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Infineon – Woche der Wahrheit: Fortsetzung des Turnarounds?

Inhaltsverzeichnis

Als Chipkonzern hatte es auch Infineon in diesem Jahr 2022 nicht leicht seine Aktionäre wirklich zu überzeugen und zu erfreuen. Lagen die Aktien noch vor einem Jahr bei 43,40 Euro, ging es dann allerdings auch kontinuierlich bergab bis auf 21,44 Euro im Juli.

Es scheint Licht ins Dunkel zu kommen

Doch aktuell scheint sich der Horizont über Infineon wieder etwas freundlicher zu gestalten, denn nicht nur die Aktie zeigt sich in besserer Verfassung (Freitag Schlusskurs 29,48 Euro), sondern auch die Geschäfte laufen wieder wesentlich effektiver.

Dazu tragen vor allem die Aufträge aus der Automobilindustrie, Preiserhöhungen und der schwächere Euro ihren wesentlichen Anteil bei. So kann CEO Jochen Hanebeck besonders auf einen hohen Bedarf an Halbleitern im Bereich alternative Energien und Ladestationen für Elektroautos verweisen.

Bei Betrachtung des Auftragsbestandes (per Ende Juni) lag das Halbleiterunternehmen immerhin bei einer Summe von 42 Mrd. Euro, wobei hier mehr als 50% aus dem Bereich Automobil kommt.

Vielversprechender Ausblick bei Infineon

Somit nicht verwunderlich, dass die Vorstandschaft bereits schon Anfang August seine Jahresziele erneut anheben konnte.

Allerdings ist ein weiterer wesentlicher Grund für diesen positiven Ausblick der Tatsache geschuldet, dass Infineon ca. zwei Drittel seiner Erlöse in Dollar errechnet und das hat natürlich mit der Übernahme des US-Unternehmens Cypress, zu tun. Denn verständlicherweise bleibt bei den in Dollar gestellten Rechnungen letztlich mehr in der Gewinn- und Verlustrechnung übrig.

Die Zukunft ist ungewiss, vieles kann sich aber positiv auswirken

Natürlich ist es auch für Infineon nicht einfach in die Zukunft zu schauen und die weitere Geschäftsentwicklung genau zu prognostizieren. Aber an den vollen Auftragsbüchern hat sich wohl nichts geändert, Halbleitertechnologie ist gefragt wie eh und je und Speicherchips sind immer noch Mangelware und heiß begehrt.

Zudem dürfte sich der schwächelnde Euro auch in absehbarer Zeit nicht signifikant erholen.

Somit alles Faktoren, die Deutschlands größtem Halbleiterkonzern durchaus positiv in die Karten spielen sollten.

Letztlich man mit Jochen Hanbeck seit April dieses Jahres einen Mann an der Konzernspitze hat, der das Weltgeschehen im Auge behält, um gegebenenfalls frühzeitig zu reagieren.

Es wird spannend – morgen gibt es Zahlen

Somit wird diese Woche, die Woche der Wahrheit, denn am 15. November wird Infineon seine Zahlen und seinen Ausblick präsentieren. Dann wird sich zeigen wieviel Zuversicht das Unternehmen wirklich hat und vor allem, wie groß der Glaube der Aktionäre an einen Turnaround tatsächlich sind.

Zumindest die Analysten scheinen an weitere Kurssteigerungen zu glauben, so haben sich vor kurzem JPMorgan und Morgan Stanley zwar neutral zur Aktie gestellt, allerdings Kursziele von 38,50 Euro und 32,50 Euro ausgerufen, vielleicht ein kleines Zeichen, dass es doch noch weiter bergauf gehen könnte.