu kommunizieren. Was ihr zuletzt nicht immer gelang.

US-Notenbank: Weitere Zinsschritte. Koste es, was es wolle?

In den vergangenen Wochen gab es Zwischentöne von Seiten der Fed, die die Börsen dahingehend interpretierten, dass die Zinsen angesichts nun endlich rückläufiger Inflationsraten bald weniger stark angehoben und im kommenden Jahr bereits wieder sinken könnten.

Das ist inzwischen jedoch erst einmal Geschichte. Die Powell-Rede in Jackson Hole war eindeutig, klar – und für die Börsen beunruhigend: Die US-Notenbank wird die Zinsen solange anheben, bis die Inflation wieder im Griff ist – wohl auch um den hohen Preis einer Rezession.

Diese Strategie bekräftigte US-Notenbankchef Jerome Powell gerade erst wieder in einer Rede auf der geldpolitischen Konferenz des Cato-Instituts in Washington. Die Federal Reserve werde in ihren Bemühungen zur Eindämmung der Inflation nicht nachlassen, „bis die Aufgabe erledigt ist”. Die Zentralbank scheint damit notfalls auch eine Rezession in den USA in Kauf zu nehmen.

Diese beiden Entwicklungen belasten Aktien jetzt deutlich

Diese Erkenntnis (Rezessionsgefahr durch eine zu straffe Geldpolitik) ließ die Börsen in der ersten Septemberhälfte abstürzen. Diese fundamentale Entwicklung ordne ich klar negativ ein für Aktien. Zumindest für die nächsten Wochen. Die Finanzierungsbedingungen für Unternehmen werden sich zunächst weiter verschlechtern. Das muss der Markt einpreisen.

Außerdem beginnt derzeit die schwächste saisonale Phase des gesamten Börsenjahres. Sie dauert für gewöhnlich von Anfang September bis Mitte Oktober. Wir haben damit zwei Faktoren, die Aktien temporär belasten könnten.

Diese Aktien können jetzt dennoch steigen

Auch wenn ich negative Entwicklungen zur Kenntnis nehme und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen für meine Leser in unseren Musterdepots ergreife, so bleibe ich dennoch optimistisch, dass Aktien in einem Jahr deutlich höher stehen als heute. Dafür sind die technischen Argumente einfach zu überzeugend.

Unabhängig von diesen zurzeit etwas widersprüchlichen Entwicklungen am Gesamtmarkt gibt es jedoch immer Aktien, die auch unabhängig vom allgemeinen Markttrend kräftig steigen können, weil hier Sonderfaktoren eine Rolle spielen. Zum Beispiel eine ungewöhnlich hohe Nachfrage u.ä.