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Aktien: Gewinn-Verlust-Rechnung bei Aktien

Den Begriff der Gewinn-Verlust-Rechnung kennen Sie eher aus der Buchhaltung. Auf börsianisch (bei Aktien) möchte ich Ihnen aber etwas anderes zeigen.

Sicherlich kennen Sie die folgende Überlegung bereits. Doch meiner Meinung nach kann man diese nicht oft genug lesen (bis man sie endlich beherzigt…):

Vermutlich haben auch Sie (wie auch ich vor langer Zeit leider viel zu oft…) schon folgende Erfahrung gemacht: Sie kaufen eine Aktie und bestimmen vorher ganz brav Ihren Stopp. Sie legen also vorher fest, wie viel Sie höchstens bei dieser Spekulation verlieren bzw. riskieren wollen.

Danach steigt die Aktie und sie sind nach ein paar Tagen schon gut im Plus. Danach fällt die Aktie aber wieder auf den Kaufkurs und sogar noch darunter. Die Aktie fällt weiter und kommt Ihrem Stoppkurs immer näher. Die Aktie fängt sich jedoch wieder und steigt ein bisschen. Aber dann, schwupps, ihr Stoppkurs ist erreicht und Sie sollten / wollten eigentlich die Aktie verkaufen.

Nachdem die Aktie aber schon im Gewinn war und „gerade eben vor ein paar Tagen“ wieder Erholungs-Tendenzen zeigte, geben Sie dem Wert noch eine Chance. Sie setzen Ihren Stoppkurs herunter und auf einmal steigt Ihre Risiko-Neigung von etwa 10 auf 20 oder gar 30 Prozent.

STOPP + PAUSE + AUSATMEN

Bitte nehmen Sie diese schnell dahin geschriebenen 10 oder 20 oder 30 Prozent nicht so einfach hin. Denn:

Macht Ihre Aktie 10% Verlust, muss sie 11,1% wieder aufholen, um den Kaufkurs zu erreichen. Ok, das ist im Rahmen und im Bereich des Möglichen.

Liegt die Aktie bereits 20% hinten, muss sie bereits 25% wieder gutmachen, um alleine auf Kaufniveau zu liegen. Hm, natürlich steigen Aktien immer wieder mal um 25%… aber dies stellt aber auch schon deftiges Kursziel dar.

Ab 30% minus wird es dann schon richtig unangenehm. Denn, wenn Ihr Wert ein Minus von 30% hinnehmen muss, dass muss er ab dann 42,90 Prozent steigen. Wohlgemerkt nur, damit Sie plus/minus Null aus dem Trade rauskommen.

Ich muss Ihnen wohl kaum verraten, was passieren muss, wenn Ihre Aktie 50% im Minus liegt. Sie müsste sich verdoppeln…

Daher: Hören Sie am besten auf sich selbst. Wenn Ihre Aktie ihren Stoppkurs erreicht, drücken Sie auf die Verkaufstaste. Ich kann Ihnen fast versprechen. Sie werden sich über diese Entscheidung öfter freuen als ärgern.

Und wenn die Aktie Sie quasi gefangen genommen hat, Sie sich einfach nicht von der Aktie trennen wollen, dann zeige ich Ihnen morgen einen ganz einfachen Trick.

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Über den Autor
Tom Firley

Der gebürtige Kölner Thomas Firley hat in Rosenheim Betriebswirtschaftslehre studiert und arbeitet seit Anfang 2006 für den Investor Verlag.

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