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Nestlé Aktie: Nestlé – Comeback eines Basis-Investments?

Die Aktien von Nestlé gehören gemeinhin zu den bewährten und soliden Basis-Investments eines ordentlichen Aktienportfolios.

1866 als Milchpulverhersteller gegründet, handelt es sich heute um den weltgrößten Nahrungsmittelkonzern und das größte Industrieunternehmen der Schweiz.

Nestlé-Produkte habe ich schon in den entlegensten Winkeln der Erde gekauft. Nescafè, Wagner Pizza, Perrier Wasser oder Maggi, aber auch eine Pflegemarke wie Bübchen kennen Sie sicher.

Zum Trendverhalten muss ich sicher auch nicht viele Worte verlieren: Der langfristige Aufwärtstrend war immer mustergültig. Ein Investment in Nestlé geht eigentlich immer.

Doch in den vergangenen Jahren hatten die Anleger nicht viel Freude an der Aktie: Der Kurs dümpelte nämlich die meiste Zeit nur seitwärts vor sich hin. Die Dividendenrendite von 2,8 Prozent machte dieses Manko nur unzureichend wieder wett.

Im 1. Halbjahr 2017 gab es zwar einen deutlichen Aufwärtsschub. Doch seit dem Sommer ist wieder „tote Hose“. Der Markt wartet erst einmal ab, wie sich die Dinge entwickeln.

Nestlé Tageschart: Schon wieder seitwärts?

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Wo liegt das Problem bei Nestlé?

Ganz einfach: Wenn ein Unternehmen wie Nestlé bereits nahezu überall auf der Welt vertreten ist, wird es schwer, neue Absatzmärkte zu finden. Die Wachstumsraten schrumpfen, die selbst gesteckten Ziele werden nicht mehr erreicht, die Börse reagiert enttäuscht.

Da müssen ganz neue Ideen her, um wieder auf Wachstumskurs zu kommen. Doch das könnte jetzt der Fall sein. Hier bietet sich Ihnen eine Chance, wie sie alle 10 Jahre nur einmal vorkommt.

Zurück in die Erfolgsspur mit diesen Maßnahmen

Seit Jahresbeginn 2017 hat das Unternehmen einen neuen Chef, den ehemals für Fresenius tätigen Manager Ulf Mark Schneider. Dieser hat zuletzt eine umfassende Strategie vorgestellt, um das Unternehmen bis zum Ende des Jahrzehnts wieder auf Wachstumskurs zu bringen.

Dabei sollen zugleich auch die Margen deutlich gesteigert werden, was eine gute Nachricht für die Aktionäre ist (höhere Gewinne machen die Aktie beim KGV billiger und lassen ggf. auch die Dividende wachsen).

Kernpunkte des Programms sind: Eine Steigerung des Umsatzwachstums in den mittleren einstelligen Bereich bis zum Jahr 2020 und eine Erhöhung der bereinigten Ergebnis-Marge auf 17,5 – 18,5%. Wie soll das gelingen?

Neue Ernährungs-Trends als Chance für Wachstum

  1. Ansatzpunkt: Sparmaßnahmen. Die Kosten sollen bis 2020 konzernweit um 2 – 2,5 Mrd. Franken sinken.
  2. Ansatzpunkt: Neue Produkt-Palette. Bereiche wie Kaffee, Wasser, Tier- und Babynahrung wachsen stark. Hier will der Konzern stärker investieren, ggf. auch über Zukäufe. Ein erster konkreter Schritt in diese Richtung wurde auch bereits unternommen. Für 500 Mio. Euro wurden zuletzt Mehrheits-Anteile am US-Edelkaffee-Röster Blue Bottle gekauft.

Darüber hinaus sollen stagnierende Bereiche wie etwa das Süßwaren-Geschäft zur Disposition gestellt werden.

Auch der Ernährung-Trend weg von Fertigprodukten hin zu frischen Nahrungsmitteln soll mit einem künftigen Einstieg in eine eigene Health Food Branche zum strategischen Vorteil umgemünzt werden. In diesem Bereich plant Nestle die Übernahme von Sparten anderer Unternehmen.

Geldregen für die Aktionäre

  1. Ansatzpunkt: Shareholder Value. Neben den genannten strategischen Maßnahmen werden auch die Aktionäre wieder mehr in den Fokus des Interesses gerückt. Anleger sollen mit einem umfassenden Aktienrückkauf-Programm im Volumen von 20 Mrd. Franken bis zum Jahr 2020 bei Laune gehalten werden.

Werden die genannten drei Punkte tatsächlich zeitnah und Erfolg versprechend angegangen, könnte bei Nestlé tatsächlich die Zeit für eine grundlegende Neubewertung der Aktie gekommen sein.

„Heuschrecke“ Loeb macht Druck

Einem ist das alles jedoch noch nicht genug: Der US-Investor Daniel Loeb mit seinem Hedgefonds Third Point ist kürzlich bei dem Konzern eingestiegen (Anteil derzeit ca. 1,25% am Gesamtkonzern) und fordert weitergehende Maßnahmen. Etwa einen Verkauf der Anteile am französischen Kosmetik-Konzern L’Oreal.

Dies lehnt die Konzernführung rund um Schneider zwar bisher ab. Dennoch dürfte der offensive Druck von Loeb auf mehr Rendite mittelfristig dafür sorgen, dass das Ziel der Wertsteigerung für die Aktionäre keine Sekunde aus den Augen gelassen wird.

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten dieser Ausgabe investiert.

 


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Über den Autor
Henrik Voigt

Henrik Voigt hat an der renommierten TU Dresden Wirtschaftsingenieurwesen studiert und als einer der Jahrgangsbesten sein Studium abgeschlossen.

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