Sartorius Aktie: Ausblick 2026 überzeugt

Eine Lupe vergrößert den Schriftzug "Sartorius" auf einem gelben Hintergrund, umgeben von Börsendaten.
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Die Durststrecke scheint überwunden: Der Laborausrüster Sartorius hat am Dienstag mit seinen Zahlen für 2025 und einem optimistischen Ausblick auf das Geschäftsjahr 2026 das Vertrauen der Anleger zurückgewonnen.

Nach einer längeren Phase der Normalisierung nach dem Corona-Boom und dem Abbau hoher Lagerbestände bei Kunden signalisiert der Göttinger DAX-Konzern nun eine Rückkehr zu profitablem Wachstum. Die im MDAX gelisteten Vorzugsaktien reagierten am Nachmittag sehr positiv auf die Nachrichten und notierten bei rund 253 Euro (Stand: 3. Februar 2026, ca. 15.30 Uhr), was einem Tagesplus von acht Prozent entspricht.

Rückkehr zu alter Stärke in Sicht

Nach einem herausfordernden Übergangsjahr 2024 konnte Sartorius 2025 die Erwartungen erfüllen und teilweise übertreffen. Der Konzernumsatz kletterte nach vorläufigen Zahlen währungsbereinigt um 7,6 Prozent auf 3,54 Milliarden Euro. Besonders erfreulich für Investoren ist die Entwicklung der Profitabilität: Die bereinigte EBITDA-Marge stieg von zuvor 28 Prozent auf nun 29,7 Prozent. Damit nähert sich das Unternehmen wieder seiner mittelfristigen Zielmarke an.

Treibende Kraft war vor allem die Sparte Bioprocess Solutions, die Lösungen für die Herstellung von Biopharmazeutika anbietet. Hier normalisierte sich das Bestellverhalten der Kunden spürbar, nachdem die Lagerbestände aus der Pandemiezeit weitgehend abgebaut wurden. Auch die lange schwächelnde Laborsparte (Lab Products & Services) zeigte im Jahresverlauf Stabilisierungstendenzen, wenngleich die Investitionszurückhaltung in China und Teilen Europas hier noch Bremsspuren hinterließ.

Sartorius Aktie: Optimistischer Ausblick auf 2026

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 zeigt sich das Management zuversichtlich. Der Konzern rechnet mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum in einer Bandbreite von 5 bis 9 Prozent. In diese Prognose sind bereits Effekte aus der jüngsten Akquisition des US-Unternehmens MatTek sowie potenzielle US-Zölle einkalkuliert.

Besonders im Fokus der Analysten steht die Margenprognose: Sartorius peilt für 2026 eine operative EBITDA-Marge von „etwas über 30 Prozent“ an. Dies würde bedeuten, dass der Konzern seine Effizienz weiter steigern kann, unterstützt durch Volumen- und Skaleneffekte. Die Investitionsquote (Capex) soll bei rund 12,5 Prozent vom Umsatz stabil bleiben, was den fortgesetzten Ausbau der globalen Kapazitäten unterstreicht.

Analysten sehen Aufwärtspotenzial

Die Reaktion am Finanzmarkt fiel überwiegend wohlwollend aus. Experten werten den Ausblick als Bestätigung, dass der Bodenbildungsprozess abgeschlossen ist. Das Analysehaus Jefferies bestätigte seine Kaufempfehlung für die Sartorius Aktie mit einem Kursziel von 275 Euro und sieht die Prognosen am oberen Ende der Markterwartungen. Etwas zurückhaltender äußerte sich die UBS, die ihre Einstufung auf „Neutral“ mit einem Ziel von 230 Euro beließ, aber die solide Entwicklung im vierten Quartal 2025 anerkannte.

Trotz makroökonomischer Unsicherheiten und geopolitischer Risiken überwiegt am Markt die Ansicht, dass die strukturellen Wachstumstreiber im Biopharma-Sektor intakt sind und Sartorius als „Schaufelverkäufer“ der Branche davon überproportional profitieren wird.

Jahreschart Sartorius Aktie, Quelle: https://aktienscreener.com

Dieser Text wurde unter Einsatz von KI-Tools erstellt und redaktionell überarbeitet.