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Hidden Champion: Diese Aktie ist Ihr Krisenschutzschild!

Inhaltsverzeichnis

Symrise ist eines dieser Unternehmen, die in der Öffentlichkeit kaum bekannt, für Ihren Alltag aber trotzdem von entscheidender Bedeutung sind. Ob Getränke, Süßigkeiten, Milchprodukte, Soßen, Nudeln, Tierfutter, Parfums, Zahnpflegeprodukte, Reinigungsmittel oder Kosmetika: Bei den Produkten des täglichen Lebens spielt Symrise eine wichtige Rolle.

Der Konzern stellt nämlich Duft- und Geschmackstoffe eben für diese Produktkategorien her. Schauen Sie: Allein bei Lebensmitteln und Getränken bietet das Unternehmen aus Holzminden (Niedersachsen) rund 13.000 verschiedene Geschmackslösungen – und das für mehr als 140 Märkte.

Symrise: stark in der Krise

Besonders interessant für Sie als Anleger: Symrise zeigte sich zuletzt durchaus krisenresistent. Der Konzern profitiert indirekt von den wieder volleren Restaurants, der neuen Reiselust der Bürger und der immer noch sehr hohen Nachfrage im Haustierbereich. Gleichzeitig schafft es Symrise offenbar recht gut, die hohen Preise für Energie und Rohstoffe an seine Kunden weiterzugeben.

Aber schauen Sie selbst: Im ersten Halbjahr erzielte die Dax-Firma ein Umsatzplus von 18,5 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro. Symrise profitierte hier auch von günstigen Wechselkursbedingungen bzw. der Aufwertung des US-Dollars. Streicht man unter anderem diesen Effekt heraus, wuchs das Unternehmen organisch immer noch um 10,2 Prozent.

Profitabilität nur leicht rückläufig

Ebenfalls positiv: Das Betriebsergebnis EBITDA verbesserte sich zwischen Anfang Januar und Ende Juni um stattliche 15,7 Prozent auf 486 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge, die angibt, wie viel operativer Gewinn vom Umsatz hängenbleibt, lag also bei 21,5 Prozent. Die Profitabilität gab somit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,5 Prozentpunkte nach.

Angesichts der Belastungen durch die hohen Rohstoff- und Energiepreise ist der Rückgang aber relativ schmal. Analysten hatten laut Vara Research mit einer EBITDA-Marge von nur 20,8 Prozent gerechnet.

Tiernahrung boomt

Stark entwickelte sich im ersten Halbjahr der Geschäftsbereich mit Aromen und Nahrungsmittelzusätzen. Hier lag das organische Wachstum bei 12,7 Prozent. Bei den Duftstoffen, Parfümerie-Anwendungen und kosmetischen Wirkstoffen erzielte man ein vergleichbares Umsatzplus von 6,3 Prozent.

Ein überdurchschnittliches Wachstum brachte indes die Sparte „Pet Food“ mit ein. Hier gab es in allen Regionen zweistellige Zuwachsraten. Wegen der Corona-Pandemie und des Stay-at-Home-Trends haben sich viele Menschen rund um Globus Haustiere zugelegt. Dieser Boom kommt Symrise zugute.

Der Konzern produziert Inhaltsstoffe für Tiernahrung, die zu einer Geschmacksverbesserung beitragen und die Futterakzeptanz steigern. Ein Erfolgsmodell, das Symrise nun ausbauen will, indem man die Kapazitäten zum Beispiel in Nordamerika, Brasilien und China verstärkt.

Symrise erhöht Umsatzprognose für 2022

Optimismus wird bei den Niedersachsen derzeit jedenfalls großgeschrieben. So schraubte Symrise seine Umsatzerwartungen für 2022 nach oben. Demnach rechnet der Konzern nun mit einem organischen Wachstum von deutlich mehr als 7 Prozent.

Zuvor hatte man hier eine Spanne von nur 5 bis 7 Prozent in Aussicht gestellt. Die Profitabilität soll dabei mit einer EBITDA-Marge von rund 21 Prozent auf einem hohen Niveau gehalten werden.

Mein Fazit für Sie

Dass Symrise trotz der schwierigen äußeren Bedingungen seinen Ausblick erhöht, ist durchaus bemerkenswert und ein Zeichen der Stärke. Dem Unternehmen kommt zugute, dass die von ihm unterstützten Endprodukte für den Alltag vieler Menschen unerlässlich sind. So dürfte die Nachfrage nach Lebensmitteln, Getränken und Kosmetika trotz der hohen Preise relativ stabil bleiben. Symrise kann also seine gestiegenen Produktionskosten sehr gut an die Kunden und schließlich an die Endverbraucher weiterreichen.

Hinzu kommt, dass der Konzern während der Corona-Pandemie ein Effizienzprogramm gestartet hatte. Durch mehr Digitalisierung verschafft sich Symrise Einsparpotenzial, das sich langfristig positiv auf die Wachstumsstory auswirken dürfte. So rechnet der Aroma-Spezialist für die Jahre nach 2022 mit einer jährlichen EBITDA-Marge von bis zu 23 Prozent.

Unterm Strich lässt sich sagen, dass Symrise die wirtschaftlichen Turbulenzen dieser Zeit bis dato relativ gut weckstecken kann. Die Aktie ist somit ein recht konservativer Pick – und bietet übrigens auch kontinuierlich steigende Dividenden.