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Volkswagen-Aktie: mit neuer Softwarestrategie in die Zukunft

Volkswagen-Aktie: mit neuer Softwarestrategie in die Zukunft
Tobias Arhelger / stock.adobe.com
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Am morgigen Freitag findet bei Volkswagen die außerordentliche Hauptversammlung statt, bei welcher der neue VW-Chef Oliver Blume seine Strategie für den Bereich Software vorstellen wird. Nicht zuletzt an der sehr wichtigen Transformation vom reinen Auto- hin zum Softwarekonzern ist Blumes Vorgänger Herbert Diess gescheitert.

Blume hat seine Ideen für die Umsetzung der Softwarestrategie bereits angerissen. Und der Druck ist groß, denn das dürfte ein entscheidender Baustein für die Zukunft des Konzerns sein. Im Augenblick sieht es für Volkswagen sehr ordentlich aus – mit sattem Quartalsgewinn und einem zusätzlichen Milliardengewinn durch den Porsche-Börsengang geht es in den Jahresendspurt.

Darum ist die Softwarestrategie entscheidend für VW

Eines haben alle großen Autohersteller längst erkannt: Die Zukunft der Autos liegt in der Software. So ist das langfristige Ziel auch bei Volkswagen, dass der Fokus auf die Software gerichtet sein wird und die Basis der Fahrzeuge darstellt. Die Produktpalette und Modelle werden zukünftig von der Software abhängen und nicht umgekehrt.

Bisher läuft es bei VW diesbezüglich jedoch noch alles andere als rund. In 2026 sollte eigentlich das Modell Trinity mit neuer Software E3 2.0 produziert werden. Diesen Zeitplan kassierte Blume nun, man rechnet erst mit Produktionsstart rund um das Ende des Jahrzehnts. Der Grund: Die Software ist nicht fertig.

Ob Volkswagen sich in den kommenden Jahren auf die eigene Entwicklung fokussiert oder sich vorrübergehend externe Hilfe bei Softwarekonzernen sucht, ist eine der wichtigsten strategischen Fragen. So oder so macht auch VW-Chef Blume klar: Die Softwarestrategie hat für das Unternehmen oberste Priorität.

Volkswagen-Aktie mit Potenzial – mittelfristig und langfristig

Auf kurze und mittlere Sicht läuft es für Volkswagen momentan gut. Denn Konzernumsatz (knapp 71 Milliarden Euro) und -Gewinn (operatives Ergebnis 4,7 Milliarden Euro) waren im dritten Quartal 2022 auf Top-Niveau. Zudem spülen der Börsengang und Verkauf von Porsche-Aktien fast zehn Milliarden Euro in die Kassen. Zusätzlich werden 9,55 Milliarden Euro an die Aktionäre ausgeschüttet.

Langfristig hängt die Entwicklung der Volkswagen-Aktie vor allem mit der Transformation zur Elektromobilität und zu software-basierten Autos zusammen. Hier wird sich erst in einigen Quartalen zeigen, ob der neue Chef Blume die richtigen Schlüsse aus den Problemen der letzten Jahre gezogen hat. Der Start war schon einmal vielversprechend.