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Deutsche Lufthansa: Diese Zahlen sind interessant

Deutsche Lufthansa: Diese Zahlen sind interessant
mije shots / stock.adobe.com
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Corona setzte die Reisebranche stark unter Druck. Rote Zahlen gingen mit massiven Kurseinbrüchen innerhalb der Branche an der Börse einher. Tui, Deutsche Lufthansa und Co. mussten kräftig Federn lassen. Doch gelang es der Deutschen Lufthansa-Aktie jüngst nun wieder die Marke von 7 Euro zurückzuerobern. Natürlich nicht grundlos…

Höchster Quartalsgewinn seit drei Jahren

Nachdem die Urlaubssaison in diesem Jahr bis auf einige zwischenzeitliche Schwierigkeiten an sich planmäßig anlaufen konnte, hat der Fluganbieter bereits von April bis Juni dieses Jahres einen Nettogewinn von gut 259 Mio. Euro reinholen können.

Das Sommergeschäft des dritten Quartals hat anschließend für einen Gewinnüberschuss von knapp 810 Mio. Euro gesorgt. Das letzte Mal, dass die angeschlagene Airline einen derart hohen Gewinn verzeichnen konnte, war im dritten Jahresviertel 2019. Laut des Konzerns selbst, sind im Q3 ca. 33 Mio. Passagiere mit der Deutschen Lufthansa oder einer ihrer Töchter geflogen.

1.224% höheres Konzernergebnis zum Vorjahr

Seit Ausbruch des Coronavirus und der damit einhergehenden globalen Pandemie schrieb die Airline konstant nur noch rote Zahlen. In den Büchern stand ein kumulierter Verlust bis zum zweiten Quartal 2022 von ungefähr 10,3 Mrd. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Lufthansa das Konzernergebnis um satte 1.224% hochschrauben.

Nach unternehmenseigenen Angaben hätte das Ergebnis sogar noch besser ausfallen können, wäre es nicht zu zahlreichen Flugstreichungen gekommen aufgrund von Betriebsstörungen, die wiederrum durch Personalmangel bei Airlines und an Flughäfen bedingt waren. Die daraus entstandenen Kosten beziffert man mit etwa 239 Mio. Euro.

Für das Jahresende 2022 geht die Deutsche Lufthansa von stabilen Profiten aus sowie einem Passagieraufkommen von etwa 80% des Niveaus des Vor-Krisen-Jahres 2019. Des Weiteren plant der MDAX-Konzern bis zum Ende des laufenden Jahres die restlichen Corona-Krisenhilfen an den Fiskus zurückzuzahlen.

Konzern präsentiert sich optimistisch

Zwar präsentiert sich der Konzern indes außerordentlich optimistisch. „Die Lufthansa Group hat die Pandemie wirtschaftlich hinter sich gelassen und blickt optimistisch nach vorne“, so die Worte von Vorstandschef Carsten Spohr. Die Lust zu reisen und damit auch die Nachfrage nach Flugtickets sei laut Spohr weiter ungebrochen, das gelte auch für das kommende Jahr.

Und sicher ergibt sich hier auch eine vielversprechende Turnaround-Chance für mutige Anleger nach dem Einbruch. Seit Anfang Oktober konnte sich das Papier bereits deutlich erholen.

Aber dennoch darf nicht außer Acht gelassen werden – und diesbezüglich mahnen auch einige Analysten -, dass steigende Kosten für beispielsweise Energie und Lebenshaltung die Reiselust der Verbraucher immer wieder ausbremsen können.