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Strategie: So nutzen Sie diese Börsenphase am besten

Inhaltsverzeichnis

Die Börsen haben ein Problem. Die Zinsen sind viel zu niedrig für die sehr hohe Inflation. Die Zentralbanken waren viel zu lange untätig. Im März soll es in den USA nun die erste Zinsanhebung geben. In Europa ist noch keine in Sicht. In den USA sind bis zu vier Zinsschritte in diesem Jahr eingepreist.

Steigende Zinsen können diese Unternehmen in die Pleite treiben

Ich fürchte, es könnten noch viel mehr werden. Das aber würde eine Menge “Zombie-Unternehmen” aus den gerade in Mode befindlichen Bereichen Technologie oder neue Energien in die Pleite treiben. Denn diese Unternehmen sind hoch verschuldet und auf billige Kredite angewiesen. Ein Börsencrash wäre dann nicht mehr auszuschließen.

Im Moment weiß nicht einmal die US-Notenbank Fed selbst, wie schnell und wie weit sie die Bilanzsumme reduzieren und die Zinsen anheben soll. Das macht auch die Märkte nervös, weil diese auch nicht wissen, ob sie fallen oder steigen sollen. Hohe Schwankungen sind die Folge. Auch die verdächtige Kursschwäche der Börsen zum Jahresbeginn dürfte auf das Konto dieser Unsicherheit gehen.

Nasdaq 100: Schwächster Januar seit der Finanzkrise 2008!

Quelle: stockcharts.com

Zwar gaben im Januar der Dax am Ende nur 2,6% und der Dow Jones 3,3% ab, was jeweils immerhin den schlechtesten Januar seit 2016 bedeutete. Richtig zur Sache ging es aber bei den Technologie-Werten. Der Nasdaq 100 verlor satte 8,5%, was den schlechtesten Januar seit 2008 (damals -11,7% in der Finanzkrise) und den drittschlechtesten der Nasdaq-Geschichte bedeutet!

Gleichzeitig konnten aber viele unserer vermeintlich „langweiligen“ Dauerläufer-Aktien aus dem Voigts Global Profits Investoren Depot im Januar sogar neue All-Time-Highs markieren, darunter Berkshire Hathaway oder Church & Dwight.

Berkshire Hathaway: Neue Rekordhochs trotz schwacher Börsen!

Quelle: stockcharts.com

Strategie: So nutzen Sie diese Börsenphase am besten

Wir sehen also eine klassische Sektor-Rotation – raus aus oft hoch verschuldeten Wachstums-Aktien, die jetzt durch steigende Finanzierungskosten ein großes Problem bekommen, rein in die soliden Value-Titel.

Als Value-Titel werden für gewöhnlich Unternehmen bezeichnet, die mit einem Abschlag zum inneren Wert notieren und von denen erwartet wird, dass der Markt die Fehlbewertung erkennt und korrigiert. Der Kurs muss dann steigen. Ich verwende die Bezeichnung hier allgemein für vergleichsweise günstig bewertete Unternehmen mit solider Finanzierung und einem etablierten Geschäft.

Diese Rotation läuft nicht erst seit ein paar Wochen, aber sie ist im Januar besonders augenfällig geworden. Und sie wird auch noch eine ganze Weile anhalten. Das heißt: Wachstumstitel sind noch lange nicht so billig, dass Sie diese Korrektur einfach aussitzen oder gar schon auf Einkaufstour gehen sollten.