Rheinmetall Aktie: Absturz nach Prognosen
Die Rheinmetall Aktie ist im heutigen Handel deutlich um fünf Prozent eingebrochen und notiert aktuell bei knapp 1.600 Euro (Stand: 5. Februar 2026, ca. 16 Uhr). Auslöser für den massiven Abverkauf sind die heute veröffentlichten Prognosen für das laufende Geschäftsjahr 2026, die deutlich hinter den hohen Erwartungen des Marktes zurückblieben. Gewinnmitnahmen und eine breitere Sektorkonsolidierung verstärken den Druck auf den DAX-Titel, der im Tagesverlauf zeitweise sogar bis auf 1.520 Euro abgerutscht war.
Umsatzprognose von Rheinmetall verfehlt Konsens deutlich
Im Fokus der Anleger steht der neue Ausblick des Managements. In einem Call mit Investoren stellte Rheinmetall für 2026 einen Konzernumsatz in der Bandbreite von 15 bis 16 Milliarden Euro in Aussicht. Diese Zahlen sorgten auf dem Parkett für Ernüchterung. Analysten hatten im Vorfeld mit aggressiveren Wachstumszielen gerechnet, insbesondere angesichts der anhaltenden geopolitischen Spannungen und der Aufrüstungsprogramme der NATO-Staaten.
Zwar plant der Konzern weiterhin mit einer robusten operativen Marge von 18 bis 20 Prozent, doch das langsamere Umsatzwachstum – insbesondere in der Verteidigungssparte, die nun inklusive der NVL-Integration betrachtet wird – wirft Fragen zur kurzfristigen Ausführungsgeschwindigkeit auf. Analysten der Berenberg Bank beispielsweise bezeichneten die Guidance in einer ersten Einschätzung als „überraschend schwach“ und bemängelten die fehlende detaillierte Begründung während der Investorenkonferenz.
Auftragsbücher auf Rekordniveau – Skyranger im Fokus
Trotz der kurzfristigen Enttäuschung bleiben die fundamentalen Treiber intakt. Rheinmetall bekräftigte das Ziel, den Auftragsbestand bis Ende 2026 auf rund 135 Milliarden Euro auszubauen. Allein der Auftragseingang im laufenden Jahr könnte bis zu 80 Milliarden Euro erreichen, wovon ein Großteil (ca. 67 Mrd. Euro) aus deutschen Verteidigungshaushalten stammen soll. Der Free Cashflow wird dank hoher Anzahlungen für Großprojekte weiterhin als „sehr stark“ prognostiziert.
Ein entscheidender Faktor für die Stimmung in den kommenden Monaten dürfte die Performance des Flugabwehrsystems Skyranger sein. Erste Berichte über den Einsatz in der Ukraine werden noch im ersten Quartal erwartet. Jens-Peter Rieck, Analyst bei Mwb-Research, warnte, dass eine enttäuschende Performance des Systems die „Equity Story“ von Rheinmetall zusätzlich belasten könnte. Gleichzeitig schreitet die Integration neuer Plattformen voran: Die Produktion des Kampfpanzers KF51 Panther und die Expansion in maritime Anwendungen durch die NVL-Übernahme bleiben zentrale Wachstumssäulen für die Jahre nach 2027.
Rheinmetall Aktie: Fazit und technische Lage
Nach der Rallye des Jahres 2025, in der europäische Rüstungswerte von Rekord zu Rekord eilten, nutzen viele Anleger die heutigen Nachrichten für Gewinnmitnahmen. Die Marke von 1.500 Euro dient nun als wichtige psychologische Unterstützung. Langfristig orientierte Investoren dürften den Rücksetzer jedoch genau beobachten. Der heutige Kurssturz ist eine schmerzhafte, aber in einem überhitzten Sektor nicht ungewöhnliche Realitätsprüfung.

Jahreschart Rheinmetall Aktie, Quelle: https://aktienscreener.com
Dieser Text wurde unter Einsatz von KI-Tools erstellt und redaktionell überarbeitet.