Gut für Aktien: Stärkster Preisrückgang seit April 2020

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Die guten Nachrichten von der Inflationsfront reißen nicht ab. Gerade erst begeisterten die US-Inflationsdaten von Oktober die Anleger, da kam die nächste Überraschung in Form der US-Erzeugerpreise.

Auch diese haben sich nämlich im Oktober deutlich schwächer als erwartet entwickelt. Sie sind im Monatsvergleich sogar um 0,5 %  gesunken, während die Volkswirte der Banken mit einem Anstieg um 0,1 % gerechnet hatten. Und nachdem im Vormonat September noch ein Anstieg um 0,4 % gemeldet wurde.

Gut für Aktien: Stärkster Preisrückgang seit April 2020

Das war übrigens der stärkste Rückgang der US-Erzeugerpreise seit April 2020 – also seit dreieinhalb Jahren!

Im Vergleich zum Vorjahresmonat lagen die Erzeugerpreise im Oktober nur um 1,3 % höher. Erwartet wurde eine Jahresveränderungsrate von 1,9 %, nach einem Anstieg um 2,2 % im September.

Warum sind die Daten eigentlich so wichtig für die Börse?

Vorläufer für die Inflations- und Zinsentwicklung

Ganz einfach: die Erzeugerpreise gelten als Vorläufer für die „richtige“ Inflation, also für die Inflation der Verbraucherpreise. Die Erzeugerpreise laufen den Verbraucherpreisen in normalen Zeiten um rund drei Monate voraus. Sie können daher davon ausgehen, dass die Verbraucherpreise ebenfalls weiter rückläufig tendieren werden in den nächsten Monaten.

Das wiederum macht weitere Zinsanhebungen der US-Notenbank überflüssig und lässt die Zinsen auf den Anleihen- und Kreditmärkten wieder etwas sinken, was wiederum die Finanzierungsbedingungen für Unternehmen und Privathaushalte in den USA verbessert.

Warum Sie jetzt Aktien haben müssen!

Und das führt zu steigenden Aktienkursen. Deshalb reagierten die Börsen auch so erfreut auf die Daten am vergangenen Mittwoch. Immerhin hatten Zins- und Inflationssorgen die Kurse seit Ende Juli gedrückt. Diese Zeiten scheinen inzwischen vorüber zu sein. Die Kurse steigen wieder. Und da sollten Sie mit dabei sein! Und zwar mit US-Einzelaktien, die Ihnen wesentlich höhere Gewinne einbringen können als der schnöde Index.