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SDax: So schlagen Sie den DAX um Längen

Kleine Aktien gegen große Aktien. Wer eine höhere Rendite einfahren möchte, kommt an den sogenannten Small Caps nicht vorbei. Während der DAX seit 2013 um gut 50 Prozent gestiegen ist, schaffte es der SDAX auf rund 110 Prozent. Damit wurde der große Bruder DAX um Längen geschlagen. Allerdings sollte man als Anleger einiges beachten. Denn nicht umsonst heißt es: je höher die Rendite, desto höher das Risiko. Mit der richtigen Strategie lassen sich schmerzhafte Verlusten vermeiden.

Small Caps schlagen Blue Chips

Dass sich Small Caps oftmals besser entwickeln als die großen Blue Chips ist kein Phänomen der letzten Jahre. Auch auf der langen Zeitachse wurde eine deutliche Outperformance nachgewiesen. Aber warum entwickeln sich Aktien von kleineren Unternehmen besser als die der großen Konzerne? Dafür gibt es zahlreiche Gründe.

Einer der Wichtigsten ist, dass kleine Unternehmen oftmals noch inhabergeführt und flexibler und schlanker aufgestellt sind. Außerdem sind sie auf ein Produkt und eine Nische fokussiert. Kleinere Unternehmen haben für gewöhnlich ein überdurchschnittlich hohes Wachstumspotenzial. Nicht selten werden aus kleineren Unternehmen auch heutzutage noch große Weltkonzerne. Generell lässt sich sagen: Kleinere Firmen können viel stärker wachsen als große. Und davon profitiert selbstverständlich der Aktionär.

Vorsicht vor dem Abschwung

Die gute Entwicklung der vergangenen Jahre lässt sich allerdings nicht eins zu eins in die Zukunft übertragen. Die eigentliche Bewährungsprobe steht noch aus. Sollten sich die Konjunkturlage eintrüben und die Zinsen steigen, dürften die goldenen Zeiten bei vielen Unternehmen vorbei sein. Gerade in schwierigen Phasen kommen Small Caps schneller und stärker unter die Räder.

Und mit ihnen die Aktienkurse. Während der Finanzkrise vor rund zehn Jahren verlor der SDAX deutlich stärker als der DAX. Traditionell steigt dann auch die Zahl der Insolvenzen an. Erst vor einigen Monaten warnte Creditreform vor einer Pleitewelle, wenn die Zinsen nachhaltig und deutlich steigen.

Freud und Leid sind eng beieinander

Trotz der offensichtlichen Outperformance der Small Caps in den vergangenen Jahren muss jeder Anleger ganz genau hinschauen. Denn innerhalb der Indizes sind die Entwicklungen der Einzelwerte höchst unterschiedlich. Wer vor fünf Jahren beispielsweise 10.000 Euro in Steinhoff investierte, sitzt mittlerweile auf Verlusten von 9.500 Euro. Wer allerdings für 10.000 Euro Anteile an Hypoport gekauft hat, konnte daraus bis jetzt ein Vermögen von knapp 190.000 Euro machen.

Hinzu kommt, dass bei kleineren Firmen die Wahrscheinlichkeit einer Pleite größer ist, als bei den großen Standardwerten. Dass ein DAX-Konzern Insolvenz anmelden muss, ist extrem unwahrscheinlich. Das ein Unternehmen aus dem SDAX schlappmacht, ist nichts Ungewöhnliches. Das jüngste und mitunter prominenteste Beispiel ist Air Berlin.

Anleger setzen auf ETF‘s

Wer sein Geld in Small Caps stecken möchte, sollte deshalb auf jeden Fall das Risiko streuen. Denn setzt man aufs falsche Pferd, können die Verluste extrem schmerzhaft sein. Anlegern kaufen deshalb den gesamten Index. Entweder über einen sogenannten Index-Fonds (ETF) oder aber einen aktiv gemanagten Fonds. Zu empfehlen ist ein ETF, weil die Kosten deutlich geringer sind und die Entwicklung von einem aktiv gemanagten Fonds oftmals auch nicht besser ist.

 


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Thomas Schwarzer

Thomas Schwarzer ist ein Wirtschafts- und Börsenexperte mit ausgeprägter Erfahrung im Wirtschafts- und Börsenjournalismus.

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