Evonik-Aktie: Stimmt hier die Chemie?

Evonik-Aktie: Stimmt hier die Chemie?
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Evonik ist eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich Spezialchemie und in einer Vielzahl von Märkten tätig. Hervorgegangen ist Evonik 2007 aus dem sogenannten „weißen Bereich“ der RAG Aktiengesellschaft. Dabei handelt es sich um die nicht dem Bergbau zugeordneten Bereiche des ehemaligen deutschen Steinkohleriesen. Seit 2013 wird die Aktie an der Börse gehandelt.

Positivere Perspektive – doch reicht das?

Der Umsatz von Evonik brach im Geschäftsjahr 2023 um 17,4% auf 15,3 Mrd € ein. Die schwache Konjunkturlage ließ die Verkaufsmengen um 8% fallen. Die Preise gingen um 3% zurück. Hinzu kamen negative Währungseffekte. Den Verlust von 465 Mio € führte Evonik auf außerordentliche Wertminderungen sowie Restrukturierungsaufwendungen zurück. Die Fokussierung auf das Liquiditäts-Management zahlte sich aus. Der freie Cashflow lag mit 801 Mio € über dem Vorjahr, was nicht zuletzt dem Management des Nettoumlaufvermögens und der Investitionstätigkeit zu verdanken war.

Zudem wurden durch Kostensenkungsmaßnahmen 250 Mio € eingespart. So startet Evonik mit einer höheren Liquidität sowie mit verbesserten Kostenstrukturen in das neue Jahr. Eine nennenswerte Erholung der Geschäftslage ist für 2024 zwar nicht zu erwarten. Der fortgeschrittene Lagerabbau bei den Kunden sowie die Stabilisierung der Preise, insbesondere in der Sparte Tiernahrung, dürften jedoch zu einer Bodenbildung und leichten Erholung beitragen. Evonik stellt für 2024 eine Steigerung des operativen Ergebnisses vor Abschreibungen (EBITDA) von 1,7 Mrd € auf bis zu 2,0 Mrd € in Aussicht.

Dividende überzeugt

Für das Auftaktquartal meldete Evonik auf Basis vorläufiger Zahlen ein EBITDA von 522 Mio €, was einem Plus von 28% entsprach und über den Erwartungen lag. Der Umsatz lag um 5% unter dem Vorjahr. Unterdessen ist der Konzernumbau mit dem jüngst abgeschlossenen Vertrag über den Verkauf des Geschäftsbereiches Superabsorber weiter vorangeschritten. Die Dividendenrendite ist mit 6% sxehr ordentlich. Doch das reicht uns (noch) nicht. Warten Sie hier weiter ab!