SAP Aktie: Bringen Quartalszahlen die Wende?
Die SAP Aktie steuert auf einen der wichtigsten Termine des Jahres zu: Am Donnerstag, den 29. Januar 2026, öffnet der Softwarekonzern seine Bücher für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025. Für CEO Christian Klein steht viel auf dem Spiel. Nach Monaten der volatilen Kursentwicklung wollen Investoren vor allem eines sehen: Beweise, dass die Cloud-Transformation trotz KI-Gegenwind an Fahrt gewinnt. Kann der DAX-Schwergewicht die hohen Erwartungen beim Auftragseingang erfüllen oder droht ein Dämpfer?
Die Erwartungen: Cloud-Umsatz als Zünglein an der Waage
Der Blick der Analysten richtet sich am Donnerstagmorgen fast ausschließlich auf eine Kennzahl: den „Current Cloud Backlog (CCB)“. Dieser Auftragseingang gilt als verlässlichster Indikator für die zukünftigen Einnahmen. Im dritten Quartal lag das währungsbereinigte Wachstum hier bei beeindruckenden 27 Prozent. Für das wichtige vierte Quartal – traditionell das stärkste im Softwaregeschäft – liegt die Messlatte hoch.
Ein Wachstum des Cloud-Backlogs von unter 25 Prozent (währungsbereinigt) würde vom Markt voraussichtlich als Enttäuschung gewertet werden. Die Gesamtumsätze, die im dritten Quartal bei 9,08 Milliarden Euro lagen, dürften saisonal bedingt ansteigen. Entscheidend ist jedoch die „Qualität“ des Umsatzes: Der Anteil der wiederkehrenden Cloud-Erlöse muss weiter steigen, während die klassischen Lizenzerlöse planmäßig an Bedeutung verlieren.
Marge und Restrukturierung: Greifen die Sparmaßnahmen von SAP?
Neben dem Wachstum steht die Profitabilität im Scheinwerferlicht. Das Anfang 2024 angekündigte Transformationsprogramm, das den Abbau und die Umschulung tausender Stellen beinhaltete, sollte im Gesamtjahr 2025 nun volle Wirkung zeigen. Das Ziel für das operative Ergebnis (Non-IFRS) im Gesamtjahr 2025 wurde vom Management zuletzt auf eine Spanne angehoben, die ein Ergebnis von über 10 Milliarden Euro impliziert.
Angesichts eines EBIT von 2,57 Milliarden Euro allein im dritten Quartal 2025, erscheint dieses Ziel greifbar. Anleger werden genau prüfen, ob die Kosten für die Restrukturierung wie geplant abgenommen haben und ob sich die operative Marge durch Effizienzgewinne verbessert hat.
KI-Strategie: Chance oder Bedrohung für das Service-Geschäft und die SAP Aktie?
Ein Thema, das die Stimmung zuletzt trübte, ist die Sorge um den Einfluss Generativer KI auf das Geschäftsmodell. Kritiker befürchten, dass KI die lukrativen Einnahmen aus Implementierungs-Dienstleistungen und Beratertagen langfristig schmälern könnte.
SAP hält mit seinem KI-Assistenten „Joule“ dagegen und versucht, Künstliche Intelligenz als Preistreiber für Premium-Cloud-Verträge zu etablieren. Im Call mit Analysten wird CEO Klein darlegen müssen, wie stark die KI-Integration die Migration der Bestandskunden auf die neuere „RISE with SAP“-Plattform tatsächlich beschleunigt. Konkrete Kundenzahlen zur Nutzung von Joule wären hier ein starkes Signal gegen die Skepsis des Marktes.
SAP Aktie: Fazit für Anleger
Die kommenden Zahlen markieren eine echte Weichenstellung für die SAP Aktie.
* Chancen: Übertrifft SAP beim Cloud-Backlog die magische 25-Prozent-Wachstumsmarke und bestätigt die Margenziele für 2026, dürfte dies die jüngsten Sorgen um das KI-Geschäftsmodell zerstreuen und könnte eine Relief-Rallye auslösen.
* Risiken: Jede Schwäche im Ausblick oder ein Verfehlen der Cloud-Umsatzziele könnte angesichts der hohen Bewertung zu deutlichen Gewinnmitnahmen führen. Insbesondere vage Aussagen zur KI-Monetarisierung könnten bestraft werden.
Anleger sollten am 29. Januar vor allem auf den Kommentar zum Start ins Jahr 2026 achten. Konservative Anleger warten die erste Marktreaktion ab, da die Volatilität direkt nach Veröffentlichung hoch sein dürfte. Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.

Jahreschart SAP Aktie, Quelle: https://aktienscreener.com
Dieser Text wurde unter Einsatz von KI-Tools erstellt und redaktionell überarbeitet.