+++ GRATIS Online-Sendung: Money Movement - Der neue Börsenstammtisch für Anleger | am 06.02., 18 Uhr +++

Ein potenzieller „Super-Trade“ für 2023!        

Inhaltsverzeichnis

Wir befinden uns mitten in der schwierigsten Börsenphase seit 2007/08. Bei der Finanzkrise denken viele Anleger eher an 2008/09. Aber 2007 war ein ebenso schweres Jahr wie 2008/09. Denken wir zurück: In 2007 sahen wir immer mehr Warnzeichen aus dem amerikanischen Immobilienmarkt, dem Arbeitsmarkt und natürlich dem Kreditmarkt.

Doch die Aktienkurse stiegen in den ersten drei Quartalen 2007 einfach immer weiter. Viele Spitzen-Börsianer, die die Finanzkrise frühzeitig erkannt hatten, standen im Sommer 2007 trotzdem vor Horror-Verlusten. Sie hatten auf fallende Kurse bei Bank- und Immobilienaktien gesetzt. Was der richtige Gedanke in der Finanzkrise war. Aber die Aktienmärkte fielen einfach nicht – bis die Finanzkrise eskalierte.

Wer dann noch seine Short-Positionen im Finanz- und Immobiliensektor im Depot hatte, verdiente ein Vermögen. In jeder Marktphase gibt es solche übergeordnete mittelfristige Trades. Ich nenne sie „Super-Trades“. Es sind die übergeordneten Marktentwicklungen innerhalb eines Jahres. Wenn Sie solche Entwicklungen frühzeitig erkennen, verläuft selbst die volatilste Börsenphase entspannt und sehr gewinnbringend.

Value-Aktien sind ein Super-Trade in 2023

Ganz so einfach, wie es sich jetzt anhört, ist es jedoch nicht. Im letzten Jahr dachten viele Börsianer „Öl-Long“ und „Anleihen-Long“ wären die zwei Super-Trades. Waren sie aber nicht. Viele Fondsmanager hat es im vergangenen Jahr im Anleihemarkt richtig zerlegt. Der Ölpreis fiel zum Jahresende auf rund 75 USD/Barrel.

Niemand, mit dem ich gesprochen oder dessen Expertenmeinung ich gehört oder gesehen habe, sagte im ersten Quartal 2022 hingegen die historische Rallye im US-Dollar voraus. Es ist also nicht leicht, Super-Trades zu finden. Ein Super-Trade, über den sich Experten für 2023 einig sind: „Value-Aktien über Wachstums-Aktien“.

Börsenhistorisch ist diese Prognose fraglos richtig. Wir sahen es nach dem Platzen der letzten großen Technologie-Blase 2001/02 (der New Economy-Blase). Die Value-Aktien sprangen bereits 2001 an. Dort wurde viel Geld verdient – obwohl die Tech-Aktien weiter einbrachen.

2023: Der Durchbruch für Gold

Doch ich möchte Ihre Augen auch noch auf einen anderen potenziellen Super-Trade lenken: Gold. Gold hätte eigentlich schon letztes Jahr durchstarten müssen – sehr ähnlich wie der Trade „Short-Finanz/Immobiliensektor“ in 2007. Doch die historische US-Dollar-Rallye machte diesem Super-Trade einen Strich durch die Rechnung.

Es dürfte jedoch nur ein Fall von: „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“ sein. Genau wie es 2007/08 der Fall bei den Short-Positionen auf Bank- und Immobilienwerte war. Wenn die US-Notenbank Fed die Zinserhöhungen in 2023 beendet und dadurch die Stärke im US-Dollar schwindet, reduzieren sich die größten Belastungsfaktoren gegen Gold.

Gleichzeitig sprechen alle anderen Faktoren für Gold: Weiterhin hohe Inflation. Steigende Rohstoffpreise durch den abwertenden US-Dollar. Rezessionsängste. Geopolitische Spannungen auf dem höchsten Niveau seit 50 Jahren. Die Krypto-Krise. Und ganz wichtig: Niemand außer den Gold-Fans hat mehr Gold im Depot!  

Fazit: Achten Sie auf Gold. Der Goldpreis ist in den letzten zwei Monaten bereits dynamisch angestiegen. Hier positionieren sich offensichtlich bereits erste Institutionelle Investoren. Doch kaum jemand hat es mitbekommen. Wer glaubt aktuell noch an Gold? Doch das ist die ideale Ausgangslage für einen „Super-Trade“. Denn dann gibt es jede Menge neue Käufer.