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Preisschub bei Düngemitteln: K+S AG hebt Gewinnziel an

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Durch den russischen Krieg gegen die Ukraine rückt zunehmend die Landwirtschaft in den Fokus der Börse. Die Preise für Kalidünger steigen immer weiter. Im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen hat K+S jetzt einen optimistischen Ausblick auf das Gesamtjahr gegeben.

Gewinnprognose liegt deutlich über den Analystenschätzungen

Der Konzernchef Burkhard Lohr rechnet für 2022 daher mit einem Anstieg des operativen Gewinns (Ebitda) auf 2,3 bis 2,6 Milliarden Euro. Die Analysten im Schnitt deutlich weniger erwartet. Die neue Gewinnprognose liegt auch deutlich über den bisherigen Zielen von K +S Bislang hatte der Vorstand 1,6 bis 1,9 Milliarden Euro angepeilt.

Höhere Einnahmen übersteigen die gestiegene Energiekosten

Wichtig für den Düngemittelkonzern ist: die höheren Einnahmen können den Kostenanstieg bei Energie, Logistik und Material mehr als ausgleichen. Einen großen Unsicherheitsfaktor bei den Prognosen gibt es aber dennoch: Bei der Prognose wurde keine Unterbrechung der Produktion berücksichtigt, wenn an den deutschen Standorten zum Beispiel kein russisches Gas mehr ankommt.

Größer Kaliproduzent in Westeuropa

Das deutsches Bergbauunternehmen mit Sitz in Kassel hat sich auf die Förderung von Kali- und Salz spezialisiert. Die kali- und magnesiumhaltigen Produkte werden in der Landwirtschaft, der Industrie und der Pharmabranche eingesetzt. K+S weltweit der fünftgrößte und in Westeuropa der größte Hersteller von Kaliprodukten.

Neues 5-Jahres-Hoch, niedriges KGV

Die K+S AG ist jetzt auf ein 5-Jahres-Hoch geschossen. Der Blick auf den Chart sagt aber nichts darüber aus, wie teuer eine Aktie ist. Aufgrund des starken Gewinnanstiegs wird die K+S AG auf Basis der Gewinnschätzung nur mit einem KGV von 6,6 bewertet.

Fazit: K+S hat sich eindeutig von den Börsen abgekoppelt. Die Aktie befindet sich auf einem 5-Jahres-Hoch. Dennoch raten 9 von 17 Analysten weiterhin zum Kauf, 7 empfehlen Halten und ein Analyst hält einen Verkauf für notwendig. Die Analysten-Kursziele liegen weit auseinander. Das durchschnittliche Analysten-Kursziel von 27,50 € wurde mittlerweile übertroffen. Das höchste Analysten-Kursziel, das zum Beispiel die amerikanische Investmentbank JPMorgan nennt, lieg bei 44,50 €. Die US-Investmentbank Morgan Stanley kommt aber zu einem völlig anderen Ergebnis und sieht nur ein Kursziel von 12 €.