Evonik Aktie: Dividende sinkt – Chance statt Problem

Schild mit lila Evonik-Logo und dem Schriftzug "Leading Beyond Chemistry". Hintergrund aus Glas.
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Der Kurs der Evonik Aktie konnte in den letzten Tagen deutlich zulegen und notiert aktuell bei knapp 15 Euro (Stand: 9. Februar 2026, ca. 11.30 Uhr). Erst im Januar war das Papier mit rund 12,50 Euro auf ein neues Allzeittief gefallen – seit Jahresbeginn steht nun insgesamt ein Plus von elf Prozent auf der Kurstafel.

Vor wenigen Tagen hat der Spezialchemie-Konzern vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht und beim bereinigten EBITDA die Prognose erreicht. Für Aufsehen haben auch die deutlich gekürzte Dividende sowie eine veränderte Dividendenpolitik gesorgt. Die vermeintlich schlechten Nachrichten kamen allerdings zum Teil gut an.

Evonik erreicht Prognose – und kürzt die Dividende

Mit rund 14,1 Milliarden Euro landete der Umsatz von Evonik im Geschäftsjahr 2025 etwa sieben Prozent unter dem Vorjahreswert. Das bereinigte EBITDA lag nach vorläufigen Zahlen bei 1,874 Milliarden Euro – im September hatte das Unternehmen 1,9 Milliarden Euro prognostiziert. Unterm Strich verdiente Evonik mit 265 Millionen Euro mehr als in Vorjahr (2024: 222 Millionen Euro).

Nicht vollkommen überraschend aber durchaus deutlich wurde die Dividende für das Geschäftsjahr 2025 gekürzt. Wurden im Vorjahr noch 1,17 Euro je Aktie ausgeschüttet, sollen es nun 1,00 Euro je Aktie sein.

Und damit nicht genug: Künftig sollen „nur“ (beginnend ab dem Geschäftsjahr 2026) zwischen 40 und 60 Prozent des bereinigten Konzernergebnisses ausgeschüttet werden. Damit dürfte die Dividende im nächsten Jahr nochmal sinken. Wäre die neue Regelung bereits für 2025 angewandt worden, läge die Ausschüttung bereits in diesem Jahr deutlich unter 1,00 Euro je Aktie.

Evonik-Aktie: Weniger Dividende – mehr Spielraum

Die recht drastische Kürzung der Dividende für 2025 und der Ausblick auf eine nochmal sinkende Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2026 kamen bei den Aktionären nicht nur schlecht an. Zum einen liegt die Dividendenrendite (bezogen auf den aktuellen Kurs und die geplante Ausschüttung von 1,00 Euro je Aktie) nach wie vor bei satten 6,7 Prozent.

Zum anderen ermöglicht die angepasste Ausschüttungspolitik dem Konzern mehr finanziellen Spielraum. Ob es für die Evonik Aktie wieder nach oben gehen kann, hängt von verschiedenen Aspekten ab. Ein erfolgreiches Kostensenkungsprogramm (planmäßig sollen 2.000 Stellen wegfallen) sowie das Erreichen der Ziele für 2026 (ein bereinigtes EBITDA zwischen 1,7 und 2,0 Milliarden Euro) sind zwei Beispiele dafür.

Jahreschart Evonik Aktie, Quelle: https://aktienscreener.com/