Infineon-Aktie: Neue Prognose enttäuscht Anleger

Infineon-Aktie: Neue Prognose enttäuscht Anleger
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Die Infineon-Aktie gehört im Vormittagshandel mit rund 3 Prozent Kursminus zu den Verlierern im DAX. Das Papier notiert bei knapp 34 Euro und hat damit nach der starken Jahresendrally in den Monaten November und Dezember seit Jahresbeginn fast 10 Prozent eingebüßt (Stand: 06. Februar 2024, ca. 10 Uhr).

Der Grund für den jüngsten Kursrutsch ist das eher enttäuschende Quartalsergebnis für Q1 des Geschäftsjahres 2023/2024. Vor allem die gesenkte Prognose für das Gesamtjahr (per Ende September 2024) hat Anlegern nicht gefallen. Für den Chip-Giganten läuft es derzeit nicht rund.

Infineon mit durchwachsenen Q1-Zahlen

Im ersten Geschäftsquartal (Oktober bis Dezember 2023) hat Infineon mit 3,72 Milliarden Euro etwa 6 Prozent weniger umgesetzt als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig ist das Segmentergebnis (der operative Gewinn) auf 831 Millionen Euro – minus 25 Prozent – gesunken. Entsprechend ist auch die Marge schwächer ausgefallen, von 28 Prozent in Q1 von 2022/2023 auf nun 22,4 Prozent.

Beim Umsatz ist im Vorfeld etwas mehr erwartet worden, die Marge traf in etwa die Prognosen. Nach den Q1-Zahlen hat Infineon nun auch die Zielsetzung für das Gesamtjahr kassiert. Bisher war man von einem Umsatz zwischen 16,5 und 17,5 Milliarden Euro ausgegangen. Diese Prognose wurde nun auf 16 Milliarden Euro gesenkt.

Bei der Marge hatte Infineon im November noch 24 Prozent prognostiziert, nun liegt die erwartete Segmentergebnis-Marge im „niedrigen bis mittleren 20er-Prozentsatz.“ Die Investitionen sollen sich statt der bisher angepeilte 3,3 Milliarden Euro nun um Bereich von 2,9 Milliarden Euro bewegen. Ein Grund für den schwächeren Ausblick ist, dass Infineon von ungünstigeren Wechselkursen ausgeht.

Infineon-Aktie: Analysten zeigen sich unbeeindruckt

Die Infineon-Aktie gehörte nach der gekappten Jahresprognose zu den Verlierern im DAX. Die Aussichten für das laufende Geschäftsjahr 2023/2024 sind nicht berauschend und das Papier hat auch auf Jahressicht nicht überzeugt. Die Analysten zeigen sich nach der Präsentation der Quartalszahlen jedoch nicht beeindruckt und bestätigen jeweils ihre Kursziele.

So hat JPMorgan das „Halten“-Votum sowie das Kursziel von 38,50 Euro belassen. Und die UBS (Kursziel 45 Euro) und Jefferies (Kursziel 50 Euro) blicken weiterhin optimistisch auf das DAX-Papier. In der Spitze wären das immerhin fast 50 Prozent Kurspotenzial. Momentan sieht es nicht berauschend aus, aber Anleger sollten sowohl die Infineon-Aktie als auch die gesamte Chip-Branche nicht unterschätzen.

Quelle: https://aktienscreener.com/