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US-Notenbank mit Riesen-Zinsschritt, weitere folgen

Inhaltsverzeichnis

Die US-Notenbank setzt der massiven Inflation derzeit gewaltige Zinsschritte entgegen. So hat sie am vergangenen Mittwoch auf ihrer monatlichen Sitzung ihren Leitzins den zweiten Monat in Folge um satte 75 Basispunkte angehoben.

Inzwischen hat das US-Zinsniveau damit eine Spanne von 2,25 bis 2,5 Prozent erreicht. Kritiker monieren, dass es jenseits der wohl bald erreichten 3-Prozent-Schwelle kritisch für die US-Konjunktur werden könnte.

Andererseits könnte ein Ausufern der Inflation, die sich derzeit auf dem höchsten Niveau seit 40 Jahren befeindet, noch schädlichere Folgen für die Wirtschaft haben.

US-Notenbank mit Riesen-Zinsschritt, weitere folgen

US-Notenbankchef Powell scheint jedenfalls noch nicht müde zu werden. Zitat: „Eine weitere ungewöhnlich hohe Anhebung könnte bei unserer nächsten Sitzung angebracht sein”, doch werde diese Entscheidung von den bis dahin vorliegenden Daten abhängen. Er fügte außerdem hinzu, dass die Fed das Straffungstempo perspektivisch verlangsamen wird.

Genau dieser Kommentar beflügelte die Börsen in der vergangenen Woche drastisch! Die Kurse explodierten regelrecht nach diesem Satz. Der S&P 500 stieg bis zum Handelsschluss am Mittwoch um satte +2,62 %!

Warum steigen die Börsen trotz Zinserhöhung?

Das gefiel den Börsianern offenbar:  Einerseits versucht die US-Notenbank das Inflationsproblem beherzt in den Griff zu bekommen. Andererseits behält sie dabei die Konjunktur im Auge und möchte die Straffungen möglichst schnell hinter sich bekommen.

Zusätzlich gaben sich die Währungshüter recht optimistisch, was den aktuellen Zustand der US-Konjunktur angeht. Denn im begleitenden Statement hat der Offenmarktausschuss FOMC darauf hingewiesen, dass die konjunkturelle Dynamik zwar nachgelassen habe, der Arbeitsmarkt aber weiterhin robust sei.

Fed-Chef Powell wies außerdem Spekulationen zurück, dass sich die US-Wirtschaft in einer Rezession befindet.

Mein Fazit: Der Markt hat schon alle negativen Nachrichten eingepreist

Angesichts des straffen Zinserhöhungskurses der US-Notenbank samt Ankündigung weiterer, großer Zinsschritte hätte der Handel nach der US-Notenbanksitzung auch katastrophal werden können.

Dass er es nicht wurde und sich die charttechnische Situation in den USA nunmehr deutlich aufgehellt hat, ist ein sehr gutes Zeichen für die nächsten Wochen.

Offenbar sind die meisten negativen Nachrichten inzwischen in den Kursen eingepreist und die mega-schlechte Stimmung unter den Anlegern sorgt nun dafür, dass es stetig bergauf geht. Schauen wir mal, wie lange dieser positive Trend anhält.

Ich denke, es wird länger und weiter bergauf gehe als sich die Masse der Anleger das derzeit vorstellen kann.