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Volkswagen-Aktie: Batterie-Strategie schafft langfristiges Potenzial!

Inhaltsverzeichnis

Bis Ende der 20er Jahre sollen bei Volkswagen 70 Prozent der verkauften Autos über einen Elektroantrieb verfügen. Das stellt den Konzern vor immense Herausforderungen – besonders mit Blick auf die Batterien, die Kernkomponente eines jeden E-Autos.

Die Wolfsburger müssen sich also große Mengen an Batteriezellen sichern, um ihre Elektro-Transformation bewältigen zu können. Bislang war der Autobauer in diesem sensiblen Bereich abhängig von externen Lieferanten. Das soll sich künftig aber ändern.

Schauen Sie: Allein in Europa will Volkswagen bis Ende des Jahrzehnts zusammen mit Partnern sechs gigantische Batteriewerke (Gigafactories) hochziehen. Die Fabriken sollen Batterien mit einer jährlichen Gesamtkapazität von 240 GWh hervorbringen. Damit könne man den Bedarf des Konzerns höchstwahrscheinlich decken, heißt es aus Wolfsburg.

VW-Batteriewerke: Teuer – aber sinnvoll

Billig wird das Ganze jedenfalls nicht. VW veranschlagt für die Fabriken – einschließlich der benötigten Rohstoffe – Kosten von 25 bis 30 Milliarden Euro. Auch ein Konzern wie VW kann das nicht einfach aus der Portokasse bezahlen.

Trotzdem schürt die Strategie der Wolfsburger Hoffnung – auch für Sie als Anleger. Denn die Aktie dürfte hiervon langfristig profitieren.

Wie oben erwähnt kann Volkswagen dank der eigenen Fabriken in Zukunft seine Abhängigkeit von asiatischen Zulieferern reduzieren. Dadurch verschafft sich der Konzern eine bessere Kostenkontrolle und kann sicherstellen, dass zu jeder Zeit ausreichend Batteriezellen für die eigenen Bedürfnisse vorhanden sind. Das gibt dem Unternehmen und der Aktie Stabilität.

Einheitszelle soll Kosten senken

Gleichzeitig will VW in den kommenden Jahren seine Effizienz steigern. Denn der Autobauer plant eine sogenannte Einheitszelle. Diese soll in sämtlichen VW-Gigafactories hergestellt und ab 2023 eingeführt werden.

Im Jahr 2030 könne man dann markenübergreifend bis zu 80 Prozent aller Stromer des Konzerns damit ausstatten, so VW. Dabei werde man besonderen Wert auf innovative Produktionsmethoden und das Recycling legen. Ziel sei es, mit der Einheitszelle die Kosten für Batterien sukzessive um bis zu 50 Prozent zu verringern.

Damit könne man die Gesamtkosten der Elektroautos drastisch senken, was wiederum zu einer höheren Nachfrage vonseiten der Endkunden führe. Natürlich wird das wohl auch positive Auswirkungen auf die Marge und letztendlich den Konzerngewinn bzw. die Dividenden haben.

Am Donnerstag könnte es neue Infos geben

Wo genau die Batteriewerke entstehen sollen, ist bislang noch nicht vollständig klar. Lediglich zwei Standorte wurden von VW bisher bestätigt. So will man zum einen im schwedischen Skelleftea zusammen mit dem Start-up Northvolt eine Fabrik bauen.

Zum anderen soll in Salzgitter, unweit des Konzernsitzes in Niedersachsen, eine weitere Gigafactory entstehen. Hier kooperiert man mit dem staatlichen chinesischen Batteriehersteller Gotion High Tech. Die anderen vier Standorte sind bislang noch unklar.

Interessant: Schon am Donnerstag könnte VW hierzu neue Informationen veröffentlichen. Dann will der Konzern nämlich seine aktualisierten Investitionspläne den Anlegern vorstellen.

Mein Fazit für Sie

Die Batterie-Strategie von Volkswagen ist auf langfristige Sicht durchaus sinnvoll. Der Konzern schafft sich damit Sicherheit und Flexibilität. Gleichzeitig will man die Kosten der Batterieherstellung drastisch reduzieren.

Übrigens: VW will auch im Rohstoffbereich in die Offensive gehen – vor allem bei wichtigen Stoffen wie Lithium oder Nickel. Hier plant man vertiefte Partnerschaften mit Minenfirmen bis hin zu Beteiligungen. Dadurch wollen sich die Wolfsburger auf lange Sicht die wichtigen Rohstoff-Lieferungen sichern.

Unterm Strich ist der Konzern also auf dem richtigen Weg.