Siemens-Aktie: KI-Fantasie treibt Kurs auf Allzeithoch

Rotes Gebäude mit blauem Schriftzug "Siemens", daneben modernes Gebäude und Baum.
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Die Siemens-Aktie notiert am heutigen Mittwoch bei fast 254 Euro und damit so hoch wie nie zuvor. Getrieben von frischen Impulsen von der CES in Las Vegas, honorieren Investoren die strategische Neuausrichtung des Münchener DAX-Schwergewichts.

Einflussfaktoren: Nvidia-Allianz und Altair-Integration

Zwei wesentliche Faktoren haben das Sentiment zuletzt maßgeblich geprägt. Zum einen sorgt die heute auf der CES in Las Vegas verkündete Vertiefung der Partnerschaft mit Nvidia für Fantasie. Der Fokus liegt auf dem „Industrial Metaverse“ und dem Einsatz generativer KI in der Fertigung – ein Feld, in dem Siemens durch seine installierte Basis eine Pole-Position einnimmt.

Zum anderen beginnt die Integration des US-Softwareunternehmens Altair Engineering, dessen Übernahme Siemens‘ Position im Bereich Simulation und Data Science massiv stärkt, erste Früchte in der Wahrnehmung der Analysten zu tragen. Die Sorge vor Integrationsrisiken ist einer Zuversicht gewichen, dass dieser Deal das hochmargige Digital-Industries-Segment langfristig beflügeln wird.

Solides Fundament: Die Siemens-Zahlen zum Geschäftsjahr 2025

Die Rallye fußt nicht nur auf Zukunftsmusik, sondern auf harten Fakten. Mit einem Umsatz von 78,9 Mrd. Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 (Q4/FY25) hat der Konzern die Erwartungen erfüllt. Besonders das industrielle Geschäft (Industrial Business) überzeugte mit einem EBIT von 11,8 Mrd. Euro, was die Resilienz der Margen trotz eines schwierigen makroökonomischen Umfelds in Europa unterstreicht. Aktionäre sollen an diesem Erfolg direkt partizipieren: Der Vorstand schlägt eine Anhebung der Dividende auf 5,35 Euro je Aktie vor. Dies unterstreicht die Zuversicht des Managements in die Cash-Flow-Stärke des Konzerns.

Siemens-Aktie: Fazit für Anleger

Die Siemens-Aktie befindet sich in einer Phase der Neubewertung. Für Investoren ergibt sich daraus folgendes Bild:

  • Das Spannende: Siemens gelingt es aktuell glaubwürdig, die „KI-Story“ im industriellen Kontext zu spielen. Die Kooperationen mit Nvidia und die Altair-Übernahme sind keine PR-Gags, sondern strategisch sinnvolle Ergänzungen, die das KGV-Multiple mittelfristig weiter ausweiten könnten.
  • Chancen: Sollte sich die Konjunktur in China im Laufe des Jahres 2026 stabilisieren, hätte das klassische Automatisierungsgeschäft (Digital Industries) einen zusätzlichen Hebel, der im aktuellen Kurs noch nicht vollständig eingepreist ist. Die Dividendenrendite von über 2 Prozent bietet zudem eine solide Basisabsicherung.
  • Risiken: Auf dem aktuellen Allzeithoch ist die Aktie „priced for perfection“. Enttäuschungen bei der Integrationsgeschwindigkeit von Altair oder eine Eintrübung der Investitionsbereitschaft bei US-Kunden könnten zu Gewinnmitnahmen führen.
  • Ausblick: Anleger sollten in den kommenden Wochen genau beobachten, ob die Marke von 250 Euro als Unterstützung hält. Der Fokus liegt nun auf den Q1-Zahlen im Februar, die zeigen müssen, ob der Auftragseingang im Software-Bereich die hohen Erwartungen bereits widerspiegelt.

Jahreschart Siemens-Aktie, Quelle: aktienscreener.com

Dieser Text wurde unter Einsatz von KI-Tools erstellt und redaktionell überarbeitet.