Trump: Eine Katastrophe für die Finanzmärkte?
Sie lesen es fast täglich in den Medien: Donald Trump eskaliert weiter. Dem Iran droht er nun damit, ihn binnen weniger Stunden auszulöschen. Nun möchte ich mich an dieser Stelle Ihnen gegenüber nicht in eine politische Debatte zwängen lassen. Es gibt in den Medien genug Für und Wider. Für uns ist von Belang, was an den Märkten passiert.
Am Ende geht es aus Sicht der Finanzmärkte in die entscheidende Runde. Der Ölpreis und dann auch die Zinsen sind die Stellschrauben, die an den Aktienmärkten derzeit die Richtung und das Tempo vorgeben. Die Probleme in der Straße von Hormus kommen erst jetzt real auch in Europa an, weil die Lieferungen (und damit die Wirkung der nun ausbleibenden Lieferungen) lange dauern. Genau in dieser Situation nun kündigt Trump an, den Iran also ggf. auszulöschen.
Was wird Trump machen?
Damit eskaliert die Situation. Niemand kann derzeit mit 100%iger Garantie einschätzen, was Trump am Ende tatsächlich veranlasst. Allerdings werden schwächere Börsen zumindest der Wahrscheinlichkeit nach Trump beeinflussen (wenn es denn so kommt). Trump gilt als „Taco“-Präsident.
„Trump Always Chickens Out“, so die Formel, die an den Finanzmärkten schon seit einiger Zeit umhergeht. Sinngemäß können Sie demnach davon ausgehen, dass Trump seine Ankündigungen auch wieder zurückziehen, wenn sie ihm nicht dienen. Oft genug heißt es, Trump habe Angst vor den Finanzmärkten. Ich gehe davon aus, er verliert dann ggf. einfach viel Geld.
So scheut sich Trump dann nicht, per Social Media, also über seinen eigenen Kanal „social truth“ zu posten. So haben Sie es in den diversen Zollstreitigkeiten gesehen wie auch in den bisherigen Widersprüchlichkeiten zum Iran-Krieg. Er hat bereits mehrfach die argumentative Linie verlassen.
Die Börsen wanken, aber sie fallen nicht…
So können Sie zumindest unterstellen, dass Donald Trump nicht vollkommen regellos seine Entscheidungen trifft und ggf. auch eingreift. Die Börsen beeindrucken ihn. Es ist bedauerlich genug, dass Sie aktuell vor allem politisch geprägte Börsen sehen. Tatsächlich wird kein Trader, kein Analyst oder kein sonstiger Beobachter kurzfristig irgendwelche Prognosen anstellen können.
Machen Sie es wie Warren Buffett es sicher auch heute noch macht (er ist nicht mehr CEO von Berkshire Hathaway, aber Anteilseigner): Das große Bild zählt, die Substanz ist entscheidend. Kurzfristige Prognosen und politisch geprägte Börsen sind am Ende oft genug eher wie ein Spielcasino: Es gibt viel Meinung, viel Lärm und irgendwer liegt notwendigerweise am Ende richtig. Dummerweise weiß man nicht, wer es sein wird.
Orientieren Sie sich an Unternehmen, die nachweislich Geld verdienen und die sogar Ölkrisen überstehen können. Öl-Unternehmen jedenfalls verdienen unverändert seit Jahren viel Geld und investieren auch in Erneuerbare Energien. Shell bspw. lässt Investoren unabhängig von der aktuellen Situation daran teilhaben. Am 29. Juni zahlt das Unternehmen seine nächste Quartalsdividende aus.
Shell: Nachhaltig solide und dividendenstark, aktuell natürlich weit vorne – WKN A3C99G, ISIN: GB00BP6MXD84
