Knorr-Bremse Aktie: Schiene hui, Straße pfui?
Die Knorr-Bremse Aktie steht morgen im Fokus der Finanzmärkte. Der Münchner Weltmarktführer für Bremssysteme legt sein vollständiges Jahresergebnis für 2025 vor. Investoren blicken gespannt darauf, ob das boomende Zuggeschäft die zyklische Schwäche im Lkw-Sektor vollständig kompensieren konnte und wie die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr ausfällt.
Umsatz und Marge: Das erwarten die Analysten bei Knorr-Bremse
Nach einem soliden dritten Quartal hat das Management um CEO Marc Llistosella die Ziele für das Gesamtjahr 2025 im Herbst bestätigt. Analysten rechnen im Konsens mit einem Konzernumsatz am unteren Ende der ursprünglichen Prognosespanne von 7,8 bis 8,1 Milliarden Euro.
Besonders im Fokus steht die operative Marge (EBIT-Marge). Hier hatte Knorr-Bremse zuletzt eine Zielspanne von 12,5 bis 13,5 Prozent ausgegeben. Experten gehen davon aus, dass das Unternehmen dank strikter Kostendisziplin und Preiserhöhungen im oberen Drittel dieser Spanne landen könnte.
Zweigeteilte Welt: Schiene vs. Straße
Das Geschäftsjahr 2025 war geprägt von einer extremen Divergenz zwischen den beiden Hauptsparten von Knorr-Bremse:
* Systeme für Schienenfahrzeuge (RVS): Diese Sparte gilt als der aktuelle Wachstumstreiber. Getrieben von Großaufträgen aus Indien und einer robusten Nachfrage im europäischen Personenverkehr, dürfte dieser Bereich Rekordergebnisse liefern.
* Systeme für Nutzfahrzeuge (CVS): Hier weht der Wind deutlich rauer. Die globale Lkw-Produktion schwächelte 2025, insbesondere in Europa und Nordamerika. Anleger achten morgen genau darauf, ob der Auftragseingang im vierten Quartal eine Bodenbildung signalisiert oder ob die Talfahrt anhält.
Dividende und Ausblick 2026 für die Knorr-Bremse Aktie
Für Einkommensinvestoren ist der morgige Tag entscheidend. Knorr-Bremse verfolgt traditionell eine Ausschüttungspolitik, die etwa 40 bis 50 Prozent des Konzerngewinns an die Aktionäre weitergibt. Nach einer Ausschüttung von 1,75 Euro im Vorjahr rechnen Analysten für das Geschäftsjahr 2025 mit einer stabilen bis leicht erhöhten Dividende zwischen 1,75 Euro und 1,80 Euro je Aktie. Entscheidender als der Rückblick wird jedoch der Ausblick auf 2026 sein: Kann das Orderbuch im Rail-Bereich die anhaltende Schwäche im Truck-Sektor auch im neuen Jahr überkompensieren?
Knorr-Bremse Aktie: Fazit für Anleger
Das Jahresergebnis von Knorr-Bremse wird zeigen, wie krisenfest das Geschäftsmodell „Schiene plus Straße“ wirklich ist.
* Chancen: Übertrifft die Marge dank des starken Rail-Geschäfts die Erwartungen, dürfte die Aktie den jüngsten Aufwärtstrend fortsetzen. Eine positive Überraschung beim Ausblick für den Lkw-Markt 2026 wäre ein starker Kurstreiber.
* Risiken: Sollte der Ausblick für 2026 aufgrund der geopolitischen Lage oder einer schwachen Lkw-Nachfrage vorsichtiger ausfallen als erhofft, drohen Gewinnmitnahmen.
Anleger sollten morgen vor allem auf den Auftragseingang und die Guidance für 2026 achten. Solange die Dividende stabil bleibt und die Rail-Sparte brummt, bleibt Knorr-Bremse ein Basisinvestment im Industiesektor.

Jahreschart Knorr-Bremse Aktie, Quelle: https://aktienscreener.com
Dieser Text wurde unter Einsatz von KI-Tools erstellt und redaktionell überarbeitet.